Online Marketing31.12.16Drucken
Content-Marketing: Diese Formate machen Sie erfolgreich

Content Marketing: Diese Formate machen Sie erfolgreich

Blogs, Videos und Magazine – Content Marketing hat heutzutage viele Gesichter. Doch nicht alle Formate funktionieren gleich gut. Hier erfahren Sie, welche Arten von Content Marketing in der Regel den größten Erfolg versprechen.

Inhaltsverzeichnis

Neue Studie misst Effektivität von Content Marketing

Nicht alle Formate sind gleichermaßen erfolgreich, wenn es darum geht, mittels Content MarketingTraffic auf eine Unternehmenswebsite zu lenken, mehr User-Interaktion zu generieren und das Markenprofil zu stärken. Der "European Content Marketing Report 2016" von Hubspot und Smart Insights beschäftigt sich mit der Effektivität unterschiedlicher Content-Marketing-Formate und hat jetzt seine Ergebnisse vorgelegt.

Blogs sind die erfolgreichsten Formate

Im Zuge des "European Content Marketing Report 2016" wurden zum dritten Mal in Folge führende Content-Marketing-Experten befragt, um Trends und Erfolgsstrategien für diese Marketingform herauszuarbeiten.

Das Ergebnis: 75 Prozent der Befragten nannten Blogs als ihr wertvollstes Content-Marketing-Instrument. Blogposts und Blogartikel wurden von den Experten als besonders effektiv bewertet.

Auf dem zweiten Platz folgten die so oft totgesagten E-Mail-Newsletter sowie Online-Magazine – beide wurden von 66 Prozent der Befragten als effektive Mittel für Content Marketing genannt.

Lange Content-Formate, die dem User viel Lesezeit abverlangen, wurden immerhin von der Hälfte der Content-Marketing-Spezialisten als erfolgreich eingestuft. Das Gleiche galt für Erklär- und Anleitungsvideos in animierter Form.

Vorsätzlich mit dem Ziel der Viralität produzierte Videos, die der Marke zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen sollen, wurden ebenfalls von etwa 50 Prozent der Befragten als effektiv bewertet. Ebenso großen Zuspruch erhielten Webinare als Content-Marketing-Form.

Erfolg ist auch abhängig von Branche und Zielgruppe

Der "European Content Marketing Report 2016" stellte jedoch auch heraus, dass nicht alle Formate, die zunächst erfolgversprechend wirken, von Marketing-Spezialisten auch in der Praxis als effektiv eingeschätzt werden.

So erhielten eigene Markenforen weniger als 40 Prozent Zustimmung unter den Befragten. Das Gleiche galt für Quizze und Wettbewerbe – Maßnahmen, die eigentlich das User-Engagement mit einer Marke erhöhen sollen. Auch mobile Maßnahmen oder interaktive Tools, die auf der Unternehmenswebsite eingebunden werden, so zum Beispiel Spiele oder Rechner, erhielten weniger als 40 Prozent positive Stimmen.

Diese Bewertung von Content-Marketing-Maßnahmen trafen die Befragten allerdings aus ihrem jeweiligen Unternehmenskontext heraus. Nicht jedes Format eignet sich gleich gut für jede Firma und jede Zielgruppe. Am Ende muss jeder Unternehmer selbst herausfinden, welche Content-Formate bei seinen Kunden am effektivsten sind.

Content Marketing: Diese Trends werden 2016 wichtig

Content Marketing ist heute aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Während es vor ein paar Jahren gereicht hat, die eigene Website mit gutem Content auszurüsten, geht es heute vielmehr darum Content zu erstellen, der geteilt, geliked und kommentiert wird und die Einzigartigkeit Ihrer Marke transportiert. Wir zeigen hier, welche Content Marketing Trends 2016 wichtig werden.

