QR-Codes im Handwerk

Die Reise beginnt mit einem kleinen Quadrat: Wer einen QR-Code scannt, findet sich beispielsweise in Bruchteilen einer Sekunde virtuell auf dem nordhessischen Landwirtschaftsbetrieb von Konrad und Jens Thöne wieder oder checkt als Architekt schnell die Aktualität eines vorliegenden Bauplans.

Der Quick Response Code, kurz QR-Code, schafft eine Verbindung zwischen realen Objekten und virtuellen Inhalten. Es handelt sich um zwei-dimensionale Barcodes, die per Smartphone-Kamera gescannt werden. Eine spezielle Software wandelt den Code automatisch um und zeigt die hinterlegten Informationen direkt auf dem Display des Smartphones an. Falls Sie noch keinen QR-Code-Reader auf Ihrem mobilen Endgerät installiert haben, können Sie auch den in der iPhone und Android App von Gelbe Seiten integrierten Reader nutzen.

Schreinermeister Dirk Schmidt aus Düsseldorf hat seinen Firmenwagen mit einem QR-Code beklebt. Steht er an einer roten Ampel oder ist der Wagen irgendwo geparkt sorgt der ungewöhnliche Aufdruck für Aufmerksamkeit und interessierte Passanten zücken neugierig das Smartphone. Ohne aufwändige, fehleranfällige Eingabe einer URL von Hand, wird der Nutzer sofort zur Website des Handwerkers navigiert. Diese einfache und für (potenziellen) Kunden komfortable Art der Werbung erfreut sich in Deutschland einer immer größeren Popularität.

Bereits 2011 lag Deutschland im europäischen Vergleich an dritter Stelle bei der QR-Code-Nutzung. Werden die Zahlen von Mai bis Juli 2012 betrachtet, konnten sich die deutschen Smartphone-Nutzer sogar Platz eins sichern. Die steigende Verwendung von QR-Codes, die sich im Jahr 2012 verdoppelt hat, zeigt das Potenzial dieser Werbeform auf. Richtig eingesetzt können die kleinen Codes die bisherige Marketingstrategie Ihres Unternehmens unterstützen. Zahntechniker Peter Usinger aus Kiel will QR-Codes deshalb künftig auch auf Geschäftspapieren, wie zum Beispiel Rechnungen und anderen Werbedokumenten einbinden. Grundsätzlich lässt sich mithilfe einer professionellen Druckerei fast jede Oberfläche zum Informations- oder Werbeträger dafür umfunktionieren.

Vom Gerüstbauer bis zum Fleischer, vom Friseur bis zum Fliesenleger, QR-Codes können in jeder Branche eingesetzt werden. Egal ob Sie Ihre Geschäftsdaten, Produktinformationen, besondere Angebote, ein Bewertungsformular oder Veranstaltungstipps für Ihre Kunden hinterlegen möchten. Durch kostenlos im Internet verfügbare Programme ist das Kreieren eines QR-Codes denkbar einfach. Der Generator von euroweb beispielsweise codiert elf verschiedene Datentypen. So können Sie lange Texte oder URLs ganz einfach umwandeln und in Ihre Werbemittel bzw. Unterlagen einfügen. Durch zusätzliche Funktionen lassen sich die Farben für den Code individuell anpassen oder auch besonders große Dokumente codieren. Nach Eingabe der Daten in das Online-Programm wird der QR-Code innerhalb weniger Sekunden erstellt und Ihnen in verschiedenen Dateiformaten zum Download zur Verfügung gestellt.

Wichtig: Verlinken Sie per QR-Code auf eine Website, sollte diese für das Betrachten auf mobilen Endgeräten optimiert sein. Weitere nützliche Hinweise finden Sie beispielsweise im Leitfaden „QR-Codes – Einsatzmöglichkeiten in Mittelstand und Handwerk“ oder auch im Leitfaden des Kompetenzzentrums E-Commerce Schwaben, der sich an kleine und mittlere Unternehmer richtet.