Branding – ein Erfolgsmodell nicht nur für Global Player

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt jedes Jahr durch eine groß angelegte Verbraucherbefragung die sogenannten Best Brands. Aber was hat es mit einem Brand, also einer Marke, bzw. dem Prozess des Branding eigentlich auf sich? Und wie können auch kleine und mittelständische Unternehmen von einem erfolgreichen Branding profitieren? Anhand einiger Beispiele möchten wir Ihnen nachfolgend ein Verständnis des Begriffs Branding vermitteln und Ihnen gleichzeitig Wege zur Umsetzung im eigenen Unternehmen eröffnen.

Branding: Deutlich mehr als ein Brandzeichen

Der Begriff Branding geht zurück auf die Viehhaltung, in der Tiere mit einem Brandzeichen markiert wurden, um sie ihrem Besitzer zuzuordnen. Im heutigen Marketingmix versteht man unter Branding den Aufbau und die Pflege eines Markenimages. Das Firmenlogo ist ein wichtiger Bestandteil im Branding-Prozess. Zu den wohl bekanntesten Wort-Bild-Marken weltweit zählt das Apfel-Logo von Apple, der Schriftzug und die Farbgebung von Coca Cola oder auch die lila Kuh von Milka.

Anwendungsgebiete für KMU

Was haben nun diese Erfolgsbeispiele mit dem Geschäftsalltag in KMU zu tun? Jede Menge, meint Markenstratege Michael Brandtner, Autor des Fachbuchs „Brandtner on Branding“. Darin räumt er mit dem weitverbreiteten Vorurteil auf, dass Branding nur etwas für Großunternehmen sei, die sich teure Maßnahmen wie TV-Werbung leisten können. Er vertritt den Standpunkt, dass es strategisch keinen Unterschied mache, einen kleinen Betrieb oder einen Global Player zur Marke zu machen. Lediglich die Wahl der passenden Kommunikationsmaßnahmen ist unterschiedlich: Während sich für den Global Player TV-Spots durchaus lohnen können, empfiehlt sich für den Einzelhändler eher ein attraktiver Internetauftritt oder regionale Anzeigenschaltung.

Wie Sie in die Köpfe Ihrer Kunden kommen

Wenn Sie konkret Interesse an der Erarbeitung einer individuellen Markenstrategie haben, dann sollten Sie die folgenden Auswertungen internationaler Statistiken der australischen Agentur One Deep Design beherzigen:

Bieten Sie wirklich guten Kundenservice

Markenstrategie hin oder her: Ein unzufriedener Kunde wird die Geschäftsbeziehung mit Ihnen beenden.

Pflegen Sie Ihren Print– und Online–Auftritt

Das Auge kauft mit, denn Kauf basiert auch auf visuellen Reizen. Ob Website oder Broschüren - seien Sie in puncto Design auf dem neuesten Stand.

Content mit Mehrwert bieten

Statt leerer Floskeln, bieten Sie Ihren Kunden stets Content (Inhalte, z.B. in Form von Fachartikeln oder Bilderstrecken), der ihn informiert oder unterhält. Das spricht sich herum und beschert Ihnen entsprechenden Zulauf.

Emotionen ansprechen

Produkte und Dienstleistungen, mit denen Kunden positive Emotionen verbinden, setzen sich bei Kaufentscheidungen ganz klar durch.

Bieten Sie Überraschendes

Nichts ist langweiliger als der Alltagstrott. Erfinden Sie sich neu, aber bleiben Sie sich dabei treu. Das belohnen Kunden langfristig. Frischen Sie Ihr Marketing deshalb beispielsweise mit einer originellen Idee auf. Anreize dafür bietet der Blogartikel „Warum so ernst? Kreative Marketingideen führen gewitzt zu mehr Popularität!

Feedback einholen und richtig bewerten

Geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit Feedback zu geben und berücksichtigen Sie dabei, dass hinter jeder negativen Rückmeldung 26 Kunden stehen, die sich nicht gemeldet haben, aber ebenfalls negative Erfahrungen gemacht haben.

Jetzt sind Sie am Zug: Nehmen Sie Ihr Markenimage jetzt selbst in die Hand bevor Sie von anderen „gebrandmarkt“ werden!