Trend 1: Die Innovationsgeschwindigkeit nimmt weiter zu

Es gab eine Zeit, da gab es im Content Marketing nur einen großen Trend: Facebook. Diese Zeiten sind vorbei. Dieses und auch das kommende Jahr ist vielmehr von diversen kleinteiligen Trends wie Instagram, Snapchat, Periscope oder Vine geprägt. Unternehmen müssen lernen, sich schneller und flexibler auf diesen Feldern zu bewegen und vor allem auch aus Fehlern zu lernen. Klare Vorteile haben die, die aus Big Data relevante Smart Data generieren und damit mutige Entscheidungen treffen.

Trend 2: Video Content bekommt noch mehr Bedeutung

Video-Content wird auch im Jahr 2016 das Content Marketing weiter im Sturm erobern. Einer Analyse von Cisco zufolge werden Videos im Jahr 2017 69 Prozent aller Inhalte im Internet ausmachen. Dieser Trend wird durch hochauflösende Smartphone-Kameras befeuert. Apple brachte beispielsweise gerade ein neues iPhone mit einer 12-Megapixel-Kamera auf den Markt. Wenn Sie Ihr Marketing-Budget für das kommende Jahr planen, bedenken Sie also, dass Sie nicht unbedingt eine komplette Video-Crew brauchen. Sie benötigen vielmehr kreative und gute Content-Creater, die Storys mit weitreichender Wirkung erzählen können.

Trend 3: Der Mobile-Bereich wird weiter wachsen

Darauf, dass der Mobile-Bereich im Jahr 2016 noch weiter wachsen wird, können Sie sich verlassen. Er ist einer der wichtigsten Content Marketing Trends 2016. Zur Verdeutlichung: Im Jahr 2015 gibt es weltweit 1,9 Milliarden Smartphone-Nutzer. Prognosen von Statista zufolge werden es im Jahr 2018 bereits 2,6 Milliarden sein. Fangen Sie daher am besten schon jetzt damit an, genug Budget für Responsive Design, Embedded-Videos und andere wichtige mobile Elemente einzuplanen.

BBC-Studie: 5 goldene Regeln für Content-Marketing

Gutes Content-Marketing ist das A und O für jedes Unternehmen, das seine Kunden über das Internet erreicht. Doch wie genau lässt es sich am effektivsten betreiben? In einer aktuellen Studie von BBC Advertising wurden die emotionalen Reaktionen von Internetnutzern auf bestimmte Kampagnen gemessen. Aus diesen bewussten und auch unbewussten Reaktionen lassen sich fünf Regeln für erfolgreiches Content-Marketing ableiten.

1. Betten Sie Ihre Marke in gute Geschichten ein

Im Oktober 2015 maßen Forscher mittels "Facial-Coding" die emotionalen Reaktionen von mehr als 5.000 Internetnutzern weltweit auf verschiedene Content-Marketing-Kampagnen, die auf bbc.com liefen. Dabei fanden sie heraus, dass 63 Prozent der Nutzer nichts gegen werbliche Inhalte in einem redaktionellen Umfeld hatten, solange sie informativ und interessant aufbereitet waren. Eine gute Geschichte ist also von besonderer Bedeutung für ein erfolgreiches Content-Marketing.

2. Setzen Sie auf transparente und informative Inhalte

Eine ebenso große Rolle wie die Qualität der Inhalte spielten auch die Transparenz und der informative Mehrwert von Content-Marketing. 64 Prozent der Befragten lasen gerne inhaltsgeführte Werbung, wenn deutlich gekennzeichnet war, welche Marke dahintersteckt.

3. Definieren Sie das Kommunikationsziel

Machen Sie deutlich, was Sie mit Ihrem Content erreichen wollen, denn auch diese Transparenz wurde von den Internetnutzern sehr wohlwollen wahrgenommen, wie die Studie von BBC ergab. Stellen Sie also schon vorher die richtigen Strategien auf, um ein emotionales Engagement der User zu erreichen. Das kommt sowohl der Bekanntheit als auch dem Image Ihrer Marke zugute.

