Was Tierbesitzer auf der Website ihres Tierarztes erwarten

„Warum haben Sie eine Website?“ fragte ich neulich meinen Tierarzt. Es dauerte lange bis ich eine knappe Antwort bekam: „Heutzutage spielt sich vieles online ab und man muss im Netz präsent sein.“ Ich bohrte weiter und fragte, ob er sich vorstellen könnte, dass seine Website ihn bei seiner Arbeit unterstützten könnte. „Und wie?“ Diese Frage möchte ich gerne allen Tierärzten beantworten, denn wir Tierbesitzer haben im Gegensatz zum Tierarzt, ganz genaue Vorstellung, was wir alles auf der Website unseres Tierarztes vorfinden wollen. Vom Kunden aus denken, ist hier die Devise.

Gestaltung und Aufbau

Die Website ist das Spiegelbild der Tierarztpraxis im Netz. Farben, die zur Gestaltung der Tierarztpraxis oder im Logo oder auf der Visitenkarte verwendet worden sind, sollten auch auf der Website zum Einsatz kommen (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://tierarzt-sendling.de/). Ein einheitliches Bild ist sowohl analog als auch digital von äußerster Wichtigkeit. Das Erscheinungsbild der Tierarztpraxis wird geprägt und schafft einen Wiedererkennungswert bei den Tierbesitzern. Die für den Tierbesitzer wichtigsten Informationen wie Sprechzeiten, Terminvereinbarung und Notfallnummern sollten sofort im sichtbaren Bereich der Website dargestellt werden (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://www.muenchen-tierarzt.de/). Eine kurze Info zur Tierarztpraxis, Adress- und Kontaktdaten sowie eine Wegbeschreibung im besten Fall mit Kartenintegration sollten erst im Anschluss folgen.

Der Tierbesitzer sollte sich auf der Website gut zu Recht finden, der Navigationsbaum kann oben oder links platziert werden, wichtige Informationen wie Kontaktmöglichkeiten sollten auf allen Unterseiten aufzufinden sein (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://www.tierarzt-berlin.de/). Die Gestaltung sollte insgesamt übersichtlich, strukturiert und klar sein, so dass man sich insbesondere, wenn man die Website via Smartphone betritt, schnell orientieren kann. Auch Bilder können bei der Strukturierung von Websiten zum Einsatz kommen, es muss nur darauf geachtet werden, dass diese nicht zu groß sind, so dass die Website schnell geladen wird und es nicht zu unnötiger Wartezeit beim Nutzer kommt.

Bilder und Texte

In erster Linie geht es um den Tierarzt, seine Qualifikationen, die Tierarztpraxis und das Praxisteam. Das gesamte Praxisteam sollte sich mit Bild und Werdegang bzw. Verantwortungsbereich vorstellen. Auch Bilder vom Empfang, Wartebereich und den Behandlungsräumen geben den Tierbesitzern einen guten Einblick in die Tierarztpraxis – das schafft Vertrauen und Sympathie (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://www.tierarzt-reissig.de/unsere-praxis/wiesbaden.php). Spezialgebiete des Tierarztes und Themenschwerpunkte der Tierarztpraxis sollten besonders hervorgehoben werden. Behandlungsmethoden, Tipps zur Selbsthilfe sowie Aufklärung zu heiß diskutierten Themen wie Kastration oder Ernährung sollten sich auch auf der Website wieder finden (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://www.tierarzt-goebel.de/tierernaehrung/). Somit positioniert sich der Tierarzt klar als Spezialist und sorgt dafür, dass sich Kunden sowie potentielle Kunden vorab oder im Nachgang informieren können und er dadurch Zeit spart.

Aber uns Tierbesitzer interessieren auch die Kosten, die auf uns zukommen. Für häufig in Anspruch genommene Leistungen wie Impfen und Entwurmen oder Operationen wie Kastration oder orthopädische Eingriffe, könnten Preisauskünfte auf der Website genannt werden. Alternativ könnte man auf den Kostenkatalog verweisen, der aber wenig aussagekräftig für einen Tierbesitzer ist, da viele Leistungen zusammenaddiert werden müssen. Auch Zahlungsmethoden (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: https://tierarzt-besserer.de/kosten-und-bezahlmoeglichkeiten/) sollten auf der Website genannt werden, ebenso wie die Möglichkeit die Rechnung in Raten zu zahlen oder wie hoch die Anzahlung bei größeren Eingriffen ist.

