Nutze Social Media für Dein lokales Marketing

Ob Sie ein Restaurant oder eine Bäckerei oder eine Buchhandlung betreiben oder Wasser verkaufen, Ihr Unternehmen ist in einem sozialen Umfeld eingebunden. Es muss sich nur noch in Social Media zeigen, denn immer mehr Menschen nutzen für ihre tägliche Kommunikation und Informationsgewinnung Social Media.

Um die obige Aufforderung aus der Überschrift besser zu verstehen, ist vor allem der Begriff Social Media in Kombination mit Unternehmen notwendig. Social Media bedeutet vor allem Kommunikation. Sei dies für Kundenanfragen oder für die Anfrage nach einem konkreten Produkt oder einer Größe oder für den Support. Damit wird deutlich, dass Social Media für das lokale Marketing einen „weichen Faktor“ darstellt. Wird Social Media um das Marketing erweitert, spricht man von Social Media-Marketing. Dies bedeutet den Einsatz von sogenannten Ads, die sich auf beinah allen Social Media-Plattformen anfinden.

Wie als Unternehmen mit lokalem Marketing starten?

Jetzt fragen Sie sich bestimmt, womit ein Unternehmen beim lokalen Marketing starten soll. Um diese Frage zu beantworten, ist vorher ein Ziel zu nennen: Die Reichweite. Ob Sie wollen oder nicht, um jemanden in Ihr Unternehmen zu bewegen über Social Media benötigen Sie für Ihr Unternehmen Reichweite. Dafür notwendig ist Inhalt; am besten von und aus Ihrem Unternehmen. Welche Tipps dafür existieren, fasst der Blogger Holger Gassenschmidt in seinem anregenden Artikel „42 einfache Tipps um die Reichweite zu erhöhen“ zusammen.

Lösbare Probleme

Aus Erfahrung weiß ich um die „üblichen Verdächtigen“ von Unternehmen, deren Hauptkundschaft im lokalen und regionalen Umfeld wohnt. Entweder existiert kein Budget, keine Zeit, keine Ideen, kein Inhalt, kein Personal und kein notwendiger Sinn für den Einsatz von Social Media für das lokale Marketing sowie „Social Media ist das nicht gefährlich“. Jede einzelne Ansage möge richtig sein und dennoch können selbst kleine Unternehmen die Chance ergreifen und nutzen über Social Media Ihre Hauptkundschaft zu erreichen. Sie kennen selbst Ihre Kundschaft am besten. Ist sie homogen? Haben Sie nur eine spontan einkaufende Kundschaft oder eine beratungsintensive Kundschaft oder eine spendable Kundschaft? Eher werden Sie eine heterogene Kundschaft antreffen, die Ihr Unternehmen unterschiedlich ansprechen muss. Sei dies über den Preis, sei dies über eine intensivere Beratung, sei dies mit spontanen Komplimenten. Bleiben wir bei den Kunden/-innen, die eine intensivere Beratung oder auf spontane Komplimente kaufbereiter sind.

Beispiele für lokales Marketing mittels Social Media

Die Kunden/-innen mit dem Wunsch einer intensiveren Beratung beraten Sie, obwohl die Kaufbereitschaft ungewiss ist. Meistens informiert sich dieser Kundenkreis weiter im Internet. Wenn Ihr Unternehmen in Social Media präsent ist oder gar ein eigenes Corporate Blog führt, dann können Sie während des Verkaufsgesprächs darauf verweisen. Sie sparen Zeit durch ein kürzeres Beratungsgespräch (welches im ersten Moment keinen Umsatz generiert) und diese Kunden/-innen fühlen sich von Ihnen verstanden, denn sie wollen weitere Informationen für ihre Kaufentscheidung.

Lassen Sie uns ein Beispiel durchspielen: Wenn Sie zum Beispiel eine Bäckerei sind, dann stellen Sie doch monatlich ein Rezept online zur Verfügung. Je besser dieses erklärt ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit im Gedächtnis zu bleiben und wieder zu kommen. Natürlich existieren Billionen von Rezepten im Internet. Nur, was helfen all diese Rezepte Ihrem Unternehmen, wenn dieses nicht darunter ist? Wer backen will, backt sowieso und kauft in der Bäckerei nichts ein. Damit kommt kein Umsatz in die Kasse. Ergänzend zu diesen Rezepten können diese Rezepte monatlich in der Bäckerei als Backkurs selbst ausprobiert werden.

Die Kunden/-innen mit einer Vorliebe für spontane Komplimente und Entscheidungen sind offen für Impulse aus ihrer Außenwelt. Ideal, um diese Kunden/-innen über Social Media Anregungen mit den eigenen Produkten in deren Alltag anzubieten. Diese Anregungen clever mit Ihrem Geschäft kombiniert, motiviert diesen Kundenkreis in Ihr Geschäft einkaufen zu kommen.

Welche Maßnahmen sind clever für das lokale Marketing per Social Media?

An erster Stelle wissenswert ist, dass es kein „Patent-Rezept“ gibt. Einerseits muss ihr Unternehmen dort präsent sein, wo die lokale und regionale Kundschaft sich in Social Media befindet. Andererseits tangieren Ihre eigenen Ressourcen die Aktivitäten in Social Media.

Entscheiden Sie sich zum Beispiel für Facebook wegen Ihrer Kundschaft, dann probieren Sie Ihr Unternehmen als Facebook Seite in der Kategorie „lokales Geschäft“ einzugliedern. Eine hilfreiche Anleitung auf all die wichtigen Punkte bietet der Artikel „Tipps für lokales Marketing bei Facebook“. Darüber können Sie zum Beispiel Veranstaltungen oder Einblicke oder andere Neuigkeiten rund um das Unternehmen publizieren sowie Anzeigen schalten. Wie bei allen Werbemaßnahmen gilt auch an dieser Stelle für Facebook: Sie kosten Geld. Zwei große Vorteile bietet Facebook in der Art, dass die Vielfalt der Werbemaßnahmen groß ist und Ihr Unternehmen durch die sozialen Interaktionen Einblicke in die gewünschte Zielgruppe „kostenlos“ erhalten. Parallel können Werbemaßnahmen auf dieser Social Media-Plattform lokal angeboten werden und damit bei Ihrer potenziellen Zielgruppe den Bekanntheitsgrad steigern und Sonderangebote offerieren. Vor allem dieser Fokus auf den lokalen Umkreis ist ein bemerkenswerter Vorteil oder was nutzt Ihnen eine globale Werbemaßnahme mit Kunden aus Brasilien, wenn Ihr Unternehmen eine Bäckerei in Deutschland ist?

Am Ende noch eine Empfehlung für Sie: Probieren Sie ein halbes oder ganzes Jahr lokales Marketing mittels Social Media und Social Media-Marketing mit klaren Zielen und einem definierten Budget aus! Diese Zeit empfehle ich deswegen, da der Einsatz von Social Media neue Aufgaben mit sich bringt, die im operativen Geschäft ihren Platz finden müssen.