Online Marketing16.02.16Drucken
Workshops & Co.: Alternativen zur Pitch-Kultur im Content-Marketing

TOPTHEMA / Workshops & Co.: Alternativen zur Pitch-Kultur im Content-Marketing

In Sachen Content-Marketing müssen Unternehmen radikal auf Kundenfokus umschwenken. Das sollte auch bei einem Pitch zu spüren sein. Statt starrer, linearer Prozesse, tritt jetzt der Dialog und kollaborative Formen der Zusammenarbeit in den Vordergrund.

Der klassische Pitch: ein Auslaufmodell?

Die Kommunikation zwischen Unternehmen, Marken und Konsumenten ändert sich momentan grundlegend. Konsumenten suchen heute gezielt nach Content zu bestimmten Produkten oder Unternehmen, der ihnen einen expliziten Mehrwert bietet. Sie wollen keine Werbung sehen und kommen manchmal kaum noch mit klassischen Publikationsplattformen in Berührung. Über Search-Funktionen und Social Media sind viele Kunden heute besser informiert, als so mancher Marketer. Gutes Content-Marketing sollte ihnen daher bieten, was sie suchen.

Für Unternehmen ist es jedoch nicht leicht, bei einem klassischen Pitch die passende Agentur für ihre Bedürfnisse zu finden. Für erfolgreiches Content-Marketing brauchen sie Partner, die sich tief in die Unternehmensthemen einarbeiten, diese kreativ aufbereiten und erfolgreich in die richtigen Kanäle platzieren können. Der klassische 90-Minuten-Pitch liefert jedoch in vielen Fällen zu wenig Material für eine fundierte Entscheidung. Neue Pitch-Formate und auch ein Umdenken auf Unternehmensseite müssen her.

Warum Content-Marketing neue Ideen braucht

Auch C3-Geschäftsführer Karsten Krämer fordert im Interview mit t3n eine neue Pitch-Kultur im Content-Marketing. Seiner Meinung nach sind die klassischen Pitch-Strukturen für die neuen Anforderungen von Content-Marketing nicht mehr passend. Auch Oliver Klein von Cherrypicker meint im Interview mit Horizont, dass der klassische Pitch in Hinblick auf die komplexeren Aufgaben und höheren strategischen Anforderungen von Content-Marketing ein ungeeignetes Mittel ist. Statt passiv Lösungen von Agenturen zu erwarten, sollten Unternehmen lieber in den Dialog mit den Kreativen treten. Sowohl Krämer als auch Klein sind sich einig, dass das kreative Potenzial von Content-Marketing sich so am besten ausschöpfen ließe.

Dialog und Kollaboration statt One-Way-Beauftragung

Inhaltszentriertes Marketing erfordert von allen Seiten ein Umdenken. Statt steifer Präsentationen sollten Unternehmen und Agenturen bei Chemistry Meeting und Workshops in den Dialog treten. Von der Strategiearbeit, über die Co-Konzeption und in Workshop-Formaten sollte eng zusammengearbeitet werden. Schließlich ist Content-Marketing kein Gegen-, sondern eben ein Miteinander.

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