4. Passen Sie Werbung an den redaktionellen Inhalt an

Die Befragten wünschten sich eine klare Kennzeichnung von Content-Marketing. Eine der wichtigsten Regeln dabei ist, dass sich inhaltsgeführte Werbung ihrem Umfeld anpassen sollte – das gilt sowohl für die graphische als auch für die inhaltliche Aufbereitung. Das macht den Unterschied zu einfachem Display Marketing.

5. Platzieren Sie Content in einem Premium-Umfeld

Die letzte der fünf Regeln, die BBC von der Studie ableitet, passt ganz nebenbei auch stark zu den Interessen der britischen Rundfunkanstalt: Guter Content gehört in ein gutes Umfeld! Ganze 30 Prozent der Studienteilnehmer waren eher geneigt, in Content-Marketing zu vertrauen, wenn es bei sogenannten Premium News Providern auftaucht, als wenn sie bei unbekannteren Anbietern darauf treffen.

Workshops und Co.: Alternativen zur Pitch-Kultur im Content-Marketing

In Sachen Content-Marketing müssen Unternehmen radikal auf Kundenfokus umschwenken. Das sollte auch bei einem Pitch zu spüren sein. Statt starrer, linearer Prozesse, tritt jetzt der Dialog und kollaborative Formen der Zusammenarbeit in den Vordergrund.

Der klassische Pitch: ein Auslaufmodell?

Die Kommunikation zwischen Unternehmen, Marken und Konsumenten ändert sich momentan grundlegend. Konsumenten suchen heute gezielt nach Content zu bestimmten Produkten oder Unternehmen, der ihnen einen expliziten Mehrwert bietet. Sie wollen keine Werbung sehen und kommen manchmal kaum noch mit klassischen Publikationsplattformen in Berührung. Über Search-Funktionen und Social Media sind viele Kunden heute besser informiert, als so mancher Marketer. Gutes Content-Marketing sollte ihnen daher bieten, was sie suchen.

Für Unternehmen ist es jedoch nicht leicht, bei einem klassischen Pitch die passende Agentur für ihre Bedürfnisse zu finden. Für erfolgreiches Content-Marketing brauchen sie Partner, die sich tief in die Unternehmensthemen einarbeiten, diese kreativ aufbereiten und erfolgreich in die richtigen Kanäle platzieren können. Der klassische 90-Minuten-Pitch liefert jedoch in vielen Fällen zu wenig Material für eine fundierte Entscheidung. Neue Pitch-Formate und auch ein Umdenken auf Unternehmensseite müssen her.

Warum Content-Marketing neue Ideen braucht

Auch C3-Geschäftsführer Karsten Krämer fordert im Interview mit t3n eine neue Pitch-Kultur im Content-Marketing. Seiner Meinung nach sind die klassischen Pitch-Strukturen für die neuen Anforderungen von Content-Marketing nicht mehr passend. Auch Oliver Klein von Cherrypicker meint im Interview mit Horizont, dass der klassische Pitch in Hinblick auf die komplexeren Aufgaben und höheren strategischen Anforderungen von Content-Marketing ein ungeeignetes Mittel ist. Statt passiv Lösungen von Agenturen zu erwarten, sollten Unternehmen lieber in den Dialog mit den Kreativen treten. Sowohl Krämer als auch Klein sind sich einig, dass das kreative Potenzial von Content-Marketing sich so am besten ausschöpfen ließe.

Dialog und Kollaboration statt One-Way-Beauftragung

Inhaltszentriertes Marketing erfordert von allen Seiten ein Umdenken. Statt steifer Präsentationen sollten Unternehmen und Agenturen bei Chemistry Meeting und Workshops in den Dialog treten. Von der Strategiearbeit, über die Co-Konzeption und in Workshop-Formaten sollte eng zusammengearbeitet werden. Schließlich ist Content-Marketing kein Gegen-, sondern eben ein Miteinander.

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