Die schlimmsten Webseiten Anfängerfehler

Der erste Eindruck zählt – nicht nur in persönlicher Hinsicht, sondern auch bei der Gestaltung einer Webseite. Die eigene Webseite ist das Aushängeschild ihres Unternehmens im Internet und ein wichtiger Indikator in Bezug auf Kundenansprache, Kundenbindung sowie Kundenakquise. Die Erfahrung zeigt: Bei der Gestaltung werden oft Fehler gemacht, die mit einfachen Kniffen und den folgenden Hinweisen vermieden werden können. Sie wollen sich als Unternehmen ja von seiner besten Seite präsentieren. Denken Sie aber immer daran: Die perfekte Webseite gibt es nicht – Aufwand und Nutzen müssen also in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen.

Klare Definition - um was geht es?

Sie haben das sicherlich schon selbst einmal erlebt: Sie sind auf einer Webseite gelandet und können überhaupt nicht erkennen, worum es dort geht. Weder der Name des Unternehmens noch das Design geben irgendeinen Hinweis auf das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens. Erst wenn man sich die Seite näher betrachtet, ratlos durch die Unterseiten klickt, stellt sich eventuell die Erleuchtung ein.

In solch einer Situation sollte bei Ihnen sofort die „rote Lampe“ angehen: Für ein Geschäft ist es meist schon zu spät, denn der potenzielle Kunde nimmt sich meist nicht die Zeit für eine langwierige Suche. Im schlimmsten Fall haben Sie ihn für immer verloren.

Um das zu vermeiden, beantworten Sie von Beginn die wichtigen Fragen! Wie soll meine Webseite wirken? Welche Zielgruppe möchte ich erreichen? Was hebt mein Unternehmen von Wettbewerbern ab?

Bereits auf der Startseite, genauer auf den ersten Blick, muss ersichtlich sein, was Sie anbieten. Kurze aber aussagekräftige Sätze und die Hervorhebung wichtiger Begriffe helfen dabei, die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen.

Optik - überladene Seiten

Zu viele Farben, die nicht harmonisch aufeinander abgestimmt sind, unterschiedliche Schriftgrößen und Abstände lassen Ihre Seite unprofessionell erscheinen, verwirren die Besucher und schrecken sie ab. Zu viel Text wirkt auf den Besucher langweilig, ohne Absätze und Gliederung kämpft sich kaum ein Leser durch die „Bleiwüste“. Die Faustregel besagt: Maximal zwei bis drei Textformatierungen verwenden sowie kurze, knackige Sätze anstatt großer Textblöcke.

Haupt- und Nebenmenü müssen ebenso klar voneinander zu unterscheiden sein, damit der Besucher nicht durcheinander kommt. Im besten Fall befindet sich im Header-Bereich das Menü mit den jeweiligen Unterpunkten.

Irreführende Navigation

Der Schlüssel für eine einfache Handhabung und zufriedene Kunden ist eine logisch aufgebaute Menüführung. Tipp: Denken Sie aus Sicht des Kunden und nicht aus Firmensichtweise. Im Vorfeld sollten folgende Fragen beantwortet werden. 

  1. Mit welchem Ziel kommt der Kunde auf meine Webseite?
  2. Nach welchen Informationen sucht der Kunde?
  3. Wie ist die Denkweise des Kunden?

Anhand der Antworten kann eine strukturierte Menüführung in Planung gehen und der Kunde kommt auf schnellem Weg zu den gewünschten Informationen.

Mobiloptimierte Webseite

In Zeiten der Digitalisierung nutzen immer mehr Menschen ihr Smartphone oder Tablet, um im Internet zu surfen und einzukaufen. Die Website sollte daher so konfiguriert sein, dass sich diese an alle mobilen Endgeräten, egal ob Smartphone oder Tablet ebenso wie an den Desktop Monitor automatisch anpasst und die Inhalte optimal dargestellt werden.

Doppelte Inhalte und Urheberrechtsverletzungen

Sie schreiben gerade Inhalte für die Webseite und lassen sich nebenbei noch von anderen Konkurrenzseiten inspirieren. Da finden Sie auf einmal eine Textpassage, die Sie hätten nicht besser formulieren können und die Sie per “copy and paste“ übernehmen wollen? Hier ist Vorsicht geboten! Textklau – „nebenbei“ auch ein Verstoß gegen das Urheberrecht - erzeugt doppelte Inhalte auf Webseiten und kann zu einer Abstrafung durch Google führen. Dies macht sich dann im Ranking negativ bemerkbar. Google's Intention: Jeder Inhalt sollte nur einmal im World Wide Web vorhanden sein und einzigartigen Content darstellen. Auch das Bildmaterial sollte mit Bedacht gewählt werden und nicht gegen das Urheberrecht verstoßen. Am Besten, Sie machen Ihre Bilder selbst, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn Sie einen professionellen Fotografen beauftragen, müssen Sie die erworbenen Nutzungsrechte genau definieren und z.B. festlegen, dass Sie diese auch für Social Media verwenden dürfen. Eine preisgünstigere Alternative besteht darin, Bildmaterial bei kostenpflichtigen Bilder-Portalen wie z. B. bei Fotolia.de legal zu erwerben.

Fazit: Die besten Inhalte (Ihre Leistungen) nützen nichts, wenn die Verpackung (Ihre Webseite) nicht das Interesse daran weckt. Denken Sie immer aus Sicht des Kunden, was ihn interessiert, begeistert, weiterhilft und gestalten Sie danach Ihre Webseite.

Marco Frazzetta

ist seit über 10 Jahren als Geschäftsführer von mehreren Unternehmen im Internet tätig. In dieser Zeit sammelte er umfassende Erfahrungen in den Bereichen SEA, SEO, Affiliate Marketing und weiteren Online Marketing Methoden. Nach der Veräußerung eines Unternehmens im Hosting-Bereich Ende 2011, widmet er sich voll und ganz der SEO-Küche und seinen über 70 Online Marketing Beratern.

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