Die 6 Mythen des E-Mail-Marketings

Die 6 Mythen des E-Mail-Marketings

Viele Unternehmen nutzen heutzutage E-Mail Marketing, um im B2B und B2C Bereich Geschäftsbeziehungen aufzubauen und langfristig zu stabilisieren. Ohne hohen Kosten- und Zeitaufwand lässt sich eine Vielzahl von Empfängern ansprechen, was E-Mail-Kampagnen zu einer attraktiven Marketing-Lösung macht. Doch hin und wieder kreisen Mythen über diesem Thema, die hiermit aufgeklärt werden sollen:

#1: Weniger ist mehr

Ein weit verbreiteter Mythos, der über E-Mail-Marketing liegt, befasst sich mit der Anzahl der versendeten Werbemails. Das Thema wird heiß diskutiert und oftmals heißt es, dass eine zu hohe Frequenz des E-Mail-Versands den Rezipienten abschrecken könnte. Dennoch sollte man sich davon nicht beirren lassen. Wenn der Content der E-Mail interessant und ansprechend gestaltet ist, fühlen sich die Empfänger abgeholt und lesen die Mails gern.

#2: Morgenstund hat Gold im Mund

Darauf sollte man sich nicht überall verlassen – vor allem nicht beim Versenden von E-Mails. Mehrere Studien belegen, dass in den Nachmittagsstunden deutlich mehr Mails gelesen werden, als zu Beginn des Tages, da die Nutzer oftmals erst zur späteren Tageszeit richtig aktiv werden. Dennoch gilt es für jeden, den optimalen Versandzeitpunkt der E-Mails herauszufinden – speziell abgestimmt auf Ihre Zielgruppe.

#3: Der Ton macht die Musik

Gegenüber seinen Kunden und Geschäftspartnern sollte man sich stets gewählt ausdrücken – das ist das A und O. Selbstverständlich ist auf einen angemessenen Ton und gewisse Förmlichkeit zu achten, jedoch ist das längst nicht alles, was eine erfolgreiche E-Mail ausmacht. Vor allem sollten die Prioritäten auf individueller Themenrelevanz, einer gewissen Emotionalität zum Empfänger und der persönlichen Anrede liegen.

#4: In der Kürze liegt die Würze

Nicht immer trifft diese Aussage zu. Auch beim E-Mail-Marketing können diesem Mythos, kurze Emails seien effektiver als lange, mehrere Gründe gegenübergestellt werden, um das Gegenteil zu beweisen. Zum einen kann ein langer Text von Vorteil sein, um seinem virtuellen Gegenüber alle Fragen direkt und übersichtlich in einer Mail zu beantworten. Ein weiterer positiver Effekt, der damit einhergeht – der Aufwand des Kundenservices kann erheblich reduziert werden und dennoch kann der Empfänger seinen Bedarf an individuellen Informationen stillen.

#5: Bilder sind besser als Text

Oft wird angenommen, dass E-Mails durchdesigned und mit visuellem Content gefüllt sein müssen, um für die Kampagne den gewünschten Nutzen zu erbringen. Doch falsch gedacht! Einfache Text-Emails kommen meistens sogar wesentlich besser beim Rezipienten an. Zum einen laden sie schneller und zum anderen bringen sie durch ihre Übersichtlichkeit die Informationen präziser auf den Punkt ohne dabei einen zu werblichen Charakter aufzuweisen.

#6: Kurzer Betreff als Schlüssel zum Erfolg

Diese Tatsache stimmt auch nur teilweise. Definitiv ist die Betreffzeile ein wichtiger Erfolgsfaktor der E-Mail-Kampagne, jedoch bedeutet kurz und prägnant nicht immer gleich hohe Aufmerksamkeit der Empfänger. Oftmals hat sich schon herausgestellt, dass ein längerer Betreff durchaus vermehrt die Neugier der Rezipienten auf den Inhalt steigert.

Fazit: Der Erfolg oder Misserfolg eines E-Mail-Newsletters hängt von vielen Faktoren ab und kann nicht pauschal beantwortet oder in ein starres Regelwerk gepresst werden. Der wichtigste Faktor bleibt jedoch die Relevanz der Publikation, Relevanz des Inhalts und Relevanz in der Zielgruppe. Je nach Zielen und Inhalten können sich Form, Frequenz und Tonality stark variieren. Nur durch eine konsequente Test-Strategie lässt sich der optimale E-Mail-Newsletter entwickeln.

Detlef Arnold

ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von SAINT ELMO’s HAMBURG. Als Schwabe hat er die Cleverness und die Effizienz bereits in den Genen und dazu entdeckte er schon früh seine Leidenschaft für crossmediale Kommunikationslösungen. Er lernte sein Handwerk von der Pieke auf und war Geschäftsführer in nationalen und internationalen Werbeagenturen.

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