Kluge Köpfe und geschickte Hände schon in der Schule effektiv ansprechen

Wenn es um das Thema Nachwuchsgewinnung geht, dann gehört zielgruppengenaue Kommunikation zum A und O. In diesem Zusammenhang stößt man unweigerlich auf den Terminus des Schulmarketings. Worum es sich dabei genau handelt, welche Möglichkeiten Personalverantwortliche damit haben und warum es auch im digitalen Zeitalter nichts von seiner Bedeutung verloren hat, soll im Folgenden veranschaulicht werden.

Schulmarketing – was ist das?

Seit Jahrzehnten gehört Schulmarketing zu den essentiellen Werkzeugen erfolgreicher Nachwuchsgewinnung. Im Rahmen klarer rechtlicher Vorgaben ist es dabei möglich, Werbung im schulischen Umfeld zu platzieren und so auf Ausbildungs- oder Studienangebote aufmerksam zu machen. Hierbei ist es wichtig zu betonen, dass im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben der Länder und mit dem Einverständnis der Schulen Werbemittel und Informationsmaterialien durch Dienstleister an die Schulen verbracht werden. Deutschlandweit haben sich darauf nur wenige Agenturen spezialisiert, die im Laufe der Jahre ein belastbares Netzwerk zur Verfügung stehender Schulen aufgebaut haben.

Zu ihren Leistungen gehören im allgemeinen Dienste wie das Plakatieren an definierten Stellen im Schulgebäude, die Verteilung bzw. Auslage von Postkarten, Flyern und Informationsmaterialien sowohl an Schüler als auch Lehrpersonal, die Organisation von speziellen Schulevents (z. B. Ausbildungs- und Informationsmessen) und das Durchführen von Bewerbertrainings und -coachings.

Die richtigen Schulen auswählen

All diese Maßnahmen sind einzeln oder im konzertieren Zusammenspiel eine wichtige und hilfreiche Ergänzung zum übrigen Maßnahmenpaket der Nachwuchsgewinnung. Besondere Bedeutung kommt dabei der Selektion von Schulen zu. Damit hat man die Möglichkeit, punktgenau auf die für die zu besetzenden Stellen relevanten Faktoren wie Schulabschluss und Bildungsform sowie Regionalität Einfluss zu nehmen. Aber auch Aspekte wie Schulgröße (Menge der Streumittel in Relation zur Schülerschaft) oder Abschlussklassen können mit versierten Dienstleistern entsprechend Berücksichtigung finden.

Mit dem Zuschnitt auf Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder allgemeine Hochschulreife (Abitur) bzw. den damit verbundenen Möglichkeiten der Aussteuerung gezielter Informationen über Ausbildungs- und Bildungsprogramme erfährt das Schulmarketing eine hohe Qualität der Kontaktgenerierung in den angesprochenen Zielgruppen.

Dabei stehen zwei Wege der Ansprache offen: die direkte Ansprache des Schülers und die Kommunikation mit und über das Lehr- und Fachpersonal. Erstere werden zumeist über aufmerksamkeitsstarke Maßnahmen wie Plakatierungen erreicht. Mit informativen und hochwertigen Lehr- und Unterrichtsmaterialen oder der Organisation von Events an Schulen kann man mit Lehrern und der Schulleitung kooperieren. Denn auch dem pädagogischen Fach- und Verwaltungspersonal vor Ort in den Schulen ist daran gelegen, Schüler nach einem erfolgreichen Abschluss in guten Händen und auf einem vielversprechenden Karriereweg zu wissen. Qualitativ ansprechende Aktionen und Maßnahmen, die Schülerinnen und Schülern dabei helfen ihren Zukunftsweg zu finden, sind dabei willkommen und eine wertvolle Unterstützung.

Wie erreicht man Schulen

Wenn man die zeitlichen und personellen Kapazitäten hat, kann man natürlich anfangen, relevante Schulen für die eigene Nachwuchskampagne selbst telefonisch abzuklappern. Dass ist – um ganz ehrlich zu sein – eher mühselig und wird wahrscheinlich häufig nicht mit einer hohen Erfolgsquote gedankt. Etablierte Dienstleister am Markt haben über Jahre bereits ein belastbares Netzwerk tausender Schulen in ganz Deutschland aufgebaut. Sie pflegen eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Beziehung mit den Schulen und verfügen über die notwendige Infrastruktur vor Ort (Aufsteller, Plakatwände etc.). Auf eines dieser Netzwerke sollte man praktischerweise setzen.

Schulmarketing – up to date?

In Zeiten von digitalen Marketingstrategien und Social Media Kampagnen kommt natürlich häufig die Frage auf, wie relevant Schulmarketing für die Planer und auf der anderen Seite wie attraktiv Schulmarketing für die Schülerinnen und Schüler ist.

Schülern werden im direkten Lernumfeld, mit einer erhöhten Aufnahmebereitschaft für Bildungs- und Karrierethemen Informationen gegeben. Man dringt nicht in die „Freizeit“ ein, wie dies beispielsweise bei Social Media Kampagnen der Fall sein kann, und beugt somit möglichen negativen Imagebelastungen vor. Im Ausbildungsbereich können die Schüler so gezielt auf die Karriere-Website der Unternehmen geleitet werden.

Die Möglichkeit des genauen Zuschnitts auf Schulformen und Abschlüsse, die Regionalisierbarkeit und die Tatsache mit einer Recruitingkampagne an einem exklusiven Raum – der Schule – präsent zu sein sind nicht von der Hand zu weisende Vorteile. Damit ist Schulmarketing eine sinnvolle Ergänzung, wenn nicht in manchen Fällen sogar überzeugende Alternative zu Online-Marketing. Gerade für den Klein- und Mittelstand bietet sich hiermit eine Chance gezielt, regional auf potentiellen Nachwuchs zuzugehen und Schülerinnen und Schüler von einem Einstieg in das Unternehmen zu begeistern.