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Wie Werbetreibende Millennials am besten erreichen

Die 18- bis 35-Jährigen sind eine begehrte Zielgruppe für Werbetreibende. Wie Unternehmen die sogenannte Generation Y am besten ansprechen, zeigt die aktuelle YouGov-Analyse „Social Media Marketing bei Millenials“ - mit Instagram-Werbung oder Influencer-Kooperationen

Die Kernaussage der neuesten Yougov-Studie ist wenig überraschend: Die 18- bis 35-Jährigen sind im Vergleich am besten über die sozialen Medien erreichbar. So sind sie sowohl auf Facebook (76 Prozent vs. 62 Prozent), auf Instagram (50 Prozent vs. 18 Prozent) als auch auf Snapchat (28 Prozent vs. 4 Prozent) häufiger zu finden als der Rest der Bevölkerung. Außerdem können sie sich grundsätzlich eher vorstellen etwas zu kaufen, das auf sozialen Medien beworben wird und haben dies auch bereits häufiger getan (30 Prozent) als der Rest der Bevölkerung (21 Prozent). Überraschender ist dagegen, dass ein Viertel der Millennials angibt, dass Werbung von Prominenten oder Influencern Einfluss auf ihre Kaufentscheidung hat. Beim Rest der Bevölkerung, den über 35-Jährigen, trifft dies lediglich auf jeden Zehnten (13 Prozent) zu. Influencer-Marketing scheint also zu funktionieren.

Instagram und Snapchat wachsen, Facebook stagniert

Ein Blick auf die Mitgliederentwicklung der großen sozialen Netzwerke in den letzten vier Jahren zeigt, dass Facebook weiterhin sowohl unter Millennials (76 Prozent) als auch unter Älteren ab 36 Jahren (62 Prozent) das am weitesten verbreitete Netzwerk ist. Während jedoch die Mitgliederzahl der Millennials auf Facebook stagniert (2015: 77 Prozent bis 2018: 76 Prozent), hat sich die Nutzerzahl von Instagram unter der Generation Y seit 2015 von 15 Prozent auf 50 Prozent fast verdreifachen können. Ein noch stärkeres kann Snapchat verbuchen. Gaben 2015 noch 3 Prozent der befragten Millennials an den Nachrichtendienst zu nutzen, sind es 2018 schon 28 Prozent.

Millennials informieren sich regelmäßig über ihre Lieblingsmarken

Dabei sind die Nutzungsgründe für die einzelnen sozialen Netzwerke ganz unterschiedlich. Wichtigste Nutzungsgründe von Facebook sind der Kontakt zu Freunden (55 Prozent), sich auf dem Laufenden zu halten (54 Prozent) und Entertainment durch lustige Inhalte (48 Prozent). Gründe für die Nutzung von Snapchat gehen in eine ähnliche Richtung. So nutzen die Millennials die App vor allem auch, um Kontakt zu Freunden zu halten (62 Prozent), um zu posten, was sie gerade machen (47 Prozent) und um sich mit lustigen Inhalten zu unterhalten (42 Prozent). Betrachtet man Instagram, zeichnet sich ein anderes Nutzungsverhalten ab. Ein Großteil der Millennials nutzt das soziale Netzwerk, um wichtigen und interessanten Persönlichkeiten zu folgen (58 Prozent) und um sich über Lieblingsstars (45 Prozent) und -marken (42 Prozent) auf dem Laufenden zu halten. An der Befragung, die im November durchgeführt wurde, nahmen über 2000 Personen teil.

Influencer-Marketing: Instagram ist die Plattform Wahl

„Das Nutzverhalten und der steigende Trend an Mitgliedern in der Zielgruppe spiegeln die hohe Erreichbarkeit auf dem Medium wieder.“, sagt Katharina Brachthäuser, Consultant bei YouGov. „Hinzu kommt, dass Millennials im Vergleich auf Instagram mehr Werbung in Form Influencer-Beiträgen wahrnehmen (56 Prozent) als auf Facebook (36 Prozent). Auch lesen Millennials, die Instagram nutzen, vor dem Kauf eher Bewertungen von Produkten (88 Prozent) als diejenigen, die Facebook nutzen (77 Prozent). Für Influencer-Marketing unter Millennials ist Instagram also die Plattform der Wahl.“

Lisa

 

ist freie Journalistin und schreibt über die deutsche Medienlandschaft, vorwiegend für das Fachmagazin Werben & Verkaufen, aber auch für Kontakter, Welt am Sonntag, SZ sowie den Blog der BLM. Themenschwerpunkte sind Fernsehen, Digitalwirtschaft sowie Printmedien. Nach einem Volontariat bei Hubert Burda Media und dem Besuch der Deutschen Journalistenschule in München arbeitete sie für Bunte, Bild, Freundin, Antenne Bayern und die Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung, Jetzt.

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