Geofencing •

Mit dem Kundenschatz raus aus der Komfortzone.

Draußen zu sein, ist voll im Trend. Nicht nur bei passionierten Geocachern wie mir, sondern bei einem Großteil der Deutschen. Und wenn man schon nicht wirklich Dreitausender besteigt, unter freiem Himmel nächtigt oder sich durch den Amazonas kämpft, dann zieht man sich zumindest so an, als würde man es tun. Sollen die anderen Menschen ruhig glauben, man wäre die Reinkarnation von Indiana Jones oder Lara Croft.

Das Resultat dieses Trends: Die Outdoorindustrie verzeichnet seit Jahren satte Gewinne und immer mehr Labels springen auf den „Draußenzuhause-Zug“ auf. Heißt im Umkehrschluss auch: Die Zielgruppe für Outdoorläden wird theoretisch immer größer, der Wettbewerb wird es aber ganz praktisch auch. Und der Fachhandel hat, wie so oft, im Wettbewerb das Nachsehen. Zwar bekommen die Kunden hier eine herausragende Beratung von echten Experten, diese hat aber auch ihren Preis. Wer also nicht weiß, wie lohnend es ist, sich zur Passgenauigkeit von Wanderstiefeln, zur Regendichtigkeit von Zelten oder dem Tragekomfort des Trekkingrucksacks fachkundig beraten zu lassen, wird eher bei der laienhaften (Online-)Konkurrenz kaufen.

Um aber das Pfund „Beratungskompetenz“ in die Waagschale werfen zu können, ist es nötig, potenzielle Kunden ins Ladengeschäft zu lotsen. Und genau hier kommt der Kundenschatz wortwörtlich ins Spiel. Wie? Das zeigen Ihnen die drei folgenden Erfolgsbeispiele.

Beispiel 1: Kraxelhuber reloaded

Wer gut ausgerüstet hoch hinaus will, für den gibt es im Raum Nürnberg mit Travel & Trek eine hervorragende Adresse für die richtige Ausrüstung. Bereits vor Betreten des Ladengeschäfts in einer Einkaufsstraße können Besucher, Passanten und extra angereiste Geocacher sich auf eine Kraxeltour begeben. Denn neben dem Eingang haben wir einen Kundenschatz installiert, bei dem mit den bereitgestellten Hilfsmitteln ein Bergsteiger auf den Gipfel bugsiert werden muss.

Der Lohn für Geduld und Geschicklichkeit: ein Code, mit dem sich der Kundenschatz öffnen lässt und so Zugriff auf Logbuch sowie einen Rabatt-Gutschein erlaubt. Wie der Kundenschatz funktioniert, zeigt dieses YouTube-Video.

Das Ergebnis dieser Maßnahme: Im Monat bringt der Kundenschatz Travel & Trek durchschnittlich 100 zusätzliche Kunden, wie die eingelösten Einkaufsgutscheine belegen. Respekt!

Beispiel 2: My Fair Lady

Auf diesen Kundenschatz sind wir besonders stolz. Nicht nur, weil er hervorragend für den Auftraggeber – den Outdoorausstatter Camping Schrader in Hannover – funktioniert, sondern auch, weil er zahlreiches positives Feedback in der Cacher-Community generiert hat. Zum Beispiel beim Influencer „The Geocaching Vlogger“, der sein Date mit der Lady hier dokumentiert hat.

Für diesen Kundenschatz haben wir eine Schaufensterpuppe mit einem Handy ausgestattet und mit allerlei Technik präpariert. Alles, damit die Kundenschatzsucher auf möglichst unterhaltsame Weise den Code erhalten, mit dem sie den Kundenschatz öffnen und sich den Einkaufsgutschein für den Outdoor-Laden sichern können.

Und so funktioniert es: In der Beschreibung des Kundenschatzes wird eine kostenfreie Telefonnummer angegeben. Steht der Geocacher vor der Puppe und ruft diese Nummer an, hebt die Schaufensterpuppe ihr Shirt einige Zentimeter an und gibt für einen kurzen Moment den Blick auf den Code frei, der auf ihrem Bauch notiert ist.

Im Ladengeschäft selbst befindet sich noch ein zweiter Kundenschatz: Ein künstliches Lagerfeuer morst ein Codewort, mit dem sich die Geocacher auf einer Website registrieren und auf diese Weise Ruhm und Ehre innerhalb der Community sammeln können.

Beispiel 3: Max Mustercacher

Frauen, die ihr T-Shirt lüpfen, damit jemand einen Schatz heben kann? Keine Sorge, wir sind Freunde der Gleichberechtigung. Daher haben wir diesen Kundenschatz in Paderborn bei „DER Outdoorladen“ noch einmal installiert. Dieses Mal mit einer präparierten männlichen Schaufensterpuppe.

