LBS - Pilotprojekt: Karlsruhe-Durlach wird zum digitalen Vorzeigeort

Gemeinsam mit der Stadt Durlach und der Hochschule der Medien startet die Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft in Kürze ein für Deutschland bisher einzigartiges Projekt: Im Rahmen des verkaufsoffenen Wochenendes (23./24. April 2016) wird der Ort Durlach zur digitalen Spielfläche für lokale Händler. Getestet wird das Potential von Location-based Services (LBS) für den Einzelhandel. Im Rahmen des Projektes werden sämtliche Geschäfte in Durlach mit so genannten „Bitplaces“ ausgestattet.

 So funktionieren Bitplaces:

 Location-based Services

Mit Location-based Services sind standortbezogene Dienste gemeint. Smartphone-Nutzern können unter Einsatz dieser Technologie Informationen oder Dienste angeboten werden, die von ihrem Standort abhängig sind. Beim Location-based Marketing kann unter Berücksichtigung des Standortes personalisierte Werbung bereitgestellt werden. Navigations-Apps nutzen diese Funktion schon länger. Durch das im Smartphone integrierte GPS kann der Standort einer Person präzise bestimmt werden.Mit Hilfe der Bitplaces haben Nutzer der App von Gelbe Seiten die Möglichkeit, am nächsten Wochenende besondere Angebote und Aktionen sämtlicher Geschäfte im Umkreis von Durlach direkt als Push-Nachricht auf ihr Smartphone zu erhalten. Die Push-Nachricht empfangen sie nur dann, wenn eine bestimmte Zone (Geofence) rund um das jeweilige Geschäft betreten wird.

Die Vorteile von LBS für den Einzelhandel

Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, können die Unternehmen kostenfrei an der Aktion teilnehmen. Für die Einzelhändler in Durlach bietet das Testen dieser Technologie vor allem die Möglichkeit, Laufkundschaft auf sich aufmerksam zu machen.Die Kunden erhalten die Push-Nachricht auf ihr Smartphone genau dann, wenn sie sich in der Nähe eines Geschäftes befinden. Durch besondere Angebote und Aktionen werden potentielle Kunden, die ansonsten vielleicht vorbeilaufen würden, motiviert ein Geschäft zu betreten. Die Chance Neukunden zu gewinnen ist sehr hoch. Zusätzlich wird den Kunden eine besondere Ansprache geboten, die sie in dieser Form noch nicht kennen. Einkaufen als Erlebnis steht im Mittelpunkt der Technologie. Location Based Advertising wird bisher viel zu technisch diskutiert und es wird aus dem Blick verloren, dass es vielmehr um echte Einkaufserlebnisse in der Innenstadt geht.Die Einzelhändler haben zudem die Möglichkeit, ihre Angebote flexibel zu gestalten und auf ihre Zielgruppe anzupassen. Von Text- und Bildnachrichten über Coupons und QR-Codes mit Link zur eigenen Website ist alles möglich. Es bestehen also die verschiedensten Möglichkeiten, die Kunden anzusprechen. Zusätzlich kann festgelegt werden, ob die Push-Nachricht beim Betreten oder Verlassen des Geschäftes, sowie nach einer bestimmten Zeit angezeigt werden soll. 

Es wird spannend werden in Karlsruhe Durlach.Vielen Dank an die Mitautoren.

Prof. Dr. Jürgen Seitz

ist Professor für Marketing, Medien und die Digitale Wirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart (www.hdm-stuttgart.de). Davor war er Geschäftsführer und Gründer der United Internet Dialog GmbH, einer Performance- und Digitalmarketing Firma der United Internet Gruppe. Darüber hinaus verantwortete er das Produktmanagement der United Internet Media AG und war maßgeblich am Wachstum zum marktführenden Vermarkter in Deutschland beteiligt.

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