Denn der Ort ist der Weg – Mein erster LBS Selbstversuch

Wie gehe ich mit meinen Standortinformationen und den dazugehörigen Diensten um? Ich teste mich in meinem ersten Selbstversuch und zähle dabei einfach mal mit, wann im Laufe des Tages mein Standort relevant ist. Ich starte bei (0). An einem fast ganz normalen Tag. Hier mein Versuchsprotokoll:

04:45 Uhr. Berlin schläft noch. Es ist eindeutig zu früh. Auf meinem Programm steht für heute der Kongress einer Partnerfirma. Für einen Kaffee reicht die Zeit nicht. Der Flieger nach München geht um 06:20 Uhr. Ich checke das Wetter (1), verfluche den Regen und frage mich geschlagene 30 Sekunden, ob ich uncool sein soll und einen Schirm mitnehme. Ich entscheide mich gegen den Schirm und rufe mir ein Taxi per MyTaxi App (2).

Drei Minuten später kommt der Wagen, der Fahrer ist angenehm maulfaul. Nach einem halben Kilometer Fahrt erreicht mich eine Push-Nachricht (3) meiner Airline und empfiehlt mir zum 23. Mal eine Hippe Gay Bar in Berlin Mitte. Notiz an mich selbst: Kontakt aufnehmen und die richtige Technologie empfehlen.

Am Flughafen meldet sich meine eigene Demo App mit einer Push-Nachricht (4) eines fast vergessenen Projekts. Ach siehste mal, da wollte ich ja auch noch anrufen.

Erster Tweet (5) vom Flughafen Tegel. Wieder mal stelle ich fest, das Starbucks viel zu spät aufmacht und der Kaffee bei der Konkurrenz für mich schwierig zu genießen ist.

Am Gate sehen die meisten aus, als hätten sie die Nacht durchgemacht. Während nach den verschiedenen Boarding-Gruppen aufgerufen wird, setze ich einen Snap (6) an die Kids ab, die zu Hause gerade aufstehen. Vater mit Hasenohren und einem Schmetterling auf der Nase. Noch haben sie Spaß daran.

Ankunft in München. Mit der MVV App suche ich die Verbindung (7) zum Veranstaltungsort und kaufe mir ein Tagesticket für die Bahn. Ich steige am Marienplatz um und brauche jetzt wirklich als erstes einen Kaffee. Die Starbucks-App zeigt mir die nächste Filiale (8) am Viktualienmarkt. Ist nicht weit. Gut. Und ich werde langsam wach.

Am Hotel der Veranstaltung erreicht mich die nächste Push-Nachricht (9) der eigenen Demo-App. Hatte ich gestern noch eingerichtet, um sie Interessenten während der Veranstaltung zeigen zu können. Zeit für eine erstes Instagram Foto zum Event (10).

Die Minuten bis zur Keynote verbringe ich in der Schlange vor dem Kaffeeautomaten des Hotels. Jetzt wird es ruhiger. Ich nehme mir Zeit für die Vorträge und beschränke mich auf ein paar Tweets. (11, 12, 13)

Kurz nach dem Essen noch ein Gespräch mit einem Interessenten. Ich zeige ihm unsere neue Demo-App (14) und wir diskutieren darüber, wie wichtig der Standort in der Kundenkommunikation ist.

In München regnet es seit Stunden. Ich checke das Wetter (15). Keine Besserung in Sicht. Der Weg zur U-Bahn ist zu weit. Ich hätte doch den Schirm mitnehmen sollen. Kurz nach der Kaffeepause dann der Entschluss: Ich reserviere das DriveNow Fahrzeug (16) auf dem Hotelparkplatz und fahre zum Flughafen.

Über die 12 Euro Servicegebühr versuche ich, mir keine Gedanken zu machen.

Meine Frau fragt via Hangout, wo ich denn wäre. Hangout bietet mir an, meinen Standort zu versenden. Mach ich, klar (17). Für die Kids zu Hause geht der Tag schon zu Ende. Vor dem Schlafengehen gibt’s noch einen Snap (18). Vater am Flughafen mit Cowboy-Hut und Schnauzbart.

Ankunft mit dem letzten Flieger am Terminal C in Tegel. Wie die Berliner dort den Taxizustieg regeln, ist typisch Hauptstadt. Die Schlange lässt mich kurz den BER herbeisehnen. Wieder in der Realität angekommen, rufe ich mir lieber ein MyTaxi (19).

Zu Hause checke ich noch einmal das Wetter (20) für morgen. Dann ist ein langer Tag vorbei.

Selbstversuch beendet. Was haben wir gelernt?Zwei Dinge bringen mich durch den Tag: Kaffee und die Standortfreigabe meines Telefons. Ohne wär’s echt doof.