Das sind die 7 Bestandteile eines professionellen Newsletters

Es ist kein Leichtes, professionelle Newsletter zu erstellen. Da es so viel zu beachten gibt, sieht man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Heute gibt es jedoch verschiedene Möglichkeiten, die das Erstellen eines guten Newsletters vereinfachen. Eine davon ist beispielsweise die Nutzung eines guten Newsletter-Tools. Ein gutes Newsletter Tool hilft Ihnen in der Regel, gravierende Fehler bei der Erstellung des Newsletters zu vermeiden. Auf was Sie außerdem achten sollten, möchte ich Ihnen in kurzen Schritten mitteilen.

Achten Sie bei der Wahl Ihres Newsletter-Tools darauf, dass dieses kostenlose Newsletter Vorlagen anbietet, welche Sie individuell anpassen können. So ist das grundsätzliche Design bereits schon abgedeckt und Sie sparen sich sehr viel Zeit. Ansonsten müssen Sie selbst eine Vorlage mithilfe von HTML aufbauen.

Ein professioneller Newsletter ist normalerweise entweder in Form eines Gitters oder in Blöcken angeordnet. Dieses Design gilt als einfach lesbar. Damit ist er dem Layout einer Zeitschrift sehr ähnlich.

Dieses Layout befüllen Sie dann mit den folgenden sieben Bestandteilen:

  • Nachrichtenkopf: Absender, Betreffzeile und Pre-Header
  • Textlicher Inhalt
  • Call-To-Action
  • Bilder
  • Kontakt
  • Soziale Medien
  • Links

1.   Nachrichtenkopf

Mit Nachrichtenkopf meine ich alles, was im Posteingang als Vorschau der E-Mail ersichtlich ist. Dazu gehören der Absender sowie der Betreff und der sogenannte Pre-Header. Diese Vorschau ist die erste Hürde, die Sie meistern müssen, damit Ihre Leser Ihren Newsletter anklicken und nicht einfach löschen.

Absender

Überlegen Sie sich, welchen Absender Sie angeben möchten. Dies hängt stark von Ihrer Firmenkultur ab und kann von „Max von Firma XY“ bis zu einem simplen „Firmenname GmbH“ reichen. Diverse Studien belegen, dass ein tatsächlich existierender Mitarbeiter in Verbindung mit dem Namen der Firma zu höheren Öffnungsraten führt als ein anonymer Absender. Denn damit nimmt der Empfänger Sie als tatsächliche Person wahr. Ich persönlich gebe als Absender stets „Michelle von Mailify“ an. Entweder hatten die Leser bereits mit mir zu tun und kennen meinen Namen, oder dann sind sie bei einem späteren Kontakt mit mir ganz überrascht, dass ich tatsächlich existiere. Beides führt zu Sympathiepunkten.

Betreffzeile

Über die perfekte Betreffzeile ließe sich ein ganzes Buch schreiben. Denn nicht nur kommt es darauf an, was Sie dort genau schreiben, sondern auch wie viele Zeichen Sie nutzen und welches Gerät der jeweilige Empfänger zum Lesen nutzt.

Stellen Sie sich die Betreffzeile wie die Schlagzeile einer Zeitung vor. Wenn Sie nicht sofort Ihr Interesse weckt, dann lesen Sie den Artikel nicht.

Definieren Sie, was das Ziel Ihres Newsletters ist und packen Sie die wichtigsten Erkenntnisse daraus in die ersten fünf Wörter Ihres Betreffs. Diese sollten Lust auf mehr machen. Beispielsweise erreichen Sie dies, indem Sie im Betreff eine konkrete Frage an Ihre Empfänger richten.

Überlegen Sie sich auch, die Betreffzeile zu personalisieren. So könnten Sie zum Beispiel den Inhabern Ihrer Kundenkarte einen Private Sale anbieten. Zusatztipp: Übertreiben Sie es nicht der Personalisierung. Es kann schnell unangenehm werden, wenn Ihr Leser das Gefühl bekommt, dass Sie zu viel über ihn wissen. So wäre ein: „Frau Huber, dieser Sonnenhut passt zum Badeanzug, den Sie sich letzte Woche gekauft haben“, etwas übertrieben.

Pre-Header

Der Pre-Header ist derjenige Teil der Nachricht, der direkt unter der Betreffzeile in der Vorschau im Posteingang angezeigt wird. Oftmals steht dort so etwas wie: „Wird die Nachricht nicht richtig angezeigt? Dann klicken Sie hier“. Dabei sind Sie nicht verpflichtet, diesen Hinweis ganz oben in Ihrer Nachricht zu hinterlegen.

Nutzen Sie diesen Platz stattdessen, um Ihren Empfängern weiterführende Informationen zum Newsletter zu geben, indem Sie hier beispielsweise die Betreffzeile ergänzen. Der Link zur Webkopie kommt dann nach dem Pre-Header.

2.   Inhalt

Wieso haben sich Ihre Leser für Ihren Newsletter angemeldet? Was sind ihre Erwartungen? Das sind die grundsätzlichen Fragen, die Sie sich stellen müssen, bevor Sie anfangen zu schreiben.

Haben Sie die Texte für den Newsletter vorbereitet, dann geben Sie Ihren Newsletter jemand anderem zum Gegenlesen. Sollte dies nicht möglich sein, dann empfehle ich Ihnen, den Newsletter von unten nach oben durchzulesen. Somit weiß Ihr Verstand weniger genau, was nachher kommt, und die Chance, Tippfehler zu finden, steigt erheblich.

