„Facebook? Dafür habe ich keine Zeit!“

Das ist die häufigste Antwort, wenn ich Unternehmer frage, warum sie noch keine Facebook-Präsenz haben. Doch wer ist das genau, für den sie keine Zeit haben? Über eine Milliarde Menschen nutzen Facebook jeden Tag, und das durchschnittlich fast zwei Stunden. In Deutschland sind es 22 Millionen. Zum Vergleich: Die Gesamt-Auflage verkaufter Tageszeitungen liegt bei rund 17 Millionen, Tendenz fallend. Ein Tatort oder ein Fußball-Länderspiel haben jeweils 10 Millionen Zuschauer, wenn’s gut läuft. Stellen Sie sich nun vor, was es kosten würde, diese Medienkonsumenten anzusprechen. Und vergleichen Sie das mit dem Aufwand für die Pflege einer Unternehmensseite bei Facebook – er beträgt einen Bruchteil davon.

„Aber das ist doch nix für B2B!“

So lautet der nächste Einwand. Marketing-Fachleute halten die Unterscheidung von B2B und B2C inzwischen für überholt und setzen stattdessen auf B2H (Business-to-Human). Schließlich ist die Grenze zwischen privat und beruflich immer fließender und viele Millionen Menschen, die beruflich im B2B-Bereich tätig sind, sind ebenfalls sehr gut über Facebook erreichbar. Hinzu kommt, dass über 80 Prozent das soziale Netzwerk mit dem Smartphone nutzen. Die meisten haben also Facebook immer bei sich – in der Jacken- oder Handtasche, wenn sie nicht gerade drauf schauen. Direkter und persönlicher kann man Nutzer medial nicht erreichen.

„Ich mag lieber persönliche Treffen“

Der persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen, das bleibt auch so. Aber persönlichem Networking sind sehr enge örtliche und zeitliche Grenzen gesetzt. Und wie bleibt man in der Zwischenzeit in Kontakt? Anders ausgedrückt: Wie ruft man sich bei der Zielgruppe regelmäßig ins Gedächtnis zurück? Menschen mit einem privaten Facebook-Profil schätzen daran vor allem, dass sie mit Verwandten, Freunden und ehemaligen Kollegen, die nicht am selben Ort wohnen, spielend leicht in Kontakt bleiben – ganz anders als früher. Eine ähnliche Mechanik greift bei Fanpages, also der geschäftlichen Nutzung von Facebook. Sie sind genauso kostenlos wie ein persönliches Profil, allerdings ist der Weg zum Erfolg viel einfacher, wenn man ein paar Euro in die Hand nimmt. So kann man sich einen Vorteil gegenüber den vielen nicht-zahlenden Facebook-Kunden erkaufen und Posts, Videos und Veranstaltungen zu vergleichsweise geringen Kosten bewerben – mit zweistelligen Euro-Beträgen kann man hier schon einiges bewirken. Kampagnen werden binnen Minuten gestartet und auf Wunsch jederzeit in Sekundenschnelle wieder gestoppt. Dank Erfolgsmessung in Echtzeit können Inhalte und Zielgruppen vorab getestet und jederzeit angepasst werden.

„Facebook macht nur Sinn für große Unternehmen“

Das sehen 1,2 Millionen mittelständische Unternehmen aus Deutschland anders, die bereits eine Fanpage haben, Tendenz steigend. Und über 80 Prozent der deutschen Nutzer haben bei mindestens einem Unternehmen „Gefällt mir“ geklickt. Was aber noch entscheidender für KMU ist: Nirgendwo kann man seine Zielgruppe besser nach Ort und Interessen eingrenzen, selbst bei Google-Werbung nicht. Der Grund dafür ist ganz einfach: Niemand kennt seine Mitglieder besser als Facebook, denn diese füttern den Internetriesen aus dem Silicon Valley durch ihre Aktivitäten auf der Plattform täglich mit Milliarden von Daten. Der Vorteil für Geschäftstreibende: Minimale Streuverluste. Facebook selbst sieht vor allem bei kleinen Unternehmen Wachstumspotenzial und umwirbt sie mit der Charmeoffensive Digital durchstarten inklusive Hilfe für Einsteiger.