Totgesagte leben länger: So nutzen Sie die Vorteile von E-Mail-Marketing

Der Begriff E-Mail-Marketing mag für einige etwas angestaubt klingeln. In Wirklichkeit ist diese Disziplin jedoch einer der strahlenden Stars des Online-Marketings. Denn E-Mail-Marketing bietet Unternehmen einfach, schnell und günstig die Gelegenheit, ihre Kunden passgenau anzusprechen. Hier erfahren Sie, was dabei zu beachten ist.

Von wegen angestaubt! E-Mail-Marketing ist brandaktuell

E-Mail-Marketing wird zu Unrecht als veraltete Methode des Online-Marketings betrachtet. 2015 wurden weit mehr E-Mails verschickt als noch 2014. Genauer gesagt wurden laut Statista im Jahr 2015 weltweit etwa 112 Milliarden geschäftliche E-Mails pro Tag verschickt und empfangen. Und diese Zahl soll in den nächsten Jahren stetig wachsen. Das heißt zum einen, dass sich die Marketer in Zukunft mit guten Ideen gegen eine große Zahl von Konkurrenten durchsetzen müssen. Zum anderen bedeutet es aber auch, dass das Potenzial von E-Mails als Marketing-Maßnahme professionell und effektiv genutzt werden sollte.

Mit Monoqi, Westwing, Brands4Friends oder Limago gibt es heute zahlreiche Unternehmen, die ohne E-Mail-Marketing nicht existieren würden. Ihr Geschäftsmodell basiert darauf, dass Angebote meist nur für eine begrenzte Zeit gelten und stets per E-Mail verkündet werden. E-Mail-Marketing ist also nicht veraltet, sondern aktueller denn je.

Einfach und günstig: Die Vorteile des E-Mail-Marketings

Tatsächlich bietet E-Mail-Marketing zahlreiche Vorteile:

  • Mit Newslettern oder Mailings können Sie sich bei Kunden oder Interessenten wieder zurück ins Gedächtnis rufen
  • Durch gutes E-Mail-Marketing können langfristige Beziehungen mit Ihren Kunden entstehen
  • Es ist technisch simpel, eine Datenbank für E-Mail-Adressen einzurichten und Newsletter zu verschicken
  • Die Kosten von E-Mail-Marketing sind im Vergleich zum Versand mit der Post sehr günstig

Bevor Sie nun in blinden Aktionismus verfallen und Massen-Newsletter oder Mailings an Ihre Kunden verschicken, sollten Sie sich jedoch zuerst Gedanken zu Inhalt, Form und Strategie machen.

Vorteile nutzen: Tipps zum Aufbau und der Gestaltung von Mailings

Massen-Newsletter oder Mailings sollten heute der Vergangenheit angehören. Es geht vielmehr um die persönliche Ansprache. Aus den Klickprofilen erkennen Sie die Präferenzen Ihrer Kunden. Wer Neukunde ist, sollte beispielsweise speziell darauf zugeschnittene Angebote erhalten. Wer besonders viel auf Rabattaktionen klickt, sollte in Zukunft Mailings mit Rabatten bekommen. Wer lange nicht mehr auf Ihrer Seite war, sollte mit entsprechenden Angeboten zurückgewonnen werden.

Im Interview mit der Plattform Online Marketing Rockstars nennt der Online-Marketing-Experte Thorsten Blöcker fünf entscheidende Faktoren für erfolgreiches E-Mail-Marketing:

  1. Relevanter und qualitativer Content
  2. Der Einsatz intelligenter Personalisierungskonzepte
  3. Kanalübergreifende, ganzheitliche Kommunikation
  4. Eine moderne E-Mail-Marketing-Toolarchitektur, die ein kanalübergreifendes Customer Relation Management (CRM) ermöglicht
  5. Trotz allen Automatisierungsbestreben sollten Sie immer kreativ und zielgruppenorientiert bleiben

Spam-Alarm: Beim E-Mail-Marketing nicht übertreiben

Einer der Vorteile des heutigen E-Mail-Marketings ist, das genaue Daten auch eine genaue Zielgruppenansprache möglich machen. Auf unpersönliche E-Mails an alle Kunden auf einmal sollten Sie verzichten. Denn wenn das E-Mail-Marketing ausartet, ist weniger von Marketing als vielmehr von Spam die Rede.

