Employer Branding im digitalen Zeitalter

Der Aufbau einer eigenen Arbeitgebermarke wird immer wichtiger, um Talente zu gewinnen und attraktiv für Mitarbeiter zu bleiben. Darum sollten sich Unternehmen im besten Licht präsentieren.

Bei Google müssen Sie gefunden werden

Ob Fach­ oder Führungskräfte, die Generation Y, Digital Natives oder Generation Internet, sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind eine hochqualifizierte und anspruchsvolle Generation von Mitarbeitern, die alle selbstverständlich das Internet und Social Web für die Informationssuche nach interessanten Arbeitgebern nutzen. Also muss eine Unternehmenswebseite suchmaschinenoptimiert sein, um bei Google ein gutes Ranking zu erhalten. Dafür muss die Webseite Content- und Key-Wörter (Suchbegriffe) enthalten, nach denen die Zielgruppe sucht und inhaltlich und technisch so aufgebaut sein, dass das Nutzererlebnis positiv ist.

Machen Sie Ihre Webseite mobil

80 Prozent der 18- bis 34-jährigen in Deutschland gehen über ihr Smartphone ins Internet. Daher sollten Websites „responsive“ aufgebaut sein, damit sie auch auf mobilen Geräten optimal dargestellt werden können. Sonst droht eine Abstrafung durch Google im Ranking oder schlimmer, ein Unternehmen wird bei potenziellen Kandidaten als unattraktiv angesehen.

Bei Ihnen kann man Karriere machen

Es empfiehlt sich eine eigene Karrierewebseite, auf der potenzielle Kandidaten sich umfangreich über das Unternehmen, Mitarbeiter, Kultur, aktuelle Stellen und Entwicklungsmöglichkeiten informieren können. Dabei sollen auch Mitarbeiter zu Wort kommen, um authentische und glaubwürdige Unternehmens-Insights zu vermitteln. Beispiel für eine gute Karrierewebseite ist die Seite der Otto Group. Ein eigener Unternehmensblog, in dem Mitarbeiter und Azubis zu Wort kommen, ist eine weitere Möglichkeit, als Arbeitgeber „ein Gesicht nach Außen“ zu zeigen und mit Interessenten in Dialog zu treten, ein sympathischer Blick hinter die Kulissen.

Beispiele für gute Mitarbeiterblogs haben Daimler und Thyssen Krupp-Rosselstein.

Image­ und spezielle Recruitingfilme können potenzielle Bewerber gezielt ansprechen. Die für Bewerber erstellten Videos können auf den eigenen Karriere­Seiten, auf externen Job-Portalen, bei YouTube oder auch in Stellenanzeigen präsentiert werden. Interessante Portale zur Platzierung dieser Videos sind Job TV 24 oder watchado. Beispiele für gute Arbeitgebervideos zeigen Wempe und die Sparkasse Bochum.

Seien Sie da, wo auch Ihre Zielgruppe ist

Social­ und Business­Netzwerke wie Xing, linkedin und Facebook sollten als wichtige Kommunikationsplattformen und reichweitenstarke Träger für die Präsenz eines Unternehmens nicht fehlen, weil sie als ernstzunehmende Kanäle im Recruiting­Mix etabliert sind. Um überzeugend zu sein, müssen diese aber immer aktuell sein, mit relevanten Inhalten bespielt werden und kanalübergreifend ein einheitliches Unternehmensbild abgeben. Gute Beispiele für eine gelungene Unternehmenspräsentation auf Facebook: Volksbank Brühl. Bei Xing und linkedin: Daimler und Siemens.

Lassen Sie sich bewerten

Arbeitgeberbewertungsportale spielen eine immer größere Rolle bei Bewerbern. Dort informieren sie sich über aktuelle oder potenzielle Arbeitgeber und können auf detaillierte Berichte zugreifen. Die Top 5 der Arbeitgeberbewertungsportale in Deutschland sind Kununu, Jobvoting, Glassdoor, MeinChef und BizzWatch.

Je früher desto besser

In der Zusammenarbeit mit Hochschulen und Schulen können Unternehmen ihre Stärken als Arbeitgeber frühzeitig und systematisch dem potenziellen Nachwuchs nahebringen. Hier sind Ausbildungs­-, Job-­ und Hochschulmessen, aber auch das Einbeziehen von Praktikanten und Studenten in dualen Studiengängen als Multiplikatoren wirkungsvolle Maßnahmen.

Die Veröffentlichung des Gastbeitrags erfolgt in Kooperation mit dem BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e. V.

Andreas Fräßdorf

Als gebürtiger Düsseldorfer bervorzugt er natürlich Altbier statt Kölsch und leidet fußballerisch mal wieder mit der Fortuna aus Düsseldorf. Beruflich kann er auf ein breites Erfahrungsspektum im Marketing, Vertrieb und digitaler Kommunikation zurückgreifen, welches er sich in großen, internationalen Kommunikationsagenturen aber auch auf Unternehmensseite angeeignet hat. Der Dipl.

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