Wie Change-Prozesse durch Kommunikation gelingen: 6 Tipps

Fast überall ist heute Dynamik gefragt – doch Veränderungen führen in Unternehmen leicht zu Irritationen, sie können eine schlechte Stimmung oder sogar Ängste auslösen. Deshalb ist Kommunikation bei Change-Prozessen kein „Beiwerk“, sondern für den Erfolg von entscheidender Bedeutung. Sechs Tipps, wie Veränderungskommunikation gelingt.

1. Versetzen Sie sich in die Situation der Beteiligten.

Nur wer empathisch ist, weiß, welche Informationen von Interesse sind. Welche Stimmung herrscht intern? Welche Befürchtungen sind mit Veränderungen verbunden? Und welche Widerstände sind zu erwarten? Diese Fragen sind gute Ausgangspunkte für Kommunikationsmaßnahmen, die auch Aufmerksamkeit finden werden.

2. Beziehen Sie alle Ebenen ein.

Gerade bei größeren Veränderungsprozessen sind alle Mitglieder einer Organisation betroffen – jedoch nicht in gleichem Maße und in gleicher Intensität. Sprechen Sie daher mit Ihren Kommunikationsmaßnahmen alle an, aber berücksichtigen Sie dabei die Unterschiede in Betroffenheit, Erwartungen und Interessen.

3. Gehen Sie mit Ängsten offensiv um.

Auch wenn Veränderungen am Ende Gutes bewirken sollen, wird der Weg dahin oft von Ängsten begleitet. Die Change-Kommunikation sollte solche Verunsicherungen und Befürchtungen aktiv ansprechen und damit zeigen, dass diese Emotionen normal sind und ernst genommen werden. Kritische Aspekte offensiv anzusprechen schafft Vertrauen und baut Widerstände ab.

4. Thematisieren Sie den Weg zum Ziel.

Veränderung ist ein Prozess, deshalb ist es wichtig, nicht nur das Ziel im Auge zu behalten, sondern sich auf den Weg zu konzentrieren. Dort existieren die gegenwärtigen Probleme. Kontinuierliche und regelmäßige Kommunikation ermöglicht es, den Change-Prozess zu begleiten.

5. Kommunizieren Sie klar und verständlich.

Veränderungen in Organisationen erscheinen oft schwer verständlich, weil sie mit neuen Konzepten und Methoden verbunden sind, die auch unbekannte Fachbegriffe mit sich bringen. Setzen Sie in Ihrer Change-Kommunikation auf klare und verständliche Sprache und vermeiden Sie „Buzzwords“, die professionell klingen, deren Bedeutung aber erst nachgeschlagen werden muss.

6. Zeigen Sie positive Beispiele.

Vorbilder sind hilfreich – wenn Sie zeigen können, welche positiven Auswirkungen die geplanten Veränderungen andernorts bereits hatten. Damit demonstrieren Sie, dass es sich lohnt, durch eine schwierige Zeit zu gehen und sich für den Veränderungsprozess zu engagieren.

Dr. Daniela Burkhardt

arbeitete viele Jahre als Hörfunk- und Fernsehjournalistin sowie als Talk-Moderatorin, vor allem für den Bayerischen Rundfunk (BR), aber auch für private Sender wie Sat1. Die promovierte Germanistin war dann als Unternehmens-Pressesprecherin bei einer Hochschule, einem Verband und in einer IT-Marketing-Agentur tätig. Sie gründete das PR-Weiterbildungsinstitut burcom, das sie 2011 verkaufte.Heute arbeitet sie als Journalistin und vor allem als Medien- und Rhetorikcoach.

Mehr