Durch die unbedachte Nutzung von E-Mail-Marketing können Sie jedoch nicht nur Kunden vergraulen – Sie können sich auch auf rechtlich unsicheres Terrain begeben. Um die Vorteile von E-Mail-Marketing für sich nutzen zu können, sollten Sie also einige Grundregeln beachten: E-Mail mit geschäftlichem Inhalt dürfen beispielsweise nur an Adressaten verschickt werden, die ihre ausdrückliche (schriftliche) Einwilligung dazu gegeben haben. Eine ausführliche Übersicht für ein rechtssicheres E-Mail-Marketing finden Sie in diesem Artikel auf der Seite Gründerszene.de.

Auch beim E-Mail-Marketing gilt: Erfolge müssen gemessen werden!

Die Vorteile von E-Mail-Marketing sind nicht mehr nur die passgenaue Ansprache von Kunden, sondern auch die Möglichkeit, Erfolge genau messen zu können. Sie sollten wissen, welches Mailing beispielsweise einen besonders hohen Einfluss auf die Click-Rate hatte und welches nicht.

Studien wie die des Munich Digital Institutes zeigen jedoch, dass die wenigsten Unternehmen ihre E-Mail-Marketing-Aktivitäten richtig auswerten. Demnach messen nur 50 Prozent der Unternehmen, die E-Mail-Marketing betreiben, den Erfolg ihrer Aktionen. Und davon erfassen 30 Prozent lediglich die bloße Zustellung ihrer Mailings und Newsletter.

Um die Vorteile von E-Mail-Marketing zu nutzen, sollten Sie KPIs (Key Performance Indicators) festlegen und regelmäßig messen. Eine Vielzahl von Tools können dabei helfen, diese Aufgabe einfacher zu gestalten.

  • Kleine Unternehmen können auf einfache Lösungen wie Mailchimp oder Cleverreach zurückgreifen
  • KMU können zwischen professionelleren Marketing-Tools wie Emarsys oder Optivo und kanalübergreifenden Cross-Channel-Plattformen wie Salesforce oder Adobe Marketing Cloud wählen

Fazit: E-Mail-Marketing als Chance

Trotz überquellender Postfächer lesen und versenden Menschen überall auf der Welt weiter mit ungebremstem Interesse E-Mails. Viele von ihnen erhoffen sich brauchbare Informationen aus Newslettern oder Mailings. Eine der sinnvollsten Aufgaben des E-Mail-Marketings ist es daher, diese Erwartungen passgenau zu erfüllen. Den Kunden die Informationen zu geben, die sie wünschen, macht den großen Unterschied zwischen Spam und erfolgreichem E-Mail-Marketing.

E-Mail Marketing: 5 Tipps für einen wachsenden Verteiler

Der beste Newsletter bringt nichts, wenn er an einen unbrauchbaren Verteiler versendet wird. Die Liste der Adressen ist beim E-Mail Marketing daher mindestens genauso wichtig wie der Inhalt der E-Mail. Lesen Sie hier, wie Sie neue Abonnenten generieren.

1. Anmeldebox sichtbar platzieren

Je unkomplizierter die Anmeldung für einen Newsletter abläuft, desto mehr neue Adressen generieren Sie für Ihren Verteiler. Potenzielle Abonnenten sollten daher nicht lange nach dem Anmeldebutton auf Ihrer Unternehmensseite suchen müssen. Integrieren Sie die Box zur Registrierung gut sichtbar auf Ihrer Homepage. So machen Sie viele Kunden überhaupt erst darauf aufmerksam, dass es einen Newsletter gibt.

