Dos und Don’ts für E-Mail-Newsletter - Teil 2

Im ersten Teil des Beitrags wurden die Dos für E-Mail-Newsletter vorgestellt. Lesen Sie nun noch die Don’ts, denn auch hier gibt es eine Menge zu beachten …

DON’T!

1. Wechseln Sie Ihr Thema nicht willkürlich …

Heute habe ich mal was ganz anderes zu erzählen. Passt zwar nicht zu meinen übrigenInhalten, aber die Leser werden’s schon schlucken ...

Vermutlich werden’s Ihre Leser nicht schlucken. Die Folge eines plötzlichen Themen-Wechsels kann sein, dass sich Ihre Abonnenten noch mal überlegen, ob Ihr Newsletter wirklich das Richtige für sie ist. Schließlich haben sie ihre E-Mail-Adresse ja eingetragen, um über ein ganz anderes Thema informiert zu werden. Bleiben Sie also mit jedem separaten Newsletter nahe am passenden –und von Ihren Lesern erwarteten – Kern-Thema.

2. So viel Inhalt wie möglich …

Ich habe so viele neue Produkte und Themen. Interessant sind die selbstverständlich alle, deshalb packe ich sie auch alle in meinen Newsletter.

Besser nicht! Liefern Sie nicht zu viel. Denn riesige Textmengen geben immer das Signal „viel zu tun“. Ihr Newsletter soll schnell auswertbar sein. Und machen Sie ihn nicht zueiner reinen Werbeveranstaltung für sich selbst.

Vielmehr gilt: Weniger ist mehr! Drei bis fünf Themen-Schwerpunkte sind absolut ausreichend. Gestalten Sie Ihre Beiträge am besten so, dass ein kurzer Teaser mit einem weiterführenden Link mit weiteren Infos endet.

3. Newsletter ohne Abmelde-Link

Wer sich einmal für den Newsletter angemeldet hat, sitzt in der Falle und bekommt meine Informationen, solange ich will!

Falsch! Der Hinweis auf eine mögliche Abmeldung ist Pflicht. Mit einem freundlichen Text am Ende der E-Mail informieren Sie Ihren Empfänger, dass er den Newsletter jederzeitabbestellen kann. Die Kündigung soll möglichst bequem sein – komplizierte Abmelde-Prozeduren verärgern den Leser.

4. Farbe ist Trumpf! Hauptsache, es blinkt und leuchtet …

Die Technik macht’s möglich. Deshalb baue ich möglichst viele Farben, Bilder undAnimationen in meine Newsletter ein.

Vorsicht! Natürlich haben Sie die Möglichkeit, durch Bilder zu fesseln. Und HTML-Mails haben auch eine hohe Akzeptanz. Doch der Trend kehrt sich bereits um. Wenn die E-Mail als persönliche und schnelle Botschaft plötzlich verkleidet ist wie ein bunter Prospekt, wirkt sie auch wie eine nüchterne Produkt-Präsentation – und verliert das Signal „persönlich“.

Ein letzter Tipp: Wenn’s möglich ist, werten Sie doch vergangene Newsletter einfach aus und nutzen Sie diese Erkenntnisse direkt zur Optimierung – zusammen mit den Dos ' Don’ts.

Stefan Gottschling

ist leidenschaftlicher Autor, Texter, Berater und Trainer. Er ist seit über 20 Jahren im Marketing tätig und schreibt Bücher über das Texten („Stark texten, mehr verkaufen“, „Texten!“, „Lexikon der Wortwelten“). Er hat als Trainer bis heute viele Tausend Zuhörer begeistert, ist Geschäftsführer des SGV Verlags (www.sgv-verlag.de) und des Texterclubs (www.texterclub.de).

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