Werbung auf Facebook – Ja oder Nein?
04/12/2013 13:52

Werbung auf Facebook – Ja oder Nein?

Zeigt Ihr Unternehmen Gesicht auf Facebook? Vielleicht haben Sie auch schon einmal über eine Facebook-Ads-Kampagne nachgedacht? Wir geben Ihnen einen Überblick über Formate, Kosten sowie über das Pro und Contra der Werbung auf Facebook.

Zunächst lassen sich verschiedene Platzierungen einer Werbeanzeige bei Facebook unterscheiden:

  • im News Stream (in den Hauptmeldungen)/auf der Pinnwand (Desktop und mobil)
  • in der rechten Spalte neben dem News Stream (Desktop)
  •  nach dem Ausloggen des Users (nur für Premium Werbekunden mit direktem Facebook Kontakt)

Was direkt über den Werbeanzeigenmanager von Facebook gebucht werden kann, lässt sich grob in 7 Format-Gruppen unterteilen:

  • Page Post Ads (Text, Foto, Video oder Link – bewerben die Facebook-Seite des Unternehmens und ggf. das konkret dargestellte Produkt)
  • Offer Ads (Werbung für ein konkretes Angebot)
  • Event Ads (Werbung für eine Veranstaltung)
  • Like Ads (Ermunterung, die Facebook-Seite des Unternehmens zu liken)
  • Mobile App Install und App Ads (Einladung zum Installieren oder Gebrauch einer App)
  • Domain Ads (bewerben die URL der Unternehmens-Website)
  • Sponsored Stories (gelikte Seiten von Freunden) geworben wird damit, dass einem Freund des Users, die Seite des werbenden Unternehmens gefällt oder dieser Freund auf der Facebook-Seite des Unternehmens einen Beitrag kommentiert, geteilt hat.)

Berater und Blogger Thomas Hutter hat eine umfassende, illustrierte Übersicht mit Erklärungen zu allen aktuellen Ad-Formaten bei Facebook erstellt.

Die Kosten einer Facebook-Werbekampagne bestimmen sich ähnlich einer Auktion zwischen Unternehmen und Facebook. Geboten werden kann im Rahmen zweier Abrechnungssysteme:

  • CPM (Kosten pro 1.000 x angezeigter Werbung)
  • CPC (Kosten pro Klick auf die Anzeige)

Facebook wertet dann mithilfe Algorithmen beispielsweise aus, wie viele neue „Gefällt mir“ Angaben für ein konkretes Budget zu erwarten sind.

Lohnt sich Facebook-Werbung?

Zu beachten gilt es in jedem Fall, dass die Werbe-Einblendung bei Facebook für User erfolgt, die bestimmte demografische Kriterien erfüllen oder bestimmte Interessen angegeben haben. Sie sind anders als bei einer Google-Suche nicht mit der Recherche nach einem konkreten Kaufobjekt oder einer spezifischen Dienstleistung beschäftigt. Deshalb sind niedrigere Konversionsraten (wenn ein User zum Website-Besucher oder Kunde wird) zu erwarten als bei Suchmaschinenwerbung.

Beispiele für erfolgreiche Werbung auf Facebook

Für das Bräustüberl Tegernsee hat sich Facebook als Werbungs- und Kommunikationskanal bewährt. So konnte sich das Unternehmen über eine Umsatzsteigerung von sowie über eine Steigerung der Interaktionsrate freuen. Diese Ergebnisse konnten durch eine gekonnte Mischung an emotionalen Beiträgen und zusätzlich eingesetzten Werbeanzeigen erreicht werden. Gut durchdachte Kampagnen zahlen sich also langfristig aus. In diesem Fall steigerte sich der Umsatz im Online-Shop um 20 Prozent. Die Interaktionsrate stieg auf 5 Prozent.

Weitere Vorteile von Facebook-Werbung:

  • einfache, begleitete Gestaltung der Anzeige
  • hohe Reichweite
  • virale Effekte
  • exakte Zielgruppenauswahl möglich
  • Facebook-interne statistische Auswertung des Kampagnenerfolgs

Nachteile:

  • keine Klick-Garantie
  • übertriebener Einsatz kann Facebook-User belästigen
  • wie bei Google werden auch bei Facebook die Algorithmen nicht offen kommuniziert

Facebook- Experte Thomas Hutter bescheinigt grundsätzlich jeder Branche Erfolgsaussichten durch Facebook-Werbung – wenn die Zielgruppe klar definiert werden kann. Die Bitkom-Studie „Soziale Netzwerke 2013“ weist den Werbeerfolg über verschiedene Formate hinweg vor allem bei Nutzern im Alter zwischen 14 und 29 Jahren nach.

Bereit für einen Testlauf? Fünf pragmatische Tipps für das Optimieren einer Facebookanzeige finden Sie im Blog der Düsseldorfer PR-Agentur conosco. Beispielsweise werden Ads, die Frauen abbilden, doppelt so häufig angeklickt wie Anzeigen mit einem Mann als Werbeträger.