2. Locken Sie mit kleinen Geschenken

Schaffen Sie Anreize für die Anmeldung zu Ihrem Newsletter, beispielsweise in Form von Gutscheinen. Eine Ermäßigung auf den nächsten Einkauf, aber auch andere Präsente sind denkbar. Damit das Geschenk auch wirklich zu einem wachsenden Verteiler führt, muss es auf die Zielgruppe zugeschnitten sein. Nur ein Gutschein oder Extra, das die potenziellen Abonnenten wirklich anspricht, führt auch zu mehr Anmeldungen und einem erfolgreichen E-Mail Marketing.

3. Überzeugende Inhalte

Wer in seinem Newsletter hochwertige Inhalte verschickt, setzt nicht nur für die Anmeldung einen wichtigen Anreiz. Artikel oder Angebote, die dem Leser einen Mehrwert verschaffen, sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass potenzielle Kunden Ihre E-Mails tatsächlich lesen und nicht einfach löschen oder den Newsletter sogar wieder abbestellen. Im besten Fall wächst Ihr Verteiler sogar, weil die bestehenden Abonnenten Ihren Newsletter weiterempfehlen.

4. Gewinnspiele

Neben kleinen Geschenken können auch Gewinnspiele ein hilfreiches Instrument im E-Mail Marketing darstellen. Verlosen Sie zum Beispiel unter allen Neuanmeldungen einen Preis und kurbeln Sie so das Wachstum des Verteilers an.

5. Werbung auf allen Kanälen

Rühren Sie die Werbetrommel für Ihren Newsletter: Dazu können Sie alle bereits bestehenden Kommunikationskanäle des Unternehmens nutzen. Machen Sie zum Beispiel auf Ihrem Facebook-Profil auf den Newsletter aufmerksam – am besten, indem Sie gleich zur Anmeldebox verlinken. Aber auch offline können Sie neue Abonnenten generieren, indem Sie zum Beispiel auf Flyern oder in Printanzeigen regelmäßig einen Verweis auf den Newsletter geben.

Erfolgreiches E-Mail-Marketing: 5 Trends für das Jahr 2016

Wer seine Kunden noch mit anonymen Massenmails bombardiert, hat einen der wichtigsten E-Mail-Marketing-Trends 2016 verschlafen. Er lautet Hyper-Personalisierung in Echtzeit. Welche vier weiteren Trends dieses Jahr ebenfalls wichtig sind, erfahren Sie hier.

1. On- und Offline-Kanäle fließen zusammen

Durch eine verbesserte Customer Experience und Customer Journey wachsen Offline- und Online-Welt heute nicht nur zusammen – sie werden eins. Dadurch kann die passende Botschaft heute zum perfekten Zeitpunkt auf dem richtigen Endgerät oder an einem wichtigen Touchpoint landen. Sie können inaktive Kunden per Brief kontaktieren, E-Mail-Abonnenten via Twitter akquirieren oder Stammkunden direkt im Laden mit Push-Nachrichten ansprechen.

2. Mobil vor Desktop

E-Mail-Marketing sollte nicht mehr nur "auch" auf die mobile Internetnutzung abzielen – es sollte darauf fokussiert werden. Mobile Endgeräte werden heute mehr und mehr zum Standard und könnten die Nutzung von Desktop-Geräten schon bald ablösen. Responsive Design und die mobile E-Mail als Ausgangspunkt der Newsletter-Erstellung sind daher wichtige Trends im E-Mail-Marketing der Gegenwart.

3. Predictive Marketing auch im E-Mail-Marketing

Beim Predictive Marketing ist künstliche Intelligenz am Werk – und die gewinnt auch für das E-Mail-Marketing zunehmend an Bedeutung. Über einen Algorithmus werden hierbei Informationen, die aus den verschiedensten Datenquellen stammen und die ein und denselben Kunden betreffen, zusammengeführt und miteinander verknüpft. Auf Basis dieser Daten können Wahrscheinlichkeiten berechnet und hochgradig individuelle Informationen versendet werden. Jeder einzelne Empfänger bekommt also nur die für ihn relevantesten Informationen.

