Wie Sie eine gute Content-Marketing-Agentur finden

Ohne gelungenes Storytelling geht heute im Marketing nichts mehr - das Erzählen von Geschichten ist einer der wichtigsten Trends in diesem Bereich. Doch nicht jedes Unternehmen hat geeignete Mitarbeiter, die spannende Inhalte im Sinne der eigenen Marke erzählen können. Das übernehmen inzwischen darauf spezialisierte Agenturen. Auf welche Punkte Sie achten müssen, um den passenden Partner zu finden.

Bedarfsanalyse im Vorfeld

Vielen Unternehmen fehlt es nicht nur an Knowhow, sondern auch an Zeit. Das sind die beiden wichtigsten Beweggründe, diese Arbeiten auszulagern. Machen Sie sich zu nächst klar, für welche Zwecke Sie eine Agentur brauchen. Formulieren Sie zunächst einmal Ihre Wünsche. Brauchen Sie sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung Ihrer Content-Strategie Hilfe? Muss ein Redaktionsplan erstellt werden? Oder suchen Sie nur punktuell gute Texter, die Inhalte für Ihren Blog liefern? Soll die Agentur vielleicht sogar nur den Feinschliff von Texten der internen Mitarbeiter übernehmen? Das alles sind Fragen, die im Vorfeld geklärt werden sollten. Zusätzlich sollten Sie sich über die Ziele klar werden, die Sie mit einer Content-Marketing-Kampagne verfolgen. Strategische Überlegungen, wie: Was wollen wir mit Content-Marketing erreichen?, oder: Welche messbaren Ziele streben wir an? spielen eine große Rolle.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick darüber, welche Agenturen im Markt sind. Die Auswahl ist inzwischen riesig. Sie verfolgen unterschiedlichen Content-Marketing-Taktiken. Es gibt beispielsweise SEO-Agenturen, Social-Media-Agenturen, Media-Agenturen und PR-Agenturen. Wählen Sie die Agentur nach den benötigten Kernkompetenzen aus. Sehen Sie sich auch genau an, welche Art von Unternehmen und welche Branchen im Fokus der Agentur stehen. Oft ist es auch hilfreich, Kollegen aus dem persönlichen Netzwerk danach zu fragen, mit wem sie zusammenarbeiten. Sie können wertvolle Empfehlungen geben. Häufig wird auf der Website auch auf Referenzkunden verwiesen. Auch dort lohnt es sich, anzufragen und sich über die Stärken und Schwächen zu informieren.

Der erste Eindruck zählt

Hilfreich ist auch, sich zunächst einmal genauer anzusehen, wie sich die Agentur und ihre Mitarbeiter selbst präsentieren. Wie kommen sie auf der eigenen Website, auf Blogs und den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen rüber? Bei klassischen Content-Agenturen sollten Sie Arbeitsbeispiele anfordern. Ist der Content nicht nur informativ, sondern auch unterhaltend? Und wie steht es um deren eigenes Ranking bei Google? Wenn die Agentur nicht auf Seite eins oder zwei erscheint, lässt das Rückschlüsse auf ihr SEO-Fachwissen zu. Ein weiteres wichtiges Kriterium: Welche Möglichkeiten bietet die Agentur an, um sich laufend über den Erfolg der Content-Marketing-Maßnahmen zu informieren? 

Team checken

Sprechen Sie mit dem Agenturinhaber. Auch hier zählt der erste Eindruck. Ist er gut erreichbar? Nimmt man sich Zeit für Sie, geht man auf Ihr Anliegen ein? Es ist eher selten, dass sich die oberste Etage selbst um die Betreuung eines Auftrages kümmert. Meist wird delegiert. Aber an wen? Klären Sie im Vorfeld, ob die Agentur über kompetente Autoren verfügt. Wer wäre für das Projekt langfristig zuständig? Bestehen Sie auf einen festen Ansprechpartner, das macht die Zusammenarbeit produktiver. Ständig wechselnde Ansprechpartner sind Gift, denn durch Abstimmungsschleifen gehen sowohl Zeit als auch Qualität verloren. Ein fester Ansprechpartner bringt einen weiteren Vorteil: Er arbeitet sich tief in das Unternehmen ein und entwickelt ein Gefühl für dessen Anforderungen.

Probeauftrag gibt Sicherheit

Gehen Sie auf Nummer sicher und geben Sie eine Probearbeit in Auftrag. Dann sehen Sie am besten, ob die Inhalte die gewünschte Qualität erreichen und ob es die Agentur versteht, unterschiedliche Inhalte für die unterschiedlichen Ausspielkanäle zu verfassen. Gelungenes Content-Marketing ist jedoch mehr, als gutes Storytelling. Es geht nicht nur darum, die richtigen Inhalte zu kreieren, sondern diese auch an die richtigen User auszuspielen – und damit im besten Fall die Konversionsraten zu steigern. Erst dann zahlt sich die Investition ins Content-Marketing aus.

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Lisa Priller-Gebhardt

 ist freie Journalistin und schreibt über die deutsche Medienlandschaft, vorwiegend für das Fachmagazin Werben & Verkaufen, aber auch für Kontakter, Welt am Sonntag, SZ sowie den Blog der BLM. Themenschwerpunkte sind Fernsehen, Digitalwirtschaft sowie Printmedien. Nach einem Volontariat bei Hubert Burda Media und dem Besuch der Deutschen Journalistenschule in München arbeitete sie für Bunte, Bild, Freundin, Antenne Bayern und die Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung, Jetzt.

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