Suchen via Sprachsteuerung – Amazon Echo kommt nach Deutschland

Am 26.Oktober 2016 ist es endlich soweit, dann kommt Amazon Echo, besser bekannt als Alexa, nach Deutschland. Amazon Echo ist ein Lautsprecher, der allein durch die Stimme gesteuert wird und Suchabfragen auslöst, Aktionen durchführt oder direkt Antworten gibt. Ich freue mich wahnsinnig darauf, weil ich glaube, dass der Suchschlitz, den wir bei Google so liebgewonnen haben, irgendwann verschwinden wird.

Schon heute nutzen wir ganz selbstverständlich die Sprachsteuerung auf unseren Smartphones. Den Anfang machte Apple im Jahr 2011, als Siri erstmalig auf dem iPhone 4S verfügbar war. Anstatt einsilbige Sprachbefehle zu verketten, tritt Siri in den Kommunikationsdialog ein. Ich selbst nutze Siri, um Zeit zu sparen, z. B. wenn ich jemanden anrufen will. Aber auch Google Now oder Cortana von Microsoft sind gute Alternativen zu Siri.

Diese persönlichen Assistenten auf dem Smartphone geben zu den unterschiedlichsten Aufgaben eine Hilfestellung. Mit Amazon Echo verhält sich das nicht anders. Das Gerät ist im Stande, Musik abzuspielen, Fragen zu beantworten, Informationen zu liefern. Mit der richtigen App verbunden können auf diesem Wege sogar Käufe getätigt oder die Haustechnik „gepimpt“ werden: Lampen, Lichtschalter oder Thermostate lassen sich dann per Sprachbefehl steuern. So wie bereits Siri und Co. als persönlicher Assistent für unterwegs etabliert sind, soll auch Amazon Echo der unverzichtbare Alltagsassistent im Haushalt werden.

Ich bin gespannt, wie Echo mit der Komplexität der deutschen Sprache zurechtkommt und wie komfortabel diese Assistenz letztlich für den Nutzer ist. Ich glaube, dass sich das Suchverhalten weiterhin zunehmend verändern wird und wir zukünftig mehr Sprachsuchen als Textsuchen ausführen werden. Das bestätigt auch die „Mobile Voice Studie“ von Google, aus der hervorgeht, dass 41% der erwachsenen Amerikaner mindestens einmal täglich eine mobile Sprachsuche durchführen. Hauptnutzungsanlässe sind anrufen, nach dem Weg fragen oder einen Text diktieren.

Egal ob „Hey Siri“, „Ok Google“ oder „Alexa“: alle haben das Ziel, eine Lösung zu bieten. Dies gilt auch für Dienstleistungen und Produkte, denn Suchen wie „Zeig mir einen Tierarzt in der Nähe“ oder „Wo kann ich heute Abend italienisch essen gehen“ werden zukünftig noch mehr genutzt werden. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung für Voice Search ist darauf zu achten, den Anteil der Sprachsuchen bestmöglich zu bedienen und seine eigene Webseite dafür zielgerichtet anzupassen.

Wie kann das konkret aussehen?

Eine Möglichkeit sind z. B. integrierte Antworten auf mögliche Fragen, wie man es aus klassischen FAQs kennt. Ein Handwerker könnte auf die Frage „Wie bekomme ich am besten die Tapete von der Wand?“ mit seiner Fachexpertise entsprechend antworten. Generell gilt es, auf die SEO-Maßnahmen zu setzen, die bereits Online ganz gut funktionieren: Viele positive Bewertungen generieren, klare URL-Struktur schaffen, Longtail-Keywords nutzen und interne Verlinkungen setzen.

Ich bin mehr als gespannt, wie sich die Zukunft der Sprachsteuerung entwickeln wird und wann es zur Selbstverständlichkeit wird, via Sprachsteuerung einen Kaffee zu machen, seine Haustür zu öffnen oder das Taxi zu bestellen. Mal gucken, welche Position Amazon Echo hier einnehmen und wie sehr Alexa sich in unseren Alltag integrieren wird.

Roksana Leonetti

verantwortet in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG in Hannover das Business Development, Produkt- und Prozessmanagement sowie die Produktberatung. Die Schlütersche ist ein Mediendienstleister für kleine und mittlere Unternehmen und entwickelt für ihre Kunden Werbe- und Marketingkonzepte – digital, in Print oder crossmedial, alles aus einer Hand.

Mehr