In 6 Schritten zur Digitalisierung

Disruptive Innovationen und digitale Geschäftsmodelle werden allerorts gefordert. Nahezu alle deutschen Unternehmen – 96% nach einer Bitkom-Studie – sehen die Digitalisierung für sich als Chance. Wir stecken mitten in der digitalen Transformation, müssen umdenken und unser Mindset updaten. Mit neuen Technologien sollen Produkte und Prozesse digitalisiert und der Wandel aktiv mitgestaltet werden. Es gibt bestimmt viele richtige und falsche Wege zur Digitalisierung. Jedoch glaube ich, dass die Digitalisierung lediglich einen neuen Rahmen darstellt, so wie damals die Industrialisierung und Internationalisierung. Die hier skizzierten 6 Schritte wappnen Ihr Unternehmen nicht nur für die Digitalisierung, sondern auch für alles andere, was danach kommen mag.

1. Kundenorientierung

Eine konsequente Kundenorientierung bedeutet, die Bedürfnisse des Kunden zu erkennen und an allen Touchpoints zu erfüllen. Der Kunde steht im Mittelpunkt – heute, morgen und auch übermorgen. Das heißt im Klartext, die Perspektive zu ändern und vom Kunden her zu denken und zu handeln. Alle Ressourcen Ihres Unternehmens müssen zum Ziel haben, loyale Kunden und aktive positive Empfehler zu gewinnen.

2. Faktenbasierte Entscheidungen

Informationen analysieren, Kunden befragen und datenbasiert entscheiden, anstatt der Intuition zu folgen und auf das Bauchgefühl zu vertrauen. Die Analyse von Daten und Information ist unabdingbar. Nur so können Sie auf sich schnell entwickelnde, sich permanent ändernde Märkte und sich rasch wandelndes Kundenverhalten reagieren.

3. Schnelle Umsetzung

Eine Produktidee kann noch so innovativ sein, wenn sie nicht zügig auf den Markt gebracht und der Wettbewerbsvorteil ausgenutzt wird. Disziplin und Professionalität sind hier gefragt. Analysieren Sie den Markt und die Zielgruppe sorgfältig, definieren Sie das Produkt klar und steuern Sie das Projekt strukturiert. Nur so können Sie eine schnelle Markteinführung gewährleisten und sicherstellen, dass die Konkurrenz nicht an Ihnen vorbeizieht.

4. Experimentieren

Experimentieren geht über Spekulieren – nicht denken, sondern handeln. Hypothesen aufstellen, validieren und dadurch Ungewissheiten beiseiteschaffen. Prüfen Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden ganz genau, bevor Sie ein Produkt entwickeln. Dadurch reduzieren Sie Ihr eigenes unternehmerisches Risiko und bringen nicht ein Produkt auf den Markt, das niemand will. Auf diese Art und Weise werden Ihre Produkte und Services nutzen- und kundenzentriert entwickelt.

5. „Fail-fast“ Mentalität

„Try often – and if you fail, fail fast.“ Alle Erfahrungen sind wertvoll, auch die Misserfolge. Es muss schnell erkennbar sein, ob eine Produktidee oder Geschäftsmodell das Potenzial hat, erfolgreich zu sein, ein Problem zu lösen und den Kunden zu überzeugen. Scheitern ist keine Schande, sondern eine Möglichkeit zu lernen, flexibel zu sein und die Richtung ändern zu können.

6. Offenheit und Transparenz

Auch Ihre Kunden haben einen breiten Zugang zu Informationen und wollen selbst entscheiden, was sie wann und wo kaufen. Sie möchten Wertschöpfungsprozesse nachvollziehen und einbezogen werden. Unternehmen werden in Zukunft mehr Daten und Informationen über sich preisgeben müssen, um das Vertrauen Ihrer Kunden nicht nur zu gewinnen, sondern sie auch langfristig an sich zu binden.

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Roksana Leonetti

verantwortet in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG in Hannover das Business Development, Produkt- und Prozessmanagement sowie die Produktberatung. Die Schlütersche ist ein Mediendienstleister für kleine und mittlere Unternehmen und entwickelt für ihre Kunden Werbe- und Marketingkonzepte – digital, in Print oder crossmedial, alles aus einer Hand.

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