Authentisch, unterhaltend, informativ – Recruiting-Videos im Ausbildungsmarketing

Recruiting-Videos sind heute zu einem festen Bestandteil gängiger Personalmarketingpraxis geworden. Dabei kann man viele gute und genauso viele schlechte Beispiele finden. Allen gemein ist die Absicht über ein mehr oder weniger unterhaltsames und informatives Stück Bewegtbild potenzielle Bewerber für das eigene Unternehmen zu begeistern. Insbesondere die junge Generation, sprich Schüler im ausbildungsfähigen Alter, sind an Content in Videoform gewöhnt und haben eine entsprechende Erwartungshaltung an etwaige Informationsseiten und Karriereportale.

Recruiting-Video oder Video-RecruitingDer Unterschied liegt im Detail und ist riesig. Während Recruiting-Videos darauf abzielen, die Arbeitgebermarke darzustellen und potenzielle Bewerber durch kurze, prägnante Filme für die Arbeit im Unternehmen zu begeistern und ihnen die Vorteile einer Anstellung schmackhaft zu machen. Diese Job- oder Employer-Brand-Videos lösen nach und nach klassische Anzeigen und textlastige Online-Inhalte ab. Beim Video-Recruiting hingegen geht man den genau anderen Weg: Gängige Praxis hierbei ist das Video-Interview, das in Echtzeit oder als Aufzeichnung Bewerber dazu auffordert, konkrete Fragen des Unternehmens zu beantworten und diese natürlich auch an das Unternehmen zu stellen. Diese Form eignet sich besonders für Unternehmen mit hohem Einstellungsvolumen bzw. internationale oder long-distance Ausschreibungen. Details entnehmen Sie auch gerne Wikipedia.

Idee, Konzept, UmsetzungHaben Sie sich für die Umsetzung eines Recruiting-Videos entschieden, sollten Sie zunächst prüfen, ob Sie das dafür notwendige Know-how bzw. die Ressourcen besitzen. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich bei einer Fülle von spezialisierten Agenturen und Dienstleistern entsprechende Kompetenzen und Personalien für eben diesen Zweck einkaufen.

Wichtig ist, dass Sie sich über die Ausgestaltung des Videos konkrete Gedanken machen: Welche Idee soll dem Video zugrunde liegen? Welche Mitarbeiter sind 1) videogen und 2) bereit im Film mitzuwirken? Welche Inhalte möchten Sie kommunizieren und an welchen optischen Beispielen kann dies gut veranschaulicht werden? Außerdem sollten Sie sich auch um ein „Drehbuch“ mit der Benennung der erforderlichen Szenen und Abläufe sowie – im besten Fall – ein Storyboard zur ersten Veranschaulichung der entsprechenden Szenen Gedanken machen.

Wichtig für die Umsetzung ist auch eine brauchbare Ausrüstung. Dies schließt neben Kameratechnik, Licht- und Tontechnik auch Schnittsoftware in der Postproduction mit ein. Hier werden einige bereits kapitulieren und sich – verständlicherweise – an Experten wenden. Das ist auch gut so! Denn es ist ganz klar: ein unprofessionell erarbeitetes Video, in dem Mitarbeiter und Unternehmen eher als dilettantisch und lächerlich wahrgenommen werden, schadet mehr als Sie sich vorstellen können.

Daneben gibt es noch einige weitere Fallstricke zu beachten. So sollten Sie während des Drehs alle rechtlichen Aspekte wie beispielsweise Persönlichkeitsrechte dritter, Media-Freigaben durch die mitwirkenden Angestellten sowie Markenrechte ggf. im Bild befindlicher Partner u.d.gl. beachten. Wichtig und oft genug Grund für teure Abmahnungen sind auch Fragen der Musikrechte.

Haben Sie einmal alle diese Hürden hinter sich gebracht und halten Sie ein fertiges Video in den Händen, stellt sich die Frage des Hostings und der Verbreitung. Häufig werden Recruiting-Videos auf Videoplattformen wie YouTube oder Vimeo gehostet und dann auf der eigenen Karriereseite eingebunden. Das ist ein einfacher und effizienter Weg, sein Video zugänglich zu machen. Richtig verschlagwortet und mit einer ansprechenden Kurzbeschreibung versehen können Sie somit gleichsam die organische Reichweite des Video-Contents erhöhen.

Klappern gehört dazu …Natürlich sollte das eigene Recruiting-Video nicht nur ein „Schattendasein“ auf der Karriereseite des Unternehmens fristen. Wenn Sie schon einmal Zeit, Mühe und Geld für die Erstellung in die Hand genommen haben, sollten Sie so viel wie möglich Kapital im Sinne der eigenen Recruiting-Strategie daraus ziehen. Posten Sie das Video auf Ihrer Facebook-Seite, nutzen Sie es im Hochschulmarketing oder schalten Sie Video-Anzeigen mit kurzen Teaser-Videos auf Instagram und Facebook. Sie sollten die Möglichkeiten nutzen, die sich Ihnen beispielsweise durch Pre-Roll-ads bei unterschiedlichen Portalen bieten und somit noch mehr Aufmerksamkeit schaffen.

Recruiting-Videos können ein einfacher und effizienter Weg sein, potenzielle Kandidaten zu einer Bewerbung im Unternehmen zu animieren. Gerade die Generation „Ausbildung“ erwartet heute einfach und schnell zugänglich aufbereitete Informationen. Unternehmen erhalten durch Recruiting-Videos dagegen die Möglichkeit, leere Floskeln wie „Benefits“ und „gutes Arbeitsklima“ mit echtem Leben und Authentizität zu füllen. Bei der Umsetzung – von der Idee bis zum fertigen Film – stehen interessierten Firmen eine Reihe hervorragender, spezialisierter Agenturen und Dienstleister auf Anfrage zur Verfügung.