E-Commerce: Warum Kunden den Einkauf mit vollem Warenkorb abbrechen

Es ist für Betreiber eines Onlineshops zum Haareraufen, wenn Kunden den Warenkorb vollpacken und dann doch nichts kaufen, sondern einfach abbrechen. Manche Nutzer machen das zum Spaß, als Äquivalent zum "Danke, ich schau mich nur um"-Kunden im Geschäft. Andere aber sind mit bestimmten Punkten im Shop nicht einverstanden. Und hier können Sie optimieren.

Wann verlassen die Kunden die Seite?

Nutzer brechen an unterschiedlichen Stellen den Einkauf ab. Stellen Sie fest, wo das am häufigsten passiert: Liegt es an den Zahlungsmethoden, am Versand, am Warenkorb selbst oder an den Preisen? Je nachdem, welchen Schwerpunkt Sie ermitteln können, sollten Sie Ihre Seite noch einmal überarbeiten. Allerdings haben im Rahmen einer Studie 37 Prozent von 19.000 Befragten angegeben, dass sie nie eine Kaufabsicht hatten.

Einkauf schnell und unkompliziert

Sorgen Sie für einen schlanken Verlauf des Einkaufs: Vom Warenkorb bis zum Verlassen des Shops sollten nicht mehr als fünf Schritte nötig sein. Verlangen Sie nicht mehr Informationen von den Nutzern, als unbedingt nötig ist! Eine Adresse reicht, und Sie können überlegen, ob Sie wirklich die Telefonnummer brauchen. Viele Kunden springen ab, wenn sie feststellen, dass sie ein Kundenkonto anlegen müssen. Machen Sie also auf jeden Fall auch Gastkäufe möglich!

Versand und Zahlungsmethoden

Online-Konsumenten wollen ihre Waren unkompliziert und schnell haben. Wenn Sie daher Zustellfristen von bis zu zwei Wochen angeben, werden die meisten Interessenten auch bei einem vollen Warenkorb noch abspringen und sich jemanden suchen, der schneller liefert. Ermöglichen Sie am besten auch die Wahl zwischen verschiedenen Zustelldiensten.

Viele Kunden springen auch ab, wenn sie feststellen, dass ihnen die Zahlungsmethoden nicht zusagen. Sehr beliebt ist noch immer die Zahlung auf Rechnung. Aber auch die Möglichkeit, über PayPal zu bezahlen, trägt für manche Nutzer zur Kaufentscheidung bei. Grundsätzlich gilt, dass Sie sich mit den bevorzugten Zahlungsmethoden Ihrer Zielgruppe vertraut machen und sie anbieten sollten.

Der Warenkorb selbst

Gerade, wenn der Einkauf länger dauert, verliert der Kunde schon einmal den Überblick. Zeigen Sie die ausgewählten Stücke daher mit Foto und Kurzinformation an. Wichtig ist auch, dass Sie im Warenkorb selbst immer den aktuellen Preis angeben, sodass es später keine unliebsamen Überraschungen gibt. Hinweise auf die Sicherheit der Daten, Gutscheincodes und die Links "Weiter einkaufen" und "Zur Kasse" tun ihr Übriges, um die Kunden bei der Stange zu halten. Bei Abbruch ganz am Ende haben die Nutzer meist anderswo niedrigere Preise gefunden.