Wie man auf die richtigen Content Marketing Kanäle setzt

Unternehmen stehen im Rahmen ihrer Content Marketing Strategie irgendwann an der Stelle, an der sie sich die Frage stellen müssen, ob sie ihren Content auf Facebook, Twitter, der eigenen Website oder auf anderen Kanälen ausspielen. In der Praxis sind Unternehmen sogar schon weiter: Sie betreiben bereits ein paar digitale Kanäle. Ob diese aber sinnvoll sind, zeigt sich spätestens dann, wenn die Content Marketing Strategie nach der Sinnhaftigkeit der Kanal-Auswahl fragt.

Der Zielgruppenfokus bei der Kanalwahl

Auf die Frage, warum das Unternehmen auf Facebook als Kanal setzt, haben in der Vergangenheit viele meiner Seminar-Teilnehmer dieselbe Antwort gegeben: „Weil die Konkurrenz auch schon auf Facebook einen Kanal bzw. eine Seite eröffnet hat.“ Das mag ein möglicher Indikator der Kanal-Auswahl sein, wichtiger ist aber die Frage nach der Kanalwahl der Zielgruppe, die man mit dem Content erreichen will.

Klassische Marktforschung versus Digitalbeobachtung

Diese Frage beantwortet die Marktforschung. Bevor Sie aber 50 Kunden befragen und dann die Ergebnisse hochrechnen, sollten Sie eine Marktbeobachtung in Form einer Monitoring Analyse in Betracht ziehen. Die Monitoring Analyse überprüft, wo über Ihre Content Themen gesprochen wird. Die gesamten Suchergebnisse zu Ihren Themen werden aggregiert. Auf diese Weise entsteht eine Liste von Quellen, die quantitativ geordnet und dann redaktionell überprüft werden muss.

Eine beispielhafte Quellenliste für das Thema „Content Marketing“ finden Sie hier.

Diese Entscheidungsgrundlage sollte jedes Unternehmen besitzen, bevor es sich für eine oder mehrere Kanäle entscheidet. Niemandem ist geholfen, wenn Sie auf einen Kanal setzen, auf dem Ihre Zielgruppe nicht zu Hause ist. Insbesondere für B2B-Unternehmen sollte deshalb geprüft werden, ob Nischen-Foren und andere Online-Plattformen existieren, auf denen sich die Zielgruppen aufhalten und austauschen.

Ebenso wichtig ist die Kenntnis über mögliche Influencer. Die Menschen mit dem größten Einfluss zu einem Thema im Netz sollten Sie kennen und bestenfalls Beziehungen zu ihnen aufbauen. Diese Botschafter sind in der Lage, authentische Dialoge zu Ihren Themen zu führen und dabei auch über Ihre Marken und Produkte sprechen.

Content vor Kanal

Im Social Media Marketing wurde lange Zeit die Kanalfrage vorangestellt. Aus heutiger Sicht ist das nicht mehr sinnvoll. Bei der Entwicklung einer Content Marketing Strategie ist der Startpunkt immer die Zieldefinition. Ziele, die mit Content erreicht werden sollen, müssen auch auf Unternehmensziele einzahlen. Soweit Ziele festgelegt wurden, erfolgt die Konzeption von Content Themen, die mit der zu erreichenden Zielgruppe verknüpft sind. Auch an dieser Stelle kann es Sinn machen, mit einem Monitoring Instrument Ziel-Themen zu validieren. Erst danach sollte eine Kanal-Strategie erarbeitet werden, die Zielgruppen und Content Themen berücksichtigen. 

Fazit:

  1. Setzen Sie die richtigen Ziele im Content Marketing, die auf Unternehmensziele einzahlen.
  2. Entwickeln Sie die richtigen Inhalte für Ihre Zielgruppe.
  3. Hören Sie zu, auf welchen Kanälen Ihre Zielgruppen über Ihre Themen sprechen.
Profilbild von Frank Mühlenbeck
Frank Mühlenbeck

Eine zweistellige Zahl an Unternehmensgründungen in drei Ländern, acht eigene Bücher über Digitales Marketing und zahlreiche Beratungsprojekte bei mittelständischen und großen Firmen machen Mühlenbeck zu einem gefragten Referenten und Experten für digitale Geschäftsmodelle und Online-Marketing mit tiefgreifendem technischen und betriebswirtschaftlichen Verständnis. Schwerpunkte setzt Mühlenbeck bei den Themen Content Marketing und Digitale Transformation. Dazu betreibt er das Digitalmagazin www.transformieren.com.

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