Tipps: Erklärungsbedürftige Produkte erfolgreich vermarkten

Oftmals erschließt sich der Nutzen eines Produkts nicht auf den ersten Blick. Das kann viele Ursachen haben, häufig liegen diese aber bereits im Marketing. Dies gilt sowohl im B2B - als auch im B2C Bereich.  Erfahren Sie hier, wie Sie es schaffen, Ihre Zielgruppe für Ihre Produkte zu begeistern.

Aufmerksamkeit erregen

Erzeugen Sie zunächst Aufmerksamkeit für ein erklärungsbedürftiges Produkt. Nur wenn Ihre Zielgruppe neugierig wird und bereit ist, sich näher mit dem Produkt zu beschäftigen, kommt es im Idealfall auch zum Kauf. Dafür ist es wichtig, die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zu kennen. Dann können Sie zeigen, dass Ihr Produkt genau für diese Bedürfnisse geschaffen ist, für Ihre Kunden einen echten Nutzen hat und einen Mehrwert darstellt. Stellen Sie sich dabei ganz auf Ihre Zielgruppe ein und „sprechen“ Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe. Möchten Sie Hobbyköche etwa von einer neuartigen Küchenmaschine begeistern, sollten Sie weniger von den technischen Daten schwärmen, als vielmehr darauf verweisen, wie das Gerät die Küchenarbeiten erleichtert oder am Ende noch schmackhaftere Gerichte zaubert.

Überzeugende Argumente

Ist es Ihnen gelungen Aufmerksamkeit für Ihre Produkt zu erzeugen, vertiefen Sie im nächsten Schritt das Interesse der potenziellen Kunden. Machen Sie sich Gedanken, mit welchen Argumenten Sie Ihre Zielgruppe am besten überzeugen können. Zeigen Sie, wie Ihr Produkt ein konkretes Problem lösen kann und machen Sie deutlich, warum nur Ihr Unternehmen über die nötige Kompetenz verfügt und besser ist als etwaige Mitbewerber.

Tipp: Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Fragen  Interessenten Ihnen stellen könnten, sodass Sie professionell und souverän antworten können. So könnten Hobbyköche nachfragen, ob sich das Gerät leicht zusammen- und auseinanderbauen lässt und ob die einzelnen Teile in der Spülmaschine gereinigt werden dürfen.

Kommunikationswege

Für die Vermarktung erklärungsbedürftiger Produkte eignen sich die Kommunikationskanäle, die Sie regelmäßig bespielen. Stellen Sie diese Produkte auf Ihrer Homepage vor, veröffentlichen Sie dazu Blogartikel und posten Sie Beiträge in den sozialen Netzwerken. Auch E-Mail-Marketing bietet sich an, wenn Sie bereits über einen festen Kundenstamm verfügen. Bilder oder vielleicht sogar ein Video mit Anwendungsbeispielen veranschaulichen den Nutzen des Produkts oft besser als Botschaften in Textform. Nutzen Sie auch weiterhin das klassische Offline-Marketing: Erstellen Sie Flyer, die Sie an geeigneten Stellen auslegen oder verteilen können. Schalten Sie zudem Anzeigen in der Regionalzeitung oder im Wochenblatt und verfassen Sie einen PR-Text. Behalten Sie aber auch Ihre Ressourcen im Blick. Im Zweifelsfall sollten Sie sich lieber auf wenige Kanäle beschränken, dort aber auf Qualität setzen. Die Empfänger werden sich nur dann vom Nutzen des Produkts überzeugen lassen, wenn auch die Texte und Bilder hochwertig sind und die richtigen Aspekte des Produkts herausstellen.

Strategische Partnerschaften

Suchen Sie nach neuen Wegen, um Ihr Produkt noch besser präsentieren zu können. Welche Unternehmen haben dieselbe Zielgruppe wie Sie? Fragen Sie nach, ob eventuell Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. Ein Möbelhaus mit Küchenabteilung, eine Kochschule oder ein Feinkostgeschäft wären zum Beispiel denkbare Partner für die Vermarktung von Küchenmaschinen. Am besten funktionieren solche Partnerschaften, wenn beide Seiten davon profitieren. Dürfen Sie Ihr Produkt in den Räumen und vor den Kunden Ihres Partners präsentieren, können Sie dieses Event bewerben – was allen Beteiligten zugutekommt. Eine andere Form der Zusammenarbeit können Sie mit Medienpartnern schließen. Bieten Sie beispielsweise der Regionalzeitung an, einen Expertenartikel zum Thema Ernährung oder modernen Kochtechniken zu schreiben. Dies verschafft Ihnen ein gutes Renommee, und die Zeitung freut sich über den hochwertigen Artikel.

Hautnahes Erlebnis

Niemand kauft ein Auto ohne Probefahrt. Seien Sie offen und geben auch Sie Ihren Kunden die Gelegenheit, Ihr Produkt zu testen. Organisieren Sie beispielsweise ein Show-Kochen in der Küchenabteilung eines Möbelhauses oder lassen Sie eine Kursgruppe der Kochschule Ihre Küchenmaschine ausprobieren. Lassen Sie Ihr Produkt für sich sprechen, indem die Eigenschaften Ihres Produkts selbst schon einen Kaufanreiz bieten. Eine Testaktion als Event zu inszenieren wird dazu beitragen, den Interessenten im Gedächtnis zu bleiben.