So funktioniert erfolgreiches Retargeting

Retargeting, auch Remarketing genannt, ist eine Werbestrategie, die sich in einem umfassenden Wandel befindet. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Möglichkeiten voll ausschöpfen können.

Die Grundzüge des Retargeting

Wer einen Webshop hat, weiß, dass nicht frustrierender ist als ein Kunde, der seinen Warenkorb vollpackt und den Kaufvorgang dann abbricht. Im Rahmen des Retargeting können Sie ihm, wenn er auf anderen Seiten unterwegs ist, die Dinge anzeigen lassen, die er beinahe gekauft hätte. Mit einem zusätzlichen Anreiz wie etwa "heute ohne Versandkosten" können Sie ihn trotz des Abbruchs noch zum Kauf bewegen. Das Thema der Websites, die der Besucher Ihres Shops besucht, spielt dabei keine Rolle und muss mit Ihren Produkten nicht verwandt sein – schließlich wissen Sie ja schon, dass Interesse besteht.

Auch denjenigen Besuchern, die in Ihrem Webshop nur einmal schnuppern wollten, können Sie Beispiele für Ihren Suchbegriff auf anderen Seiten anzeigen lassen. Diese sind etwas weiter gefasst als bei den Besuchern, die den Einkauf abgebrochen haben – hier kannten Sie ja schon das exakte Modell und die Marke. Und auch denjenigen, die bei Ihnen bereits etwas gekauft haben, können Sie noch Vorschläge machen: Ergänzende Angebote wie etwa bestimmte Spiele, wenn jemand eine Konsole gekauft hat, führen die Kunden manchmal für einen weiteren Einkauf zurück auf Ihre Seite.

Alle Informationen ausnutzen

Ein erfolgreiches Retargeting kommt vor allem dann zustande, wenn Sie alle Informationen über Ihre Kunden nutzen, die Sie bekommen können. Dafür lohnt es sich vor allem, Kampagnen etwa über Google AdWords zu starten, die personalisierte Werbung ermöglichen. Hier können Sie zum Beispiel die Zielgruppen definieren. Ist der Traffic in Ihrem Shop noch überschaubar, sollten Sie alle Besucher Ihrer Seite als Zielgruppe angeben. Bei deutlich höheren Besucherzahlen jedoch kann es Sinn machen, dass Sie feiner zwischen den Nutzern unterscheiden, die bestimmte Werbungen zu sehen bekommen sollen.

Ist Ihr Webshop etwa in unterschiedliche Themenbereiche unterteilt, können Sie für die jeweiligen Besucher gesonderte Anzeigen ausgeben. Gleiches gilt, wenn Sie mehrere Marken verkaufen und einige Nutzer ganz offensichtlich eine bestimmte Marke bevorzugen. Sie können Ihre Zielgruppen nach dem Alter, dem Geschlecht oder auch nach der Region auswählen. Sogar der Beziehungsstatus kann je nach Produkt eine Rolle spielen. Diese Informationen sind zum Beispiel bei Facebook einsehbar, und so können die Kampagnen genau hier auch gut laufen. Viele Nutzer geben hier auch ihre Interessen an, oder sie können anhand der Aktivitäten leicht ausgelotet werden. So entsteht hier für das Retargeting ein umfassendes Porträt des Nutzers.