3 Weihnachtswünsche, die Online-Shops erfüllen müssen

Um im Weihnachtsgeschäft neben den Internetriesen bestehen zu können, müssen kleinere Shops ein paar Grundregeln beherzigen. Dazu gehören beispielsweise ein unkomplizierter Bestellprozess und niedrige Versandkosten. Was sich die Deutschen im Detail wünschen, zeigt die Diva-e Weihnachtsstudie 2018. Sie offenbart, an welchen Stellschrauben E-Commerce-Händler drehen müssen, um vom Weihnachtskuchen ein Stück abzubekommen. „Amazon spielt als Benchmark eine zentrale Rolle, an der sich Shop-Betreiber orientieren sollten“, sagt Sirko Schneppe, CSO Diva-e-Platforms. Der Experte erklärt, worauf Online-Händler achten sollten.

1. Preissensibel ist der Kunde auch an Weihnachten!

Die Deutschen möchten schöne Weihnachtsgeschenke shoppen – und das möglichst günstig. „Wollen Online-Shops beim weihnachtlichen E-Commerce-Fest mitfeiern, müssen sie also die Konditionen der Wettbewerber im Blick behalten“, sagt Schneppe. Laut Studie verlassen 61 Prozent der Deutschen Webshops wegen zu hoher Versandkosten. Vor allem Frauen achten auf moderate Versandkosten und brechen den Bestellvorgang ab, wenn sie ihnen zu hoch erscheinen. Der zweithäufigste Grund, im Internet nach Alternativen zu suchen, sind hohe Produktpreise. 52 Prozent wechseln deshalb den E-Commerce-Anbieter. Inspirieren lassen sich Online-Shopper übrigens gerne von Social-Media-Kanälen. Vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren nutzen Facebook Instagram & Co auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken für die Liebsten.

2. Vertrauen geht vor!

Ganz wichtig ist den Verbrauchern auch ein möglichst einfacher Bestellvorgang. Service ist ein absolutes Muss um die Kunden bei Shopping-Laune zu halten. 49 der Nutzer brechen den Online-Shop ab, wenn die gewünschte Bezahlmöglichkeit nicht verfügbar ist. Mangelnde Seriosität folgt mit 48 Prozent dicht darauf als Abbruchgrund für den Weihnachtsbummel in Online Shops. „Siegel, Referenzen & Co sind wichtige Elemente für E-Commerce-Verantwortliche, um Vertrauen zu schaffen und Seriosität zu erzeugen“, so der Spezialist. 

3. Keep it simple!

Damit das Christmas-Shopping im Netz Spaß macht, sollte es vor allem möglichst einfach sein. Nur noch sechs Prozent der Deutschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke ausschließlich offline. Neben einem unübersichtlichen Design (25 Prozent) geben zu lange Ladezeiten (16 Prozent), das Fehlen der gewünschten Shop-Sprache (11 Prozent) und eine unzureichende Optimierung für Smartphone und Tablet (10 Prozent) den Ausschlag, ob potenzielle Kunden sich gegen die Bestellung in einem Online Shop entscheiden und ihr Weihnachtsshopping lieber auf anderen Kanälen fortsetzen. Dabei hat die Studie auch Unterschiede im Einkaufsverhalten von Männern und Frauen ausgemacht. Während sich Männer eher von langen Ladezeiten und komplizierten Bestellprozessen genervt fühlen, spielt bei Frauen der finanzielle Aspekt eine entscheidende Rolle. Passen die Kosten für den Versand oder Retouren nicht oder ist die gewünschte Bezahlmöglichkeit nicht verfügbar, klicken weibliche User eher zu einem anderen Anbieter weiter als Männer. „Es macht deshalb Sinn, Shops zielgruppenspezifisch auszurichten und zu optimieren“, sagt Schneppe.

Profilbild von Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

 ist freie Journalistin und schreibt über die deutsche Medienlandschaft, vorwiegend für das Fachmagazin Werben & Verkaufen, aber auch für Kontakter, Welt am Sonntag, SZ sowie den Blog der BLM. Themenschwerpunkte sind Fernsehen, Digitalwirtschaft sowie Printmedien. Nach einem Volontariat bei Hubert Burda Media und dem Besuch der Deutschen Journalistenschule in München arbeitete sie für Bunte, Bild, Freundin, Antenne Bayern und die Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung, Jetzt.

Mehr