Neue Studie: Warum mehr Facebook-Posts nicht immer mehr helfen
07/08/2016 07:24

Neue Studie: Warum mehr Facebook-Posts nicht immer mehr helfen

Bei Facebook-Posts gilt für Unternehmen die bekannte Faustregel: Mehr ist nicht immer gleich besser! Eine neue Studie enthüllt, dass es in der Welt von Social Media nicht auf die Anzahl der Postings ankommt, sondern auf etwas ganz anderes.

Mehr Facebook-Posts in 2016

Zwar ist die Anzahl der Facebook-Posts in 2016 gestiegen – die Interaktionen mit den Usern sind allerdings zurückgegangen. Das haben Analysten des Social-Media-Analytics- und Benchmarking-Tools Quintly herausgefunden, die hierfür im ersten Quartal 2016 insgesamt 140.000 Facebook- und 13.000 Instagram-Profile untersuchten.

Demnach nahm in diesem Zeitraum die Anzahl der täglichen Postings zu – und zwar vor allem bei Unternehmen und Marken, die zwischen 100.000 und einer Million Fans bzw. Follower haben. Diese Firmen und Konzerne setzten im ersten Quartal 2016 durchschnittlich 4,36 Facebook-Posts pro Tag ab, auf Instagram waren es 2,31 Posts.

Allerdings führte diese Steigerung in der Posting-Frequenz nicht etwa zu mehr Aktivitäten und Reaktionen bei den Usern. Ganz im Gegenteil: Im besagten Zeitraum gingen die Interaktionsraten in beiden Sozialen Netzwerken sogar zurück. Das heißt die User reagierten mit weniger Likes, Shares und Kommentaren.

Vor allem bei Instagram war dieses Phänomen ausgeprägt: Dort sanken die Interaktionsraten im Vergleich zum vorigen Quartal bei Bildern durchschnittlich um 27 Prozent und bei Videos um 39 Prozent. Was steckt dahinter?

Gründe für weniger Interaktionen

Die Analysten von Quintly haben dafür zwei Erklärungen. Einmal spiele hierbei ein bekanntes Phänomen aus dem Bereich Social Media eine Rolle, bei dem trotz wachsender Fangemeinde die Interaktionsraten paradoxerweise sinken. Zweitens reagieren User bei einem volleren Newsfeed generell mit weniger Likes und anderen Interaktionen.

Eine weitere Vermutung: Dadurch, dass immer mehr Unternehmen in den sozialen Netzwerken werben, werden User abgeschreckt. Der Kampf um die Aufmerksamkeit ist auf jeden Fall härter geworden. Als Lehre aus der Studie schlägt Quintly Online Marketern vor, nicht auf Masse, sondern Klasse zu setzen, und nur dann etwas zu posten, wenn das Unternehmen auch wirklich etwas zu sagen hat. Die Postings sollten zudem so gestaltet sein, als hätte ein "guter Freund" sie verfasst, kein Multimillionen-Dollar-Konzern.