Datennutzungsmanagement: So schaffen Sie nachhaltige Werte

Big Data ist eines der Marketing-Schlagworte des Jahres. Moderne Webtechnologien ermöglichen es KMU genaue Daten zu ihrer Zielgruppe zu sammeln, um ihre Produkte und Dienstleistungen besser zu vermarkten. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Aspekte rund um das Thema Big Data.

Was bringt eine systematische Big Data-Analyse

Daten zum Kundenverhalten fallen heute an den verschiedenen Kontaktpunkten an, offline und online. Transaktionen über Kundenkarten, Kaufabwicklungen über den Online-Shop oder Reaktionen auf E-Mail-Marketingkampagnen sind nur einige Beispiele für Touchpoints, an denen systematisches Datennutzungsmanagement ansetzen kann. Verschenken Sie nicht das Wissen, das sich daraus ergibt. Nur wer seine Kunden kennt, weiß um deren Bedürfnisse und kann Angebote und Dienstleistungen entsprechend anpassen – und so im besten Fall mehr Umsatz generieren. Voraussetzung dafür ist die zielführende Auswertung des gesammelten Datenmaterials. Entsprechende Big-Data-Tools können dabei von großer Hilfe sein.

Viele kleine und mittelständische Unternehmen unterschätzen oft die Wettbewerbsvorteile, die sich aus der Erstellung von Nutzerprofilen ableiten lassen. Wer Big Data betreibt, d.h. Kundendaten systematisch und in großem Umfang auswertet, hat den Markt wirklich im Blick. Welche Produkte sind besonders gefragt? Zu welchen Zeiten und in welchen Regionen entspricht das Nutzerverhalten schon den Unternehmenserwartungen? Unternehmen können so sehr konkrete Hinweise für die Ausrichtung von Produkt- und Vertriebsstrategie erhalten, Probleme werden früher erkannt, ebenso wie Trends, die schneller bedient werden können. Wer mehr zu den Chancen und Möglichkeiten von Big Data erfahren möchte, findet umfangreiche Informationen in der Big-Data-Studie des Fraunhofer Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.

Rechtliche Hürden

Komplexe rechtliche Rahmenbedingungen sind ein Grund, warum viele – vor allem kleinere Unternehmen – die vergrabenen Schätze der Kundendaten nicht zutage fördern. Berücksichtigen Sie beim Thema Big Data immer, dass Kunden in die Nutzung ihrer Daten aktiv einwilligen müssen (im sogenannten Opt-in-Verfahren). Sollen personenbezogene Daten aus verschiedenen Quellen zu einem Nutzungsprofil zusammengeführt werden, bedarf dies ebenfalls der expliziten Zustimmung durch den Kunden. Damit die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden können, müssen Unternehmen zudem in entsprechende technologische Lösungen investieren.

Professionelles und nachhaltiges Datennutzungsmanagement erfordert zwar zunächst einiges an Aufwand, doch dieser lohnt sich. Die einmal gewonnene Zustimmung zur Datennutzung gilt unbegrenzt. Das heißt: Je länger das Datennutzungsmanagement betrieben wird, desto präziser wird das Kundenprofil und desto größer ist der Mehrwert für die unternehmerische Praxis. Vor allem Stammkunden, deren Nutzungsverhalten regelmäßig analysiert werden kann, sind für Unternehmen daher sehr wertvoll.

Weitere Informationen zum Thema Big Data, zu rechtlichen, technologischen und unternehmerischen Anforderungen finden Sie im Leitfaden der BITKOM „Big Data Technologien – Wissen für Entscheider“.