So pushen Sie Ihren Online-Shop

5 Tipps, um die Bekanntheit sowie den Umsatz Ihrer E-Commerce-Plattform zu steigern

1. Suchmaschinenranking verbessern

Das A und O ist nach wie vor das Suchmaschinenmarketing. „Es ist einer der attraktivsten Kanäle, um Kunden abzuholen, die gerade auf der Suche nach einem bestimmten Thema oder Produkt sind“, sagt Marc Aufzug, Geschäftsführer der Beratungsfirma Factor A. Das bezahlte Suchmaschinenmarketing bei Google sei inzwischen aber sehr teuer. Aufzug empfiehlt daher, das noch recht junge Amazon Marketing Services System AMS zu nutzen, das Konkurrenzprodukt von Google Adwords 55 Prozent aller Produktsuchen starten auf Amazon, so der E-Commerce-Experte. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollten das Angebot nutzen, denn von 52 Mio. Online-Nutzern in Deutschland haben bereits ganze 44 Mio einen Account bei Amazon.

2. Einfallstor Internet-Marktplatz

„Internet-Marktplätze werden immer mehr zum Einfallstor des Kaufprozesses“, sagt Aufzug. Daher sei die Verknüpfung mit Portalen wie Ebay oder Amazon unerlässlich. „Der Traffic auf diesen Seiten ist so hoch, dass auch alle andern Händler davon profitieren und zusätzliche Verkäufe generieren können“, sagt der Manager. Dabei unterscheide man zwischen Vendor und Seller. Der Vendor verkauft direkt an Amazon; das bietet sich für größere Unternehmen an. Der Seller ist Händler und nutzt den Marktplatz Amazon.

3. Kundenbindung

„Es ist günstiger Wiederkäufer zu akquirieren als Neukunden“, weiß Marc Aufzug. Daher empfiehlt er beispielsweise, sie für weitere Käufe zu belohnen. Solche Rabattaktionen steigern zudem die Zufriedenheit der E-Commerce-Nutzer. „Kunden sind online nicht mehr so treu, wie sie es früher im stationären Handel waren. Das liegt zum einen daran, dass die Preis-Transparenz so hoch und der Weg zur Konkurrenz extrem kurz ist“, so der Factor-A-Geschäftsführer. Generell eignen sich zur Kundenbindung neben Aktionen und Angeboten auch Newsletter, die über Neuheiten oder besondere Konditionen für Wiederkäufer informieren, sehr gut.

4. Aus Kunden werden Fans

„Überraschen Sie Ihre Kunden positiv, beispielsweise mit einer individuellen Verpackung oder einem Beileger. Etwas, mit dem sie nicht gerechnet haben“, sagt Aufzug. Jeder E-Commerce-Shop kann zusätzlich mit perfekter Abwicklung punkten. „Dadurch halten Kunden einem Shop am ehesten die Treue, auch wenn das Produkt in einem anderen Shop ein paar Prozent günstiger ist“, sagt Marc Aufzug. Hier könne man viel von Amazon lernen: Die Bezahlung funktioniert mit einem einzigen Click, die Ware wird schnell geliefert und sollte es Probleme geben, zeigt sich der US-Riese stets kulant. Das schlägt sich auch im Feedback nieder: „Positive Bewertungen sind die ideale Referenz, um Neukunden zu gewinnen“, betont der E-Commerce-Profi.

5. Social Media Kanäle nutzen

Interaktiv und direkt mit den Kunden kommunizieren – dafür sollte man Facebook, Instagram und Co nutzen. „Auf den Social-Media-Kanälen haben die Nutzer die Chance, Ihren Shop zu liken und Produkte weiterzuempfehlen“, sagt Marc Aufzug. Wer beispielsweise Instagram nutzt, kann dort einen Vertrauensvorschuss für seine Produkte auf der E-Commerce-Plattform generieren. Große Marken setzen dafür gerne bekannte Influencer ein. Der Nachteil: „Influencer mit einer halben bis einer Million Follower kosten inzwischen richtig Geld“, gibt Aufzug zu bedenken. Kleinere Shops können daher auch auf wenig reichweitenstarke Testimonials zurückgreifen. Hauptsache sie sind authentisch, seriös und ihr Image und Tun passt zum Produkt. „Auch das bringt interessierte Besucher auf den Shop.“

Profilbild von Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

 ist freie Journalistin und schreibt über die deutsche Medienlandschaft, vorwiegend für das Fachmagazin Werben & Verkaufen, aber auch für Kontakter, Welt am Sonntag, SZ sowie den Blog der BLM. Themenschwerpunkte sind Fernsehen, Digitalwirtschaft sowie Printmedien. Nach einem Volontariat bei Hubert Burda Media und dem Besuch der Deutschen Journalistenschule in München arbeitete sie für Bunte, Bild, Freundin, Antenne Bayern und die Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung, Jetzt.

Mehr