Big Data auch für den stationären Handel

Mit standortbasiertem Online- und Mobile Marketing Daten gewinnen, Kampagnen optimieren und Umsätze steigern

Gerade in unserer heutigen Zeit der Digitalisierung sind Daten für Unternehmen zum größten Schatz geworden. Wer ihn zu heben versteht, entscheidet damit über Umsätze, Wachstum und letztendlich das Schicksal der Firma. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die heute niemanden mehr überraschen sollte - und doch ist es verblüffend, wie viele stationäre Händler sich davon nicht angesprochen fühlen oder aber die Hände in den Schoß legen mit dem Gedanken: Datenerhebung und -analyse ist in unserem Marketing schwierig bis unmöglich…

Diese Denkweise führt aktuell dazu, dass der Online-Handel den stationären Händlern in Hinblick auf die Messbarkeit und Analyse seines Marketings meilenweit voraus ist (von einigen rühmlichen Ausnahmen bei den Filialhändlern einmal abgesehen). Natürlich ist die Datengewinnung und Attribution im Online-Handel um einiges einfacher, so dass vergleichsweise unkompliziert große Datenmengen zur Verfügung stehen, mit denen sich Webseiten optimieren, Marketing-Kampagnen zielgerichtet planen und perfekt passende Produktvorschläge unterbreiten lassen.

Doch auch im stationären Handel ist die Zeit, in der Händler auf schlecht messbare, analoge Werbeformate angewiesen waren und ihr Marketing-Budget mit der Gießkanne verteilen mussten, glücklicherweise längst vorbei. Je mehr Sie auf standortbasiertes Online- und Mobile-Marketing setzen, desto mehr können auch Sie vom digitalen Datenschatz profitieren. Einige Anwendungsbeispiele dafür, wie sich mit Location-based Services Daten gewinnen und wofür sie sich nutzen lassen, möchte ich Ihnen im Folgenden vorstellen:

  1. Analyse des Nutzungsverhaltens digitaler Prospekte

Der Prospekt ist ein Klassiker der Angebotskommunikation - auf ihn zu verzichten, ist für viele Händler nach wie vor undenkbar. Doch die Verteilung gedruckter Prospekte wird stetig teurer und rechnet sich vielfach nicht mehr, zumal sich immer mehr Menschen gegen Prospekte in ihren Briefkästen aussprechen. Bereits seit 10 Jahren bieten Dienstleister wie die Offerista Group digitale Prospektverteilung über Online-Portale und Apps an. Aufgrund der Schwierigkeiten von Print entwickeln sich diese immer mehr vom Ergänzungsmedium zur ernstzunehmenden Alternative.

Neben der Erreichbarkeit von Print-Werbeverweigerern und der Kostenersparnis spricht auch der Messbarkeits-Aspekt klar für die digitale Prospektverteilung. Denn umfangreiche Reportings zur Performance der digitalen Prospektkampagnen sind bei den Anbietern Usus. So erfahren Sie zum Beispiel, wie oft Ihre digitalen Prospekte gelesen wurden, an welchen Wochentagen und zu welchen Tageszeiten sie am beliebtesten sind, wie die regionale Verteilung der Zugriffe aussieht, u.v.m. Wertvolle Insights, mit denen sich Ihre Marketing-Kampagnen optimieren lassen!

2. Analyse der Conversionrate von geobasierten Push-Nachrichten

Mit standortbasierten Push-Nachrichten werden Händlerträume wahr, denn damit gelingt das, was sonst dem Online-Handel vorbehalten war: Verbraucher gezielt am richtigen Punkt der Customer Journey ansprechen, nämlich dann, wenn sie sich in der Inspirations- und Kaufentscheidungsphase befinden - und zwar direkt auf ihr Smartphone! Push-Nachrichten sind ein hervorragendes Instrument, um Aufmerksamkeit für Angebote und besondere Aktionen zu erzielen sowie die Kundenfrequenz und den Abverkauf in Ihren Filialen zu stärken. Sie können Ihnen zudem wertvolle Informationen liefern.

Denn um herauszufinden, welche Push-Nachrichten für Ihre Geschäfte optimal funktionieren, müssen Sie viel ausprobieren. Wann ist der beste Versandzeitpunkt? Wo sind Ihre Zielkunden unterwegs? Für welche Produkte und Angebote interessieren sie sich? Mithilfe welcher Incentives lassen sie sich in die Filiale locken? Wenn Sie Push-Kampagnen über Shopping-Apps mit großer Reichweite wie z.B. barcoo oder Marktjagd buchen, erhalten Sie nicht nur eine umfassende Beratung zu diesen Punkten, sondern können auch auf interessens- und verhaltensbasiertes Targeting zurückgreifen, also z.B. gezielt Nutzer ansprechen, die sich zuvor bereits für Produkte aus Ihrem Portfolio interessiert haben.

3. Analyse der Filialbesuche und des Return on Ad Spends (ROAS)

Online-Händler wissen in Bezug auf ihr Marketing in der Regel genau, was funktioniert und was nicht, denn sie können die gesamte Customer Journey von der User Acquisition bis zum Kauf lückenlos tracken. Was viele stationäre Händler nicht wissen: Auch offline ist das heute möglich! Mithilfe von Geodiensten lässt sich anonym und datenschutzkonform nachweisen, wie viele Nutzer nach dem Blättern in digitalen Prospekten auf dem Smartphone in eine stationäre Filiale gehen und wie lange sie sich dort aufhalten. Ergänzt werden diese Store Visit-Analysen durch Nutzerbefragungen via Smartphone nach dem Einkauf, über die der Einkaufswert ermittelt wird.

Dies ebnet den Weg für eine detaillierte Kosten-Nutzen-Betrachtung Ihrer Angebots- und Filialkommunikation. Denn wer weiß, wie viel Marketing-Budget ihn ein Filialbesucher kostet und wie viel Umsatz dieser macht, hat alle Zutaten beisammen, um ganz einfach den Return on Ad Spends (ROAS) seiner Kampagnen zu berechnen. So zeigt sich schnell, was sich rechnet und was nicht. Sie können Ihre Strategie gezielt optimieren und halten so schlagkräftige Argumente für eine Erhöhung Ihres Marketing-Budgets in der Hand.

Fazit

Mit diesem Beitrag konnten wir Ihnen hoffentlich Inspiration liefern, wie Sie als stationärer Händler Daten für Ihr Geschäft nutzen und den Datenschatz Ihrer Kunden heben können. So lernen Sie nicht nur Ihre Kunden besser kennen, sondern steigern Ihre Kundenfrequenz und den Abverkauf in Ihren Filialen messbar. Dadurch, dass sich Ihr Marketing nun rechnet, können Sie skalieren und Ihr Budget erhöhen - ein positiver Kreislauf setzt sich in Gang. Die beste Voraussetzung, um langfristig mit dem Online-Handel mithalten zu können!

Profilbild von Benjamin  Thym
Benjamin Thym

ist Geschäftsführer und Mitgründer der Offerista Group. Sein Ziel ist es, stationäre Händler mit digitalen, standortbasierten Diensten dabei zu unterstützen, Kunden für ihre Filialen zu gewinnen und ihre Umsätze zu steigern. Kerngeschäft der Offerista Group ist die digitale Prospektverteilung über die eigenen Dienste barcoo und Marktjagd sowie ein reichweitenstarkes Publisher-Netzwerk, zu dem u.a. wetter.com, FOCUS Online, Chip.de, meinestadt.de, Die Gelben Seiten und Das Örtliche zählen.

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