Wählen Sie eine Schriftgröße zwischen 12 und 14 Pixel und etwa 20 Pixel für alle Titel.

Denken Sie auch an den Teil Ihres Newsletters, der ohne zu Scrollen sichtbar ist. Man nennt diesen Abschnitt auch „Above-the-fold“. Natürlich sollten hier alle wichtigsten Informationen zu sehen sein. Auch sollte hier bereits ein erster Call-To-Action vorhanden sein.

3.   Call-To-Action

Der Call-To-Action (CTA) ist der Button, den es zu klicken gilt. Denn ein Newsletter soll ja ein Ziel haben. Meist möchten Sie damit erreichen, dass Ihre Leser zum Beispiel Ihre Webseite besuchen. Der CTA ist also der Link vom Newsletter zu Ihrer Webseite.

Dieser Button ist strategisch sehr wichtig. Achten Sie darauf, dass er leicht erkennbar ist. Zudem sollte er groß genug sein, um auch auf Mobilgeräten mit dem Daumen geklickt werden zu können.

Im Above-The-Fold können Sie ruhig ein Verb im Imperativ nutzen: „Klicken Sie hier“ oder „Jetzt kaufen“. So können Sie diejenigen Empfänger, die schnell zum Ziel kommen möchten, direkt abholen. Andere Leser werden sich erst den Rest Ihres Newsletters durchlesen, bevor sie sich zu einer Aktion durchringen können. Diese etwas vorsichtigere Zielgruppe bringen Sie weiter unten mit einem etwas zurückhaltenderen CTA auf Ihre Webseite: „Mehr erfahren“ oder „Senden Sie mir weitere Infos“. Überfordern Sie Ihre Empfänger nicht mit allzu vielen CTAs – dies führt eher dazu, dass am Ende gar nicht geklickt wird.

4.   Bilder

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass in Newslettern anstelle von Bildern oftmals nur kleine, rote Kreuzchen angezeigt werden? Viele E-Mail-Clients unterdrücken Bilder standardmäßig. Damit gilt es umzugehen. Machen Sie das Beste daraus:

  • Weisen Sie nach dem Pre-Header auf Ihre Webkopie hin
  • Hinterlegen Sie bei jedem Bild einen ALT-Text – der wird angezeigt, wenn das Bild nicht lädt und sollte Ihren Lesern einen Eindruck davon geben, was auf dem Bild zu sehen gewesen wäre. So können Sie sie motivieren, das Herunterladen der Bilder zu erlauben.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Newsletter auch ohne Bilder Sinn ergibt.
  • Fügen Sie Ihre CTAs nicht als Bilder ein, sondern als HTML-Buttons.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Newsletter zu maximal 40% aus Bildern und zu mindestens 60% aus Text besteht.

5.   Kontakt

Sie sind rechtlich verpflichtet, in jedem Newsletter ein vollständiges Impressum oder einen gültigen Link darauf zu hinterlegen. Achten Sie darauf, dass Sie dieses auch tatsächlich mit „Impressum“ beschriften. Dazu gehören Ihre vollständige physische Adresse, eine gültige Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse. Zudem auch jegliche weitere Angaben wie Umsatzsteueridentifikationsnummer oder Handelsregistereintrag und so weiter, sofern zutreffend. Diese Informationen sollten natürlich ebenso als Text und nicht als Bild eingebunden sein sowie eine Schriftart und – größe verwenden, die leicht lesbar sind.

6.   Soziale Medien

Sind Sie in den sozialen Netzwerken präsent? Dann teilen Sie das Ihren Kunden mit! Wenn Ihre Empfänger Ihren Newsletter lesen, ist es sehr gut möglich, dass sie an Neuigkeiten Ihrer Firma interessiert sind. Zudem können Sie auch Buttons einfügen, die Ihre Empfänger ermuntern, Ihren Newsletter zu teilen. Wenn dann ein Leser Ihren Newsletter teilt, ist das die allerbeste und günstigste Werbung für Sie!

7.   Links

Vor dem Versand müssen Sie auf jeden Fall überprüfen, dass alle Links gültig sind. Nichts ist schlimmer, als wenn Sie den perfekten Newsletter gestaltet haben, aber die CTA Buttons auf eine 404-Seite führen…

Denken Sie auch daran, Ihren Empfängern eine Möglichkeit zu geben, sich von Ihrem Newsletter abzumelden. Dazu sind Sie rechtlich verpflichtet.

Bonus: Vermeiden Sie jegliches Spam-Verhalten

  • Nutzen Sie auf keinen Fall einen anonymen Absender
  • Auch noreply@-Adressen gehören der Vergangenheit an
  • Übertreiben Sie es nicht mit der Punktuation!!! Genauso wenig gehören €€€ in den Betreff!!!
  • SCHREIEN SIE IHRE EMPFÄNGER NICHT AN
  • Vermeiden Sie die übertriebene Nutzung von Marketingwörtern wie «gratis», «Rabatt», «nur kurze Zeit verfügbar» (mehr zu sogenannten Spam-Wörtern, auf die Sie verzichten sollten, gibt es hier.)
  • Vermeiden Sie selts@me Buchstaben und unnatürliche A.B.S.T.Ä.N.D.E.