4. Hyper-Personalisierung in Echtzeit

Eine personalisierte Ansprache ist im E-Mail-Marketing schon lange einer der wichtigsten Trends. Doch im Jahr 2016 sind E-Mails sogar hyper-persönlich. Dank dynamischer Live-Profile können Angebote, Betreffzeilen und der Zeitpunkt des Versands individuell auf den jeweiligen User zugeschnitten werden.

5. Setzen Sie auf GIFs!

Selbst hyperpersonalisierte Newsletter sind meist statisch und werden vom User oft nicht zu Ende gelesen. Animationen und GIFs können gezielt dafür eingesetzt werden, das Layout und den Inhalt optisch zu unterstützen. Animieren Sie beispielsweise Ihren Call-To-Action Button, um diesen vom Design abzusetzen und Ihren Kunden einen Blickfang zu bieten.

E-Mail-Marketing: Call-to-Action gestalten

E-Mail-Marketing gehört zu den klassischen Maßnahmen, mit denen Unternehmen mit ihren Kunden in Kontakt treten. Marketer wissen, dass ein auffälliger Call-to-Action dabei von zentraler Bedeutung ist und den Empfänger zum Klicken animiert. Häufig wird dafür immer derselbe Button verwendet. Sorgen Sie jedoch für Abwechslung, können Sie sogar die Reichweite erhöhen.

Bilder für mehr Klicks

Auch im E-Mail-Marketing sind Bilder von zentraler Bedeutung, denn Bilder animieren fast automatisch zum Klicken. Machen Sie sich dieses Verhalten zunutze und verlinken Sie direkt von dem Bild auf die gewünschte Seite, auf der sich beispielsweise die neuen Angebote Ihres Unternehmens befinden.

Aufforderung zum Weiterleiten und Teilen

Die Empfänger im E-Mail-Marketing sind Ihre Leads – was allerdings nicht bedeutet, dass Sie über diese nicht noch weitere Leads generieren und ihre Reichweite insgesamt erhöhen können. Verwenden Sie einen Call-to-Action, um Ihre Kontakte dazu aufzufordern, die Inhalte Ihrer Mail weiterzuleiten oder zu teilen. Social Sharing Buttons machen es Ihren Empfängern ganz leicht, den Content in ihrem sozialen Netzwerk zu teilen.

Call-to-Action in der Signatur

Marketer verlieren die E-Mail-Signatur leicht aus dem Blick, schließlich wird sie automatisch generiert. Doch gerade die Signatur ist ein geeigneter Ort für einen Call-to-Action. Zusätzlich zu den klassischen Kontaktdaten können Sie beispielsweise auf ihren Twitter-Account verlinken. Sie können aber auch auf anstehende Termine aufmerksam machen, zum Beispiel wenn Ihr Unternehmen sich bei einer Messe präsentiert. Auch ein Hinweis auf Ihre neuen Produkte mit Verlinkung zur entsprechenden Internetseite kann hier untergebracht werden.

Text für persönliche Ansprache

Buttons und Bilder laden ohne Zweifel zum Klicken ein. Aber die direkte Ansprache der Empfänger einzig und allein mit Text ist eine gute Möglichkeit, Ihre Kontakte ganz persönlich anzusprechen. Der Call-to-Action besteht dann darin, Ihren Lead dazu aufzufordern, Ihnen zu schreiben. Fragen Sie ihn beispielsweise, an welchem Produkt er Interesse hat, um ihm dann im zweiten Schritt weitere Informationen oder auch eine Gratis-Probe zukommen zu lassen. Alle Leads, die auf diese Form des E-Mail-Marketings reagieren, sind als potenzielle Kunden besonders wertvoll für Ihr Unternehmen.