Die Funktion ist aber gleich: Ein Anruf auf einer kostenfreien Nummer veranlasst unseren schweigsamen Hinweisgeber, den Code zu offenbaren, mit dem sich der Kundenschatz öffnen lässt. Dabei sind, genau wie beim weiblichen Pendant, auch Cleverness und Geduld gefragt: Wie der Kundenschatz geöffnet werden kann, steht in der Beschreibung auf den Onlineportalen – allerdings verklausuliert, sodass Mitdenken nötig ist. Umso größer dann das Erfolgserlebnis und die Freude, wenn die Besucher den Kundenschatz heben können.

Und wie können Sie Besucher mit einem Kundenschatz generieren?

Diese drei Beispiele zeigen: 1. Bei einem Kundenschatz sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Und 2.: Mit einem Kundenschatz lassen sich neue Besucher und Umsätze generieren.

Sie hat jetzt die Lust gepackt, selbst ein Abenteuer vor der Haustür zu erleben? Dann wissen Sie jetzt ja, wo Sie sich beispielsweise höchst professionell dafür ausstatten können. Spannende Unterhaltung mit einem Kundenschatz inklusive.

Wenn Sie selbst von der Anziehungskraft Ihres eigenen Kundenschatzes profitieren möchten, dann finden Sie in meinen früheren Beiträgen im Lokales-Marketing-Blog von gelbeseiten.de zahlreiche Anregungen. Oder Sie kontaktieren mich einfach: Ich helfe Ihnen gern, mit einem eigenen Kundenschatz neue Kunden für Ihr Ladengeschäft zu begeistern. Schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail an  fragdaniel@geheimpunkt.de.

Haben Sie eine Frage zu diesem Artikel oder ganz allgemein zu einem Aspekt des Themas Kundenschatz, der Ihnen bisher zu kurz gekommen ist? Dann lassen Sie es mich wissen und schicken Sie mir eine E-Mail an fragdaniel@geheimpunkt.de. Gern gehe ich in einer der nächsten Ausgaben dieses Blogs rund um das Thema lokales Marketing näher darauf ein.

Daniel

ist passionierter Schatzsucher und -verstecker. 1984 in Gera (ehem. DDR) geboren entging er dank der Wende nur knapp der Einziehung in das Jung-Pionierkorps. Den ursprünglichen Karriereweg im sozialen Bereich verließ er erstmalig 2008, als er im wahrsten Sinne des Wortes abseits aller Wege seinen ersten Geocache fand. Seither hat ihn die digitale Schnitzeljagd fest im Griff. Mit GPS bzw. heute vielmehr dem Smartphone bewaffnet sucht er unentwegt nach kleinen und großen Plastikdosen, kriecht dafür in enge Tunnel, steigt in tiefe, dunkle Höhlen, klettert auf Bäume und Berggipfel und schlägt sich durch den brasilianischen Urwald oder das strahlenverseuchte Tschernobyl. Diese Leidenschaft mündete 2010 in der Gründung der Cache Up GbR welche zunächst Eigenentwicklungen im Bereich Geocaching-Zubehör vertrieb, nach kurzer Zeit aber den Schwerpunkt auf geführte Geocaching-Touren verlegt hat. 2013 wurde zur Geheimpunkt GmbH umfirmiert und erneut ein Richtungswechsel vollzogen und das erste Geocaching-Marketing-Konzept umgesetzt, damals für ein Abfallentsorgungsunternehmen. Heute ist dies die Spezialität des Unternehmens: maßgeschneiderte Geocaches für Firmen aus allen denkbaren Branchen kreieren, um dadurch echte Besucher aufs Firmengelände zu locken oder spielerisch Imagebotschaften zu vermitteln. Mit "Kundenschatz.de" hat Daniel zudem ein an Google Adwords angelehntes Bezahlmodell geschaffen, welches pro Besuch abrechnet und so maximale Transparenz und Risikofreiheit für seine Kunden schafft. Nebenbei betreibt die Firma mit Cacher-Reisen.de das weltweit einzige Reisebüro für Geocacher, wohl auch, um der eigenen Reiseleidenschaft die nötige unternehmerische Seriosität und Rechtfertigung zu verschaffen. Daniel ist außerdem-Deutscher Geocaching Meister 2015 -Kultur- und Kreativpilot 2013-Vater des Jahres seit 2006 (gemäß der einstimmigen Jury-Entscheidung seiner drei Kinder)

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