Crashkurs Storytelling: Geschichten als Instrument zur Kundenbindung
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Crashkurs Storytelling: Geschichten als Instrument zur Kundenbindung

Ob Groß oder Klein – wir lieben Geschichten! In den Erzählungen aus „1001 Nacht“ hat gekonntes Storytelling sogar Leben gerettet. Heute sorgt es nicht zuletzt als Marketing-Instrument für Erfolge: Während uns klassische Werbung oft mit Informationen und rationalen Argumenten überhäuft, regen gute Geschichten zum Mitdenken an. Dabei sprechen sie persönliche Interessen an und ermöglichen so ein emotionales Erleben. Genau das ist es, was in Werbung und Marketing häufig Kaufbereitschaft auslöst – und den Kunden an ein  Unternehmen bindet.

Was eine gute Geschichte ausmacht

Gute Geschichten sorgen dafür, dass Ihre Unternehmenskultur lebendig wird und Kunden die zugehörigen Werte verstehen. Erzählen Sie Ihnen deshalb wahre Geschichten, zum Beispiel von gelungenen Projekten, witzigen Ereignissen, neuen Ideen oder gewieften Mitarbeitern. Bieten Sie klugen Rat und nützliche Tipps oder beweisen Sie Einsicht bei Fehlern. Sehen Sie alles was im Unternehmen passiert als potenzielle Geschichte und wählen Sie Ihre Themen bewusst aus. Dann geht es an die Umsetzung. Grundlage für gutes Storytelling ist die Beachtung folgender Regeln:

  1. Klare Botschaft: Überlegen Sie vorab, welche Kernbotschaft Sie mit Ihrer Story transportieren wollen.
  2. Einstieg: Versuchen Sie, Ihre Leser bzw. Zuhörer mit einem emotionalen Auftakt  in die Erzählung zu holen.
  3. Stellen Sie Nähe her, indem Sie Geschichten von Menschen erzählen: Führen Sie durch Schilderung einiger markanter Eigenschaften einen Hauptakteur ein, mit dem sich Ihre Kunden im Idealfall auch identifizieren können.
  4. Roter Faden: Achten Sie auf den logischen Aufbau Ihrer Story. Nur aus sinnvollen Zusammenhängen ergibt sich am Ende eine gute Geschichte.
  5. Dramaturgie: Halten Sie den Spannungsbogen aufrecht. Bereiten Sie Ihre Kernbotschaft durch kleine Höhepunkte stufenweise vor, ehe sie die Lösung präsentieren.
  6. Prägnanz: Holen Sie nicht zu weit aus, sondern erzählen Sie nur das Wesentliche. Kürzere Geschichten werden eher gelesen als endlos lange – und prägen sich besser ein.
  7. Einfachheit: Je einfacher eine Erzählung ist, desto leichter wird die Botschaft von den Zuhörern aufgenommen. Verzichten Sie auf Fachjargon und schildern Sie keine allzu komplexen Vorgänge oder Zusammenhänge.
  8. Bilder: Machen Sie Ihre Geschichte so anschaulich wie möglich, indem Sie Metaphern oder Symbole einstreuen. Auch die Bebilderung mit Fotos unterstützt die Anschaulichkeit Ihrer Story.
  9. Schluss: Sorgen Sie für ein Happy End: Wir alle identifizieren uns lieber mit positiven Geschichten. Ein zufriedenstellender Schluss unterstreicht nicht zuletzt Ihre Stärken.
  10. Fazit: Präsentieren Sie ein Ergebnis. Sorgen Sie z.B. dafür, dass man die Entwicklung Ihres Hauptakteurs zum Helden erkennt – oder bieten Sie dem Leser eine „Moral von der Geschicht‘“.

Natürlich müssen Sie Ihre Geschichten nicht zwangsläufig als geschriebenen Text präsentieren. Sie können Ihre Story beispielsweise auch in einen Video-Clip verpacken oder in Form einer Fotoreportage veröffentlichen.

Das geeignete Medium für Ihre Geschichten

Bleibt die Frage: Auf welchem Weg sollen die Geschichten nun ihr Publikum erreichen? Das hängt nicht zuletzt von der Zielgruppe ab. Sind Ihre Kunden internetaffin, wäre der Unternehmensblog das geeignete Medium. Er bietet ausreichend Platz, um interessante Geschichten aus Text, Bildern oder auch Videos zu platzieren. Nebenbei ist er die ideale Schaltzentrale, um Inhalte weiterzuverbreiten – etwa über geeignete soziale Netzwerke. Aber auch Mailings mit entsprechender Verlinkung auf die Website bieten sich an. Im Offline-Bereich eignen sich unter anderem Kundenmagazine hervorragend, um Geschichten aus dem Unternehmen bzw. rund um die Produkte zu erzählen. Auch Advertorials, Pressebeiträge, Präsentationen und Events sind gute Möglichkeiten Ihre Story unters Volk zu bringen.

Übrigens unterstützt auch die Hirnforschung den Storytelling-Ansatz: Das episodisch denkende Gehirn des Menschen speichert Geschichten einfach  besser als bloße Fakten. Für Ihr Marketing folgt daraus: Mit guten Geschichten erarbeiten Sie sich einen festen Platz in den Köpfen Ihrer Kunden.

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