Der Unternehmer als Marke: Setzen Sie Ihre Persönlichkeit in Szene

Sich selbst als Marke zu etablieren, kann im digitalen Zeitalter gerade für junge Unternehmer und Freiberufler der Schlüssel zum Erfolg sein. Doch zu einer starken Marke werden Sie nicht einfach über Nacht. Es erfordert vielmehr ein sehr genaues Wissen darüber, was Sie als Unternehmer können und wollen. Und Sie sollten sich nie zu schade sein, sich stets und ständig selbst zu promoten.

Warum lohnt die Selbstinszenierung?

Häufig betreiben Unternehmen lediglich Werbung und PR-Arbeit für ihre Produkte oder die Firma selbst, nicht jedoch für den Chef. Dabei lässt sich auch der Unternehmer als Marke aufbauen, wie beispielsweise Apples Steve Jobs oder dm-Drogeriemarkt-Gründer Götz Werner bewiesen haben. Ziel der Selbstvermarktung sollte sein, sich als Experte für das eigene Geschäftsfeld zu etablieren. Diese persönliche Expertise zahlt schließlich auch auf das Image Ihres Unternehmens ein – und lockt so neue Kunden an. Wem es außerdem gelingt, sich als gefragter Interviewpartner für Medien zu positionieren, verschafft seiner Firma einen höheren Bekanntheitsgrad.

Haben Sie das Zeug zur Marke?

Bevor Sie jedoch damit beginnen, sich selbst als Marke ins bestmögliche Licht zu rücken, sollten Sie sich selbst ein paar wichtige Fragen stellen:

  • Wer will ich sein und wo will ich als Unternehmer hin? (Entwickeln Sie eine Vision!)
  • Kann ich in 60 Sekunden auf den Punkt bringen, was mich als Unternehmer ausmacht? (Wenn nicht, formulieren Sie es. Lernen Sie es auswendig!)
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Beherrsche ich soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram, Xing oder LinkedIn und bin ich bereit, diese für meine Zwecke zu nutzen?
  • Fühle ich mich wohl dabei, mich selbst zu promoten? (Ein "Ja" wäre hier eine gute Antwort!)

Unternehmer als Marke inszenieren: So funktioniert's

Sobald Sie die passenden Antworten gefunden haben, können Sie eine Strategie entwickeln, mit der Sie Ihren Charakter öffentlichkeitswirksam in Szene setzen. Eine gute Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen, bietet Social Media. Zahlreiche Unternehmer twittern regelmäßig zu Branchenentwicklungen und Fragestellungen in ihrem Business, warum nicht auch Sie? Scharfe Beobachtungen und sinnvolle Tipps und Tricks für Kunden und Geschäftspartner können hier mit wenigen Zeichen verbreitet werden. Wichtig ist, nicht wahllos drauflos zu zwitschern oder zu posten: Sie sollten schon im Voraus die für Ihre Zielgruppe relevanten Themen identifizieren. Verwechseln Sie die authentische Selbstdarstellung zum Aufbau der eigenen Reputation außerdem nicht damit, zu viel Privates von sich preiszugeben. Ihre Kunden suchen weniger Gossip oder Infos über Ihre Hobbys, als vielmehr erstklassige und bezahlbare Problemlösungen und Dienstleistungen.

Vernetzen Sie sich zudem mit anderen Experten und Meinungsführern auf den unterschiedlichen Portalen und teilen Sie auch gerne mal deren Inhalte. Damit zeigen Sie, dass Sie wichtige Stimmen in Ihrer Branche verfolgen und auch deren Argumente und Ideen reflektieren.

Wenn Sie thematisch mehr ins Detail gehen möchten, können Sie darüber hinaus einen eigenen Blog verfassen. Vom Fitnessexperten bis hin zum Finanzguru hat schon so manch ein Unternehmer mit regelmäßigen Webbeiträgen an seinem Image als Fachmann erfolgreich geschraubt.

Unternehmenswebsite als Plattform

Wer mit seiner Persönlichkeit punkten möchte, sollte als solche auch auf der Internetseite des Unternehmens deutlich erkennbar sein. Skizzieren Sie hier Ihre Biografie nach und weisen Sie so auf Ihren großen Erfahrungsschatz hin. Was haben Sie als Unternehmer bereits erreicht? Welche Misserfolge mussten Sie hinehmen? Wer ein authentisches Bild von sich zeichnen möchte, sollte nicht davor zurückschrecken, Höhen und Tiefen der Firma und Vita aufzuzeigen. So wecken Sie womöglich erst das Interesser für Ihre Person. Ein Bild von Ihnen sowie eine Verlinkung auf Ihre Social Media-Kanäle sind auf der Unternehmenswebsite ebenfalls Pflicht.

Suchen Sie Medienkontakt

Egal, ob lokale, überregionale oder Fachpresse – treten Sie mit Journalisten in Kontakt, um Ihre Bekanntheit zu erhöhen. Schicken Sie dazu beispielsweise Pressemitteilungen mit markigen Statements raus oder bieten Sie Zeitungen Interviews an, die zu Ihren Themenbereichen passen. Diese können sich je nach Anlass und Medium auf Ihre Branche, Ihre Position als Unternehmen in der Region oder als Arbeitgeber allgemein beziehen. Zuvor sollten Sie aber – gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur oder Ihrer Presseabteilung – herausarbeiten, warum gerade Sie ein interessanter und wichtiger Gesprächspartner für Journalisten sind.

Um die Berichterstattung über Sie zu fördern, ist es hilfreich, den Redakteuren schon auf der Unternehmenswebsite Pressematerial zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört auch ein Porträtfoto in druckfähiger Auflösung, welches die Journalisten einfach herunterladen können. Notieren Sie außerdem Kontaktdaten, unter denen die Presse Sie oder eine Kontaktperson für Rückfragen ereichen kann.