Crowdfunding: 4 Tipps für eine Finanzierung mit dem Schwarm

Mit Crowdfunding lassen sich Ideen unabhängig von herkömmlichen Finanzierungswegen verwirklichen – einfach, weil genug Menschen sie verwirklicht sehen wollen. Aber wie erreicht ein junges Startup Investoren, wie ein Verein oder eine Band Unterstützer?

Die folgenden Tipps sollen den Weg zu einer erfolgreichen Schwarmfinanzierung ebnen:

1. „Wissen ist Macht“

Wer ein Crowdfunding starten will, sollte sich vorab umfangreich informieren und wissen, auf welcher Plattform er starten will. Außerdem sollte sich mit den rechtlichen und steuerlichen Folgen eines Crowdfundings vertraut gemacht werden.

Auch wichtig: Wie haben andere Startups und Starter vorher ihre Kampagnen aufgezogen? Was lief bei ihnen gut, was nicht? Oft lohnt es sich, auf die Initiatoren erfolgreicher Kampagnen zuzugehen und sie nach Tipps zu fragen. Auch auf den Erfahrungsschatz der Crowdfunding-Plattformen kann zurückgegriffen werden.

2. Unterschätze den Aufwand nicht!

Video drehen, Texte schreiben, ein paar Leute in den Social Media auf das Funding aufmerksam machen, Geld einsammeln, fertig: So stellen sich viele Leute den Aufwand für ein Crowdfunding vor. Doch das ist ein Trugschluss. Bei einem Crowdfunding kommt es darauf an, genug Ressourcen und Zeit einzuplanen, wenn es um die Vorbereitung geht.

Zudem kommen schon während der Kampagne immer neue zeitintensive Aufgaben hinzu – etwa die Beantwortung von Presseanfragen oder der Dialog mit der Crowd. Und nicht zuletzt bleiben die Supporter auch nach der Finanzierung ein Teil des Ganzen und haben Anspruch und Interesse, weiterhin über die Entwicklung des Projektes oder des Unternehmens informiert zu werden.

Wer hier rechtzeitig die nötige Planung angeht und in der Crowd nicht nur Geldgeber sieht – Stichwort Crowdsourcing –, kann später entspannter kommunizieren.

3. Qualität gewinnt

Crowdfunding bedeutet zwar, dass eine Masse an Menschen begeistert und aktiviert werden soll, aber dennoch muss dabei auch die individuelle Ansprache gelingen. Hier zählt vor allem die Qualität der Präsentation – angefangen beim Pitch-Video, den Bildern und den Texten. Wer also kein Experte für Video-Produktion, Fotografie oder PR ist, sollte sich rechtzeitig Unterstützung an Bord holen, damit die Kampagne eine runde Sache wird.

4. Das A und O des Crowdfundings: Kommunikation

Der Erfolg einer Crowdfunding-Kampagne ist maßgeblich von der Kommunikation abhängig. Vor und während des Fundings ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen von der Idee erfahren. Hier gilt es, den Leuten eine Geschichte zu erzählen, die glaubhaft und authentisch ist – Stichwort Storytelling. Schließlich soll gezeigt werden, dass die vorgestellte Idee für eine Vielzahl von Menschen spannend oder nützlich ist.

Die Präsentation sollte dabei so eingängig wie möglich sein. Hilfreich ist die Orientierung an drei bis fünf Kernargumenten oder -thesen, die die wichtigsten Eckpunkte einer Story bilden und an denen jede Kommunikations- und Marketingmaßnahme bemessen werden kann.

Wer bei Facebook & Co. regelmäßig Beiträge, Updates und Fotos zum Projekt teilt, vergrößert, gewinnt neue und alte Fans für seine Crowd. Auch Pressearbeit sollte unbedingt in den Kommunikations-Cocktail. Gerade Projekte, die lokalen Bezug oder Impact haben, profitieren von Berichterstattung.

Die Kommunikation rund um eine Kampagne ist aber alles andere als eine Einbahnstraße: Der Dialog mit der Crowd ist ebenso essentiell, wie das richtige Storytelling. Da Crowdfunding von Transparenz und Nahbarkeit lebt, ist es wichtig, den Unterstützern genügend Informationen über das Projekt zu geben. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: öffentliche Kommentare und Fragen zulassen, den direkten Kontakt bei Events anbieten oder per Mail und Telefon zur Verfügung zu stehen.

Wer bei allen Maßnahmen rund um seine Crowdfunding-Kampagne im Hinterkopf behält, dass die Crowd nicht nur aus Geldgebern, sondern auch aus potenziellen Fans, Markenbotschaftern und Kunden besteht, kann mit seiner Arbeit viel erreichen.