Werbung auf Facebook: 3 neue Tools

Schon jetzt gibt es für Unternehmen unterschiedliche Möglichkeiten, Werbung auf Facebook zu schalten. Die Social Media-Plattform schraubt aber fleißig weiter an neuen Tools, um Firmen Kampagnen zu ermöglichen. Langfristig soll sogar der Messenger mit Anzeigen verbunden werden. Hier ein paar Neuerungen im Überblick:

1. Target Rating Points für Werbung auf Facebook

Der Begriff Target Rating Points (TRP) ist Marketers bereits aus dem Bereich der klassischen TV-Werbung bekannt. Hinter diesem Begriff, häufig synonym verwendet mit GRP (Gross Rating Point), verbirgt sich eine Metrik auf Basis des Datenlieferanten Nielsen, mit der die Brutto-Reichweite innerhalb des Zielgruppenpotenzials in Prozent dargestellt wird. Kurz: Er hilft Werbetreibenden unter anderem dabei, die Reichweite von TV-Werbung auszuwerten und zu planen. Facebook führt nun TRPs bei sich ein und ermöglicht es Unternehmen damit, Fernsehwerbung und Facebook-Videos zu kombinieren und gemeinsam zu planen. Während die Internetplattform damit ein Stück vom großen Kuchen des TV-Werbungsbudgets abgreifen möchte, können Unternehmen mit der Videowerbung auf Facebook andere Zielgruppen erreichen als im TV. Um die TRPs für ihre Planung zu nutzen, müssen Firmen bislang allerdings direkt mit Facebook in Kontakt treten, um ihre Reichweitenziele mit dem Portal abzustimmen.

2. Click to Message-Ads

Werbung auf Facebook soll bald auch über den Messenger möglich sein. Das US-Unternehmen plant, sogenannte Click to Message-Ads mit normalen Werbeanzeigen zu kombinieren. Wählt ein User diesen Button aus, öffnet sich ein Fenster des Messengers, das ihn mit dem Anzeigenurheber verbindet. So kann ein Unternehmen mit seinem Kunden über den Chat in Kontakt treten. Bis Facebook diese Aktualisierung in Deutschland ausrollt, dürfte jedoch noch etwas Zeit vergehen.

Nicht nur bei den Tools für Werbung auf Facebook tut sich etwas, das Netzwerk baut auch die möglichen Anzeigenarten weiter aus. Ebenso wie Instagram bietet Facebook nun Carousel-Ads an, Anzeigen als Slide-Show mit bis zu fünf Bildern. Von YouTube hat sich das Imperium von Mark Zuckerberg hingegen 360°-Videos als Werbeform abgeschaut. Diese ermöglichen dem User ihrem Namen entsprechend eine Rundum-Perspektive und werden so intensiver wahrgenommen als klassische Clips.