Weiterführende Informationen und wichtige Kontakte

Der Tierarzt hat nicht immer Dienst, es sei denn es handelt sich um eine Praxis mit 24-Stunden-Notdienst. In diesen Fällen hilft es den Tierbesitzern, wenn es Hinweise auf die Notdienstauskunft der Tierärztekammer oder den tierärztlichen Bereitschaftsdienst gibt (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://www.kleintierpraxisamhaigst.de/informationen/). Ebenso wie wichtige Adressen, Links und Nummern von Tierheimen und Tierschutzorganisationen, wo man anrufen kann, falls das Tier entlaufen ist oder zu Spezialisten, wenn es um bestimmte Krankheitsbilder geht, die der Tierarzt empfiehlt, weil seine Kompetenz hier endet oder nicht ausreicht.

Auf einer Seite „Aktuelles“ oder gar in einem Blog könnte der Tierarzt oder das Praxisteam über aktuelle Themen wie „Zecken beim Hund“, „Wenn Katzen an Diabetes erkranken“ oder „Krallen kürzen beim Kaninchen“ schreiben (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: https://www.tierarztpraxis-surholt.de/blog-1/). Die Inhalte stärken die Kompetenz des Teams und wiederkehrende Fragen aus dem Praxisalltag könnten hier allen Tierhaltern beantwortet werden. Aber auch Aktionen wie „Patient des Monats“ oder Schulterblicke von Mitgliedern des Praxisteams erfrischen die Website, machen die Tierarztpraxis symphytischer und zahlt ganz nebenbei auf die Suchmaschinenoptimierung der Websiten ein.

Technische Basis und optimierte Darstellung

Heutzutage betreten die Tierbesitzer auf unterschiedlichste Weise die Website des Tierarztes – entweder online via Laptop und Rechner oder mobile via Smartphone oder Tablet. Jedes Gerät hat eine andere Bildschirmgröße und es gibt verschiedene Internetbrowser mit denen man das Internet betreten kann. Dafür muss die Website gewappnet sein. Ein responsives Design, welches sich den Bildschirm des Endgerätes anpasst, ist Pflicht (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://www.tierarzt-hh-altona.de/). Ein stabiles Content Management System über das man Design, Inhalt und Funktionalität der Website steuert, ist ebenso wichtig wie Sicherheitszertifikate, ein rechtskonformes Impressum und Datenschutzhinweise. Diese Anforderungen sind eigentlich nicht branchenspezifisch sondern sollten von jeder Website erfüllt sein.

Funktionen und Lösungen

Die Kür einer jeden TierarztWebsite sind spezielle Funktionen oder Lösungen für die Tierbesitzer. Das kann zum einen die Terminbuchung direkt auf der Website oder auch eine Terminerinnerung via Mail für die nächste Impfung sein. Aber auch digitale Anmeldebögen, die beim ersten Besuch vom Tierbesitzer auszufüllen sind, erleichtern die Arbeit auf beiden Seiten. Dies lässt sich über ein einfaches Formular lösen, welches direkt per Mail an den Mailclient oder die Praxissoftware geschickt wird. Über einen Patienten-Login auf der Webeseite könnten gespeicherte Inhalte aus dem „Aktuelles“-Bereich oder Blog eingesehen, ein Newsletter bestellt oder die digitale Patientenakte eingesehen werden – die Möglichkeiten sind grenzenlos (siehe hierzu nachfolgendes Beispiel: http://magazin.kleintierklinik-hannover.de/).

Es ist gar nicht mal so schwer, eine auf die Bedürfnisse der Tierbesitzer zugeschnittene Website umzusetzen. Jedoch muss den Tierärzten klar sein, warum sie eine Website haben und was sie alles für sie leisten kann. Das Verständnis hierfür ist fundamental. Der richtige Einsatz der Website kann zu einer Erleichterung des Praxismanagements führen, die Tierbesitzer besser aufklären und zu guter Letzt die Reputation des Tierarztes stärken um letztlich mehr Patienten zu erhalten bzw. die Bestehenden an sich zu binden.

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Roksana Leonetti

verantwortet in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG in Hannover das Business Development, Produkt- und Prozessmanagement sowie die Produktberatung. Die Schlütersche ist ein Mediendienstleister für kleine und mittlere Unternehmen und entwickelt für ihre Kunden Werbe- und Marketingkonzepte – digital, in Print oder crossmedial, alles aus einer Hand.

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