Social Media Kommunikation – „einfach so“ damit anfangen?

Die unterschiedlichen Wege, auf denen Interessenten und Kunden Sie erreichen können, verändern sich stetig mit den sich entwickelnden technischen Möglichkeiten. Manch einer hat vielleicht nicht einmal die Wahl, über welches Medium sie oder er kommuniziert, sondern bekommt schlichtweg vermehrt Kontaktanfragen und Nachrichten über Facebook – und das vielleicht sogar über den privaten Account. Aber Sie können nur auf demselben Wege reagieren, z. B. weil gar keine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer vom Absender vorhanden ist. Nicht antworten, weil das Medium nicht das Übliche ist, ist wohl keine Option.

Und so fächern sich die Kommunikationsmittel ohne, dass es unbedingt bemerkt wird, mit der Zeit auf. Dafür ist in vielen Fällen keine Planung oder strategische Ausrichtung notwendig. Schreiben Sie sms mit Ihren Kunden und Geschäftspartnern? Dann wahrscheinlich auch WhatsApp-Nachrichten? Oder nutzen Sie noch andere Messenger? War das im Rahmen der Serviceorientierung geplant? Oder ist es einfach „passiert“? Eventuell war es die ersten paar Male ungewohnt, jemandem geschäftlich auf Facebook zu antworten. So wie es sich überhaupt unkomfortabel anfühlte, den neuen Messenger die ersten Male zu benutzen. Sei es privat oder geschäftlich. Die Buttons und das Aussehen waren nicht genauso so gewohnt und an derselben Stelle, wie bspw. das schlichte Design von Outlook mit dem Sende-Button oben links.

Die Interessenten suchen sich den für sie komfortabelsten Kommunikationskanal

Der Einstieg in Social Media Aktivitäten „passiert“, weil einige Kunden es einfach tun. Viele stellen die Vielfalt der Kontaktmöglichkeiten nicht einmal in Frage, weil sie mit ihr schlicht erwachsen geworden sind. Mit der Erweiterung ihrer Kundschaft und der damit einhergehenden Erweiterung der Nachrichten-Systeme, kann die schrittweise Umstellung ohne Planen, Überlegen und vermeintlich neuer strategischer Ausrichtung stattfinden – und darum umso nachhaltiger sein. Denn Verhaltensweisen, in dem Fall die Kommunikation zwischen Ihrer Firma und den Interessenten, die authentisch wachsen, kommen auch glaubwürdig an und fördern dadurch spürbar das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und ihren potenziellen Käufern. Authentizität ist nicht nur im direkten Beratungsgespräch eine wichtige Grundlage für die Vertrauensbildung, sondern auch über die Distanz am Telefon, per E-Mail – und von nun an auch über WhatsApp, Facebook oder jeden anderen Messenger, über den Sie sich erreichbar machen. Warum denn auch nicht?

Social Media bietet ganz viel – aber Sie können auch nur einzelne Optionen nutzen

Selbstverständlich laufen gerade auf Facebook, Instagram oder Twitter noch sehr viel andere Aktivitäten: da geht es um das Posten von Bildern, um das Teilen von Links oder um das Diskutieren von privaten, aber auch fachlichen Themen. Doch lässt man das alles weg, ist es auch einfach nur eine Möglichkeit, die aufkommenden Interessenten-Anfragen zu beantworten. Kommunikation wächst also quasi „über den Tellerrand“ hinaus: Von Briefen über E-Mails hin zu WhatsApp und nun vermehrt Facebook-Nachrichten.

Mittlerweile haben Sie sicher Ihr Firmenlogo in der E-Mail-Signatur. Genauso können Sie das nun erst einmal in Ihre Social Media Kanäle laden, auch ohne darüber hinaus aktiv posten, liken, pinnen oder etwas ähnliches zu tun. Das zeigt dann aber schon mal: ich bin hier, ich bin erreichbar. Danach finden sich manche anderen Aktivitäten in den kommenden Wochen oder Monaten bestimmt von ganz alleine – so wie das mit WhatsApp „passiert“ ist. Schrittweise können Sie die einzelnen Optionen ausprobieren, ohne, dass Ihre Kundschaft zu viel erwartet oder im Gegenteil überfordert wird. Ihre Interessenten freuen sich bestimmt, dass sie einfacher zu erreichen sind, aber wissen auch, wenn sie nicht der Typ für große Social Media Aktionen sind. Auch Ihre Mitarbeiter können Sie problemlos in diesen Prozess einbinden. Wenn in Ihrer Firma jemand angestellt ist, der auch für Beratung zuständig ist oder Geschäftspost selbstständig erledigt, dann können Sie auch ihr oder ihm die Möglichkeit geben, im Namen Ihrer Firma auf Social Media Kanälen zu antworten. Das funktioniert immer auch völlig losgelöst von privaten Accounts oder persönlichem Engagement in Facebook und Co!

Um Sicherheit auf diesem Weg zu bekommen und technisch einen besseren Überblick zu erhalten, gibt es Anbieter, die in kleinen, kostengünstigen Workshops die Umstellung vereinfachen.

Profilbild von Katja Raasch
Katja Raasch

ist Beraterin, Strategin und Trainerin für Social Media Marketing und klassisches Online Marketing. Ihre Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen, die im Arbeitsalltag ebenso durchdachtes wie zielgerichtetes und gleichermaßen individuelles Online- und Social Media Marketing betreiben wollen - das darüber hinaus zu den Ressourcen des Arbeitsalltags passt. Als gelernte Verlagskauffrau hat Sie mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in den schnelllebigen Bereichen des Marketings.

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