Employer Branding – jeder Mitarbeiter macht Marketing

Wie sehr identifizieren sich Ihre Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen? Diese Frage erlangt im Rahmen des sogenannten Employer Branding höchste Relevanz. Dabei geht es darum, Ihr Unternehmen nach außen als attraktiv zu präsentieren. Zum einen umfasst dies die Steigerung der Unternehmensbekanntheit bei relevanten Kundenzielgruppen. Zum anderen wollen Sie Ihre freien Stellen, mit möglichst wenig Aufwand, mit den besten Talenten besetzen. Und Employer Branding beginnt bei zufriedenen Mitarbeitern!

Eine Studie von Kienbaum Communications offenbart allerdings, dass nur jedes vierte Unternehmen in die Ausbildung der eigenen Mitarbeiter zu Markenbotschaftern investiert. Nur jedes fünfte Unternehmen organisiert Markenschulungen oder Informationsveranstaltungen für die eigene Belegschaft. Im Einarbeitungsprozess, dem sogenannten Onboarding-Prozess, achten noch etwa 60% der Unternehmen darauf, die neuen Mitarbeiter für die Werte und die Kultur des Unternehmens zu sensibilisieren. Bei langjährigen Mitarbeitern wird jedoch nicht mehr so stark darauf geachtet, dass sich diese intensiv mit der Arbeitgebermarke auseinandersetzten und die Unternehmenskultur leben.

Im digitalen Zeitalter hat sich die E-Mail als Kommunikationsmittel etabliert, pro Tag werden in Deutschland über 1 Milliarde E-Mails versendet. Dennoch lässt sich das Papier für fast 18 Milliarden Briefe, die hierzulande jährlich mit der Post

Identifizieren sich allerdings Ihre Mitarbeiter mit dem Unternehmen, dann machen sie die Interessen des Unternehmens zu ihren eigenen und zeigen ein deutlich höheres Engagement. Wichtig ist natürlich, dass Sie als Vorgesetzter diese Markenidentität vorleben und Ihren Mitarbeiter als gutes Beispiel vorangehen.

Nicht zu vernachlässigen sind in diesem Zusammenhang auch die Aktivitäten Ihrer Mitarbeiter in sozialen Netzwerken. Im Jahr 2012 waren 70% aller Internetuser in Deutschland mit Profilen bei Xing, Facebook, Twitter oder Google+ aktiv. Hier können, dürfen und sollten Ihre Mitarbeiter Beiträge zu Ihrem Unternehmen verbreiten. Optimalerweise können sich Ihre Mitarbeiter dabei an einer individuellen Social Media Guideline orientieren. Informationen über Ihr Unternehmen, die in einem dieser sozialen Netzwerke geteilt oder kommentiert wurden, werden von Suchmaschinen positiv als sogenannte Social Signals in ihre Ranking-Analyse einbezogen. Aber Achtung, wenn immer der gleiche Mitarbeiter alle Informationen seitens Ihres Unternehmens positiv bewertet oder teilt, kann schnell der Eindruck entstehen, dies gehöre zu der Aufgabenliste in seiner Stellenbeschreibung.

Verschenken Sie kein wertvolles Potenzial. Arbeiten Sie Ihre Vorzüge als Unternehmen und Arbeitgeber heraus und kommunizieren Sie diese unter Einbeziehung Ihrer Mitarbeiter authentisch und kontinuierlich.