Atemlos? Die digital Detox hilft!

Jeder Jahresstart ist die Zeit der guten Vorsätze: 2017 nicht nur mit mehr Sport oder der üblichen Diät starten, zum körperlichen und geistigen Durchstarten auch mal eine „digital Detox“ einlegen, sich eine digitale Diät gönnen. Denn in digitalen Zeiten ist es nicht nur essentiell, den Körper vom Laptop weg zu bewegen, sondern sich regelmäßig Auszeiten von den digitalen Medien zu gönnen.

Meine jüngsten Erfahrungen zeigen, dass es immer mehr Menschen nicht einfach  gelingt, sich auch nur stundenweise von den digitalen Medien loszueisen. Manch einer, der zwei Wochen in Urlaub fährt und aufgrund technischer Gegebenheiten gezwungen ist, offline zu sein, entdeckt bei sich regelrechte Entzugserscheinungen: Da schweift dennoch immer wieder der Blick auf das Display und auf das mitgebrachte Buch kann sich kaum einer mehr konzentrieren. Erst nach einigen Entwöhnungs-Tagen schaffen wir es, uns langsam von den digitalen Medien loszureißen und die „always-on-Phase“ hinter uns zu lassen. Ach und wie entspannend ist es dann, nicht ständig das Gefühl zu haben, „ich verpasse was“. Seien wir ehrlich: Ist es tatsächlich erforderlich, die Hundespaziergänge der Facebook-Freunde, den neuen Artikel des Kollegen und die Strand- und Partyfotos der Freundin zeitgleich zu erhaschen?! Nachfolgend hilfreiche Regeln und ihre Signale im Umgang mit den digitalen Medien.   

Sich bewusst regelmäßig Auszeiten gönnen, auch wenn es zu Beginn nur stundenweise ist: Zum Beispiel: Kein Smartphone-Gebrauch nach 20h oder nicht sonntags. Machen Sie Ihren Sunday zum Smartday. Signal: Offline is the new luxury oder… immer erreichbar ist nicht sexy!

  • Sich bewusst regelmäßig Auszeiten gönnen, auch wenn es zu Beginn nur stundenweise ist: Zum Beispiel: Kein Smartphone-Gebrauch nach 20h oder nicht sonntags. Machen Sie Ihren Sunday zum Smartday. Signal: Offline is the new luxury oder… immer erreichbar ist nicht sexy!
  • Geben Sie den Menschen, die Ihnen in den sozialen Netzen folgen nicht das Gefühl, dass um Ihre Persönlichkeit schon alles im Netz steht – das ist langweilig. Signal: Wenn du mich im realen Leben triffst, gibt es mehr Facetten zu entdecken.
  • Wer sich auf seine Gegenüber konzentriert, zeigt nicht nur, wieviel ihm das Gegenüber wert ist, sondern beweist auch mehr Souveränität. Signal: Ich bin nicht von den digitalen Medien abhängig. 
  • Die digitalen Medien dienen uns als Werkzeug, als Erleichterung und sollen keine Hürde für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen darstellen. Das ist kontraproduktiv! Signal: Ich manage spielend beide Welten: Analog und digital.
  • Und insbesondere: Technik und Romantik ist auf Dauer nicht vereinbar: Gerade im Zusammensein mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin nicht den Eindruck erwecken, er oder sie spielt neben dem Smartphone die zweite Geige. Signal: Du stehst bei mir im Mittelpunkt!

Gutes Gelingen und los geht’s.

Profilbild von Barbara Liebermeister
Barbara Liebermeister

Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, das Unternehmen dabei unterstützt, ihren Mitarbeitern die Kompetenzen zu vermitteln, die sie im digitalen Zeitalter brauchen (www.ifidz.de).  Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Managementberaterin ist auch eine gefragte Vortragsrednerin. Gerade ist im Gabal-Verlag ihr neues Buch erschienen mit dem Titel: „Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet“.

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