Heute schon gejodelt?

Studi.vz ist tot, Facebook ist out, es lebe Jodel! Noch nie was von Jodel gehört? Dann wird es aber Zeit: Seit knapp zwei Jahren ist die App nun schon im App-Store und wird überwiegend von Studenten genutzt.

Was ist Jodel?

Jodel ist eine kostenlose App, die es im App Store für iPhones und im Google Play Store für Android-Smartphones gibt. Bei Jodel steht der Inhalt im Vordergrund. Es gibt keine sichtbaren Nutzerprofile, sondern nur Nachrichten und Bilder – diese werden Jodel genannt. Die Jodel aus der näheren Umgebung werden zuerst angezeigt, gefolgt von den Jodel, die weiter weg sind.

Wer steckt hinter Jodel?

Die App wurde von Jungunternehmer Alessio Borgmeyer entwickelt und ist europaweit bekannt. Zu den Investoren des Unternehmens gehören Rockets Global Founders Capital, Business Angel Felix Haas, Redalpine und VC RubyLight.

Wie funktioniert Jodel?

Auf Jodel werden Nachrichten geteilt, ohne einen klaren Absender zu haben und nach Entfernung zum Nutzer angezeigt. Es gibt drei durchführbare Interaktionen: einen Jodel veröffentlichen, einen Jodel kommentieren und einen Jodel up- oder downgraden. Dafür bekommt der Nutzer Karma-Punkte, die für bessere Laune sorgen sollen.

Wer nutzt Jodel?

Überwiegend Studenten – der Rollout der App erfolgt an Universitäten und Hochschulen. Der Launch fand im Oktober 2014 in Aachen statt. Besonders gut kommt Jodel in Göttingen, Passau, Mannheim und Münster an. Die Verbreitung sowie Nutzung ist an Universitäten und Hochschulen am größten. Die App konnte bereits im ersten Jahr eine Million Downloads erreichen.

Was wird auf Jodel geteilt?

Die kurzen Nachrichten, die jede Person aus der Community im Umkreis von zehn Kilometern sehen kann, beinhalten Beobachtungen, Fragen, Sprüche oder Witze. Auf den geteilten Bildern sieht man vor allem Alkohol und Nahrungsmittel oft in Kombination mit Lernunterlagen, PC-Bildschirmen und WG-Zimmern. Tierbilder, insbesondere von Katzen, sind auch ganz vorne – jedenfalls in Hannover.

Warum ist Jodel so beliebt bei Studenten?

Da nicht nachvollzogen werden kann, wer den Jodel geteilt hat, muss man auch weniger bis gar nicht dran denken, was man schreibt. Somit steht allein der Inhalt im Vordergrund, egal wer ihn geschrieben hat. Die Stimmung kann somit an einem Ort sehr authentisch wiedergegeben werden, ohne dass ein Filter, wie z. B. wer die Nachricht geschrieben hat, davorgesetzt ist.

Kann ich auf Jodel Werbung für mich machen?

Aktuell gibt es keine Möglichkeit, auf Jodel Werbung zu schalten – anders als z. B. auf Facebook via Ads. Jedoch kann man sich den Spaß machen, ein Bild seines Produktes und eine lustige Anmerkung zu posten und zu schauen, was passiert. Eine ehrlichere Meinung wird man nicht bekommen können.

Wie wird sich Jodel weiterentwickeln?

Für Oktober 2016 ist ein umfangreicher Relaunch geplant, der es Nutzern künftig erlauben soll, Interessengruppen beizutreten. Für die Nutzer würde diese Veränderung zu einer besseren Orientierung in der App führen, und sie könnten gleich in den relevanten Themenbereichen losjodeln.

Roksana Leonetti

verantwortet in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG in Hannover das Business Development, Produkt- und Prozessmanagement sowie die Produktberatung. Die Schlütersche ist ein Mediendienstleister für kleine und mittlere Unternehmen und entwickelt für ihre Kunden Werbe- und Marketingkonzepte – digital, in Print oder crossmedial, alles aus einer Hand.

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