Wie Sie Arbeitgeberbewertungsportale zur Reflexion nutzen

Allen sozialen Medien ist gemein: Jede und jeder kann Dinge im Internet veröffentlichen. Über sich selbst und natürlich auch von anderen. Insbesondere die Unternehmen sollten das niemals vergessen. Denn es gibt auch Portale zur Arbeitgeberbewertung wie zum Beispiel kununu oder Glassdoor.

„kununu“ – eine Tochter vom größten deutschen Business-Netzwerk Xing

An Xing kommt im deutschsprachigen digitalen Geschäftsleben kaum jemand vorbei. Seit ein paar Jahren gehört kununu als Portal zur Arbeitgeberbewertung dazu.

Eine Möglichkeit zur Online-Sichtbarkeit ist ja die Produktion eigener Inhalte, um bei Google gefunden zu werden. Ein Karriereblog eignet sich in bester Weise dazu, um die Fäden in der Hand zu halten. Was tun Sie, wenn andere über Sie als (potenzieller) Arbeitgeber sprechen? Wie finden Sie das heraus?

Ganz einfach: Suchen Sie Ihren eigenen Firmennamen in der Suchmaschine Ihrer Wahl. Zum Einen.

Zum anderen besuchen Sie die Webseite von kununu. Dort erfahren Sie, ob Ihre Mitarbeiter und Auszubildenden oder Bewerber Sie geschrieben und Sie bewertet haben. Diese Hemmschwelle ist ganz niedrig, denn dies können alle vollkommen anonym tun – ohne registriert oder eingeloggt zu sein!

Bewertungsfaktoren: Wohlfühlen und Karrieremöglichkeiten

Die Atmosphäre im Unternehmen, die interne Kommunikation sowie das Sozialbewusstsein sind die wichtigsten weichen Faktoren, die bei kununu zwischen einem und fünf Sternen bewerten können. In Sachen Karriere sind neben Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, das Einkommen und Sozialleistungen entscheidend.

Klar ist: Viele Menschen geben eine (eher schlechtere) Bewertung ab, wenn sie unzufrieden sind, denn schlechte Nachrichten verbreiten sich besser als gute Neuigkeiten. Bei kununu werden die 1-Sterne-Punkte einzelner Faktoren daher nicht so stark gewichtet. Das stellt ein realistischeren Gesamteindruck sicher.

Was bleibt, ist dennoch ein guter Einblick in die Unternehmen. Was also tun?

Wenn Ihre Mitarbeiter zufrieden sind – ermuntern Sie sie, eine Bewertung abzugeben. Bemerken Sie Flurfunk, schlechte Stimmung oder Gespräche hinter vorgehaltener Hand (auch über Sie) – dann sollten Sie unbedingt Ihren Führungsstil beziehungsweise die Unternehmens- und Feