Social Recruiting für die Generation Z

Social Recruiting gehört heute zu den festen Größen modernen Personalmarketings. Längst haben sich die unterschiedlichsten Formen diesbezüglich etabliert und – denn nichts ist so beständig wie der Wandel – entwickeln sich stetig weiter. Insbesondere eine Bevölkerungsgruppe rückt dabei für Personaler immer mehr in den Fokus ihrer Interessen: die Generation Z. Dabei stellt sich die Frage, wie man diese Zielgruppe am besten erreichen kann.

Social Recruiting – was ist das?Social Recruiting ist kurz erklärt nichts anderes als Personalmarketing, das über Sozial Netzwerke ausgespielt wird und sich sowohl durch die Netzwerke vorgegebener Marketing Tools wie beispielsweise unterschiedlicher Werbeformate bedient, als auch Story Telling Strategien im Sinne des Content Marketing einschließt.

Hier wiederum sollte man einige Aspekte berücksichtigen. Zum einen kann man sich professionalisierter Netzwerke wie XING oder LinkedIn bedienen, die bereits im Hinblick auf Interessen, Altersstruktur und beruflicher Qualifikation eine gewisse Vorstrukturierung der Zielgruppenansprache bieten. Zum anderen stehen bekannte Netzwerke wie Facebook, Instagram oder YouTube (u.d.gl.) zur Verfügung – häufig auch als Mainstream-Netzwerke bezeichnet. Diese sprechen eine breitere, meist im Vergleich zu den professionalisierten Netzwerken eher als heterogen zu beschreibende Grundnutzerschaft mit einem breiteren Pool, was Alter, Interessen, Bildung und berufliche Bildung betrifft, an.

Zusätzlich – und dies sollte keinesfalls unerwähnt bleiben – kann man Social Recruiting als sogenanntes Active Sourcing (Pull-Strategie), d. h. die aktive Suche nach geeignetem Personal durch den Recruiter/ Personaler selbst, oder aber im klassischen Sinne Marketing nach dem Push-Prinzip (Ausspielung von Content und Ads, Präsenz/ Image) betreiben.

Wo tummelt sich die Generation Z?Wie immer ist es wichtig zu wissen, auf welchen Kanälen sich die Generation Z bewegt, um diese ansprechen zu können und auf sich und sein Unternehmen aufmerksam zu machen. Dazu muss man wissen, Mitglieder der Gen Z sind Ende der 1990er Jahre geboren und kennen keine Welt ohne Internet und digitale Gadgets wie Smartphone oder Tablet mehr. Die Ältesten befinden sich am Ende Ihrer Teenagerphase und stehen gerade vor dem Eintritt ins Berufsleben.

So ist grundsätzlich festzuhalten: Die Generation Z ist zurzeit weniger auf professionalisierten Netzwerken zu finden. So weist XING beispielsweise in seiner Nutzerdemografie Nutzer unter 20 Jahren lediglich mit 4.3% aus (das Netzwerk erlaubt eine Anmeldung erst mit 18 Jahren).Erst mit zunehmender Berufserfahrung bzw. Studentenschaft steigt die Zuwendung der Zielgruppe – einfach auch vor dem Hintergrund sich selbst für das Berufsleben zu vernetzen und Karriereperspektiven auszumachen.

Welche Möglichkeiten hat man?Nichtsdestoweniger sollte man sich für eben diese nahe Zukunft (die Generation wird älter) auch hier mit den möglichen Formaten auseinandersetzen. Insbesondere der Bereich der Mobile Ads spielt eine immer größere Rolle und beschreibt den einzuschlagenden Weg. So bietet XING beispielsweise mit Mobile Content Ads attraktive Möglichkeiten bei geringem Budgeteinsatz. Daneben stellen Display Ads eine gute Möglichkeit dar, auf sich als Arbeitgeber innerhalb des Netzwerks aufmerksam zu machen. Im Bereich des Story Telling seien hier auch Sponsored Posts oder Sponsored Articles als Varianten, die Reichweiten des Contents mobil und stationär weiter zu erhöhen, genannt. Eine qualifizierte Employer Branding Agentur hilft hier sehr gut aus.

Insbesondere im Bereich der Mainstream Netzwerke ist die Generation Z stark vertreten. YouTube und Instagram gehören zum Standard-Repertoire der täglichen Infotainment-Sessions der Zielgruppe. Das Videoportal YouTube bietet ebenfalls die Möglichkeit, Display oder Overlay – Anzeigen im Videobereich zu platzieren. Interessanter sollte aber die Option der Video Ads für alle an der Gen Z interessierten Recruiter sein. Pre-Roll Ads – Videoanzeigen, die vor dem auf dem Social Network gehosteten Videocontent gespielt werden, können hinsichtlich bestimmter Zielgruppenkriterien genau ausgespielt und Klick genau abgerechnet werden. Auch auf dem zu Facebook gehörenden Bildernetzwerk Instagram sind verschiedene Adformen vom Sponsored Post bis zu reinen Ads in unterschiedlichen Formaten (Karussell, Video usw.) buchbar. Während YouTube jedoch sowohl für Desktop als auch mobile Endgeräte geeignet ist, bedient Instagram lediglich die mobile Nutzerschaft, was jedoch bei der Gen Z kein Nachteil ist – ganz im Gegenteil. Aber: Wer mobil wirbt, sollte auch über eine mobil optimierte Karriereseite und im besten Fall, einer mobil konzipierten Candidate Journey bis zum Abschluss der Bewerbung über entsprechende Formulare verfügen.

Fazit: Social Recruiting ist eine großartige Möglichkeit, insbesondere die Generation Z auf sein Unternehmen als Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Selbstverständlich sollte hinter jeder Aktion – auf welchem Netzwerk auch immer – die richtige Strategie (Content & Marketing) stecken. Nicht jedes Social Network eignet sich gleichermaßen, um die Zielgruppe anzusprechen. Deshalb sollte man vorher klar abstecken, wo sich potentielle Bewerber aufhalten, um nicht sinnlos Ressourcen (Zeit, Geld, Arbeitskraft) zu vergeuden. Hier helfen im Zweifelsfall auch entsprechende Agenturen mit Ihrer Expertise weiter von der Idee über die Planung bis hin zur Durchführung.