Videos im Marketing: Vine und Instagram

Für viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist es mittlerweile selbstverständlich im Rahmen des Online-Marketings verschiedene Kanäle zu bedienen und dort Texte und Bilder zu veröffentlichen. Doch wie ist es mit Videos? Lohnt es sich, eigene Clips zu erstellen? Erfahren Sie hier, wie Sie mit den Smartphone-Apps Vine und Instagram kurze Videos drehen und was die beiden Plattformen ausmacht.

Video-Apps: Kurz und einfach

War das Erstellen von Werbefilmen früher ein aufwendiges Unterfangen, machen es die Apps Vine und Instagram dem User ganz einfach. Die Handhabung ist intuitiv: Solange Sie den Aufnahme-Button gedrückt halten wird gefilmt, lassen Sie ihn los, stoppt die Aufnahme. Ein Schnitt entsteht, indem Sie nach dem Loslassen des Buttons auf das nächste Motiv schwenken und die Aufnahme dann fortsetzen. Die Länge der Videos ist bei Vine auf 6, bei Instagram auf 15 Sekunden begrenzt. Während der Aufnahme zeigt ein Balken, wie viel Zeit noch verbleibt. Bei der Veröffentlichung bieten beide Apps die Möglichkeit, den Video-Aufzeichnungen  kurze Texte und Tags beizufügen.

Lohnt sich der Einsatz von Videos?

Schaffen Sie es wirklich kreative Videos zu erstellen, werden Ihre Clips im besten Fall zum viralen Erfolg und verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Wenn sich die Produkte oder Dienstleistungen Ihres Unternehmens an eine junge Zielgruppe richten, kann der Einsatz von Vine oder Instagram besonders lohnenswert sein. Denn die Nutzer beider Apps sind jung: Typische Vine-User sind zwischen 18 und 20 Jahre alt, Instagram-Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Beide Plattformen werden von Frauen etwas mehr genutzt als von Männern. Wenn Sie bereits über Instagram Bilder verbreiten, können Sie Ihre Posts dort einfach um Videos ergänzen. Wollen Sie hingegen ein komplett neues Profil anlegen, sollten Sie prüfen, welche Videoplattform sich für Sie besser eignet.

Vine: Innovativ, aber hierzulande noch wenig verbreitet

Mit Vine können Sie nicht nur  gewöhnlichen Videos, sondern mittels einer  speziellen Funktion auch  sogenannte Stop-Motion-Videos erstellen. Durch das Aufnehmen mehrerer sehr kurzer Sequenzen erzielen Sie den angesagten Daumenkino-Effekt. Ein Aufnahmeraster erleichtert Ihnen das Ausrichten Ihres Smartphones während des Filmens. Weiterer Clou dieser App: Das Video  wird im Loop, also endlos abgespielt – und das solange, wie der Nutzer Freude daran hat.

Vine wurde bereits vor dem offiziellen Release von Twitter übernommen. Hierzulande nutzen zwar erst wenige User die App, doch in den USA erfreut sie sich großer Beliebtheit. Es kann sich also durchaus lohnen auf Vine präsent zu sein, bevor der Trend  Europa erreicht. Als soziales Netzwerk ist Vine die ideale Plattform um Clips schnell zu liken oder zu teilen. Für User gibt es zudem verschiedene Möglichkeiten, auch abseits der eigenen Profilseite neue Videos zu entdecken. Eine Einbindung auf Ihrer Webseite ist ebenfalls möglich. Die Videos  können, anders als bei anderen Apps, nicht nur auf dem Smartphone oder Tablet, sondern auch auf dem PC abgespielt werden.

Instagram: Fotoplattform mit Filmfunktion

Bevor es auf Instagram eine Videofunktion gab, startete das Netzwerk als reine Foto-Plattform. Die Filter, die für Instagram-Bilder zur Verfügung stehen, können Sie auch über die Filme legen. Zudem bietet die App einen Bildstabilisator und ermöglicht den Zugriff auf Fotos und Videos, die bereits auf dem Smartphone gespeichert sind. Die Nutzung von Instagram auf dem PC ist möglich, allerdings weniger komfortabel als bei Vine. Als soziales Netzwerk bietet Instagram nicht so viele Funktionen wie andere Plattformen. Dafür punktet die App mit ihrer Beliebtheit: Mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland nutzen Instagram bereits.