TOPTHEMA / 5 Tipps für Corporate Blogs im Tourismus

Den Rollkoffer fest ans Mountainbike gezurrt, die jüngste Outdoor-Kollektion am Körper und das Smartphone in der Hand – so darf man es sich wohl vorstellen, wenn Lifestyle-Bloggerinnen bei den Bergsportwochen am Wilden Kaiser die Zähne zusammenbeißen. Zielgruppen-Ansprache erstmal verfehlt? Vielleicht. Doch eines stimmt hier: Die Aktion erregt Aufmerksamkeit.

Denn auch wenn Corporate Blogs längst im mittelständischen Marketing angekommen sind, fehlt oft der Mut zum Anders-Sein. Ein Fehler. Denn etwas Mut gehört dazu, um aufzufallen. Und das muss man, um in der Masse an Angeboten nicht einfach unterzugehen. Dazu braucht es vor allem frische Ideen – und die sind nicht unbedingt immer eine Frage des Budgets.

Hier kommen fünf Tipps und Beispiele, wie sich kleine Corporate Blogs in der Reisebranche abheben können:

  1. Die Aktivitäten der eigenen Zielgruppe nutzen 

Ihre Zielgruppe ist in Sozialen Medien aktiv? Erlebtes wird schnellstmöglich mit den passenden Hashtags versehen und in Echtzeit kommuniziert? Dann machen Sie es sich zu nutzen. Denn wer aus der eigenen Einbahnstraßenkommunikation ausbrechen will, tut gut daran mit den Menschen in Dialog zu treten, die sich ohnehin für die eigenen Themen interessieren. Sei es der kleine Touristenort im Voralpenland oder das eigene Ballonfahrt-Angebot – mitreden ist angesagt! 

Ungewöhnliche Ideen schreiben ungewöhnliche Geschichten  

    2. Abwechslung schaffen 

Die Auswahl klassischer Kooperationsmodelle im Tourismus ist oft erstaunlich klein. Eine Nacht im Hotel? Vielen Dank an die Kette meiner Wahl. Der Flug zum nächsten Reiseziel? Ein Anruf bei der Airline genügt. So weit, so unkreativ. Kleinere Reiseunternehmen sind hier oft flexibler und bieten spannendere Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Außerdem sind hier die Abstimmungsschleifen kürzer und die Vorgaben weniger streng. Das eröffnet Chancen für überraschende Ideen. Eine Nacht im Romantikhotel Gipfeltraum? Kann jeder. Drei Tage schwitzen, klettern, strampeln? Gerne mehr davon!

    3. Verbündete suchen 

Motivation ja, Ressourcen nein. Doch muss das wirklich schon das ruhmlose Ende für den eigenen Blog sein? Nicht unbedingt. Letztendlich gilt es, die Last geschickt auf möglichst viele Schultern zu verteilen und dabei über klassische Blogger Relations hinauszudenken. Gibt es im Ort, im Unternehmen, in der Gegend vielleicht jemanden, der interessante Geschichten zu erzählen weiß? Hier kann eine journalistische Herangehensweise durchaus nützen. Denn wer den örtlichen Pistenraupen-Fahrer oder erfahrenen Stadtführer zu Wort kommen lässt, hat nicht nur weniger Aufwand sondern auch frischen Content.

    4. Mit Gleichgesinnten vernetzen

So groß die Versuchung ist, auch auf Blog-Ebene das eigene Süppchen zu kochen, so sehr können sich Kooperationen lohnen. Hier einen Blick über die eigenen (regionalen) Grenzen zu werfen, bietet sich durchaus an – besonders, wenn man letztendlich ähnliche Zielgruppen adressiert. Auch die benachbarte Region denkt über einen eigenen Blog nach? Der Anbieter aus dem Nachbardorf strickt bereits spannende Geschichten rund um ähnliche Themen? Dann gilt es jetzt, über bloße Konkurrenz hinauszudenken und Synergien zu nutzen.

   5. Personalisieren, personalisieren, personalisieren

Soziale Medien leben von persönlichem Kontakt und suggerierter Nähe. Gesichtslose Reise-Reporter sind damit ein No-Go. Wer auf dem Blog schreibt, muss für den Leser greifbar sein. Autorenprofile und persönliche Ansprache sind daher ein Muss.

Denn letztlich ist es doch so: Reisen ist emotional und aufregend – und so sollte auch das Erzählen davon sein. Corporate Blogs im Tourismus müssen diese Leidenschaft auf ihre Leser übertragen, sonst verschwinden sie in der Masse.

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