Shoppable Tags bei Instagram: Was die Neuerung für e-Commerce bedeutet

Nach Pinterest möchte sich jetzt Instagram am Social Commerce beteiligen, wie auf dem hauseigenen Blog bekannt gegeben wurde. Die Chancen stehen gut, dass die Nutzer das neue Angebot aufgreifen. Ein erster Test mit den sogenannten Shoppable Tags läuft in den USA.

So funktionieren die Shoppable Tags

Wenn Sie auf Instagram ein Produkt sehen, über das Sie gern mehr erfahren und das Sie eventuell kaufen würden, sollten Sie zukünftig einen Blick in die linke untere Ecke des Bildes werfen. Befindet sich hier ein Button mit der Aufschrift "Tap To View", können Sie ihn anwählen und so nähere Informationen, wie beispielsweise den Preis für das Objekt sowie vier weitere interessante Produkte bekommen. Sind Sie noch immer interessiert, gelangen Sie von hier aus auf eine Detailseite, wo Sie sich eingehender informieren können. Wollen Sie das Produkt haben, erreichen Sie über den Button mit der Aufschrift "Shop Now" direkt die Händlerseite und können bestellen. So funktionieren die Shoppable Tags zumindest theoretisch.

Testphase in den USA

Aktuell befindet sich die Idee für die Shoppable Tags noch in der Testphase. Der erste Versuch läuft in den USA, und zwar nur auf Geräten aus dem Hause Apple. An den Tests beteiligen sich zwanzig große Marken und Onlineshops, zu denen unter anderem Hollister und Abercrombie & Fitch gehören. Wann die neue Shopfunktion für Instagram auch für andere Geräte und in anderen Ländern zur Verfügung stehen wird, steht noch nicht fest. Es hängt auch davon ab, wie gut die Testphase läuft und wie bereitwillig die Nutzer die neuen Möglichkeiten annehmen. Wird die Funktion gut angenommen, werden auch Erweiterungen hinzukommen. Aktuell sind etwa ein Bewertungssystem und eine Liste im Gespräch, auf der man Produkte für den späteren Kauf zwischenspeichern kann.

Logische Erweiterung für Instagram

Die Shoppable Tags sollen eine Lücke schließen, die vor allem den Unternehmern auf Instagram immer schmerzlich bewusst war: Viele für den Kauf wichtige Informationen konnten in den Bildern nicht transportiert werden, sodass Fragen offenblieben und die Nutzer vor dem Kauf zurückschreckten. Die Neuerung sorgt dafür, dass diese Informationen bei Bedarf sofort einsehbar sind, und die Möglichkeit zum direkten Kauf soll den Umsatz der teilnehmenden Unternehmen erhöhen. Ob diese Überlegung aufgeht, wird sich im Laufe der Testphase zeigen. Falls ja, könnte das den E-Commerce bedeutend vereinfachen, und die Verschmelzung von Surfen, sozialen Netzwerken und Konsum hätte eine weitere Entwicklungsstufe erklommen. Der Trend geht seit Jahren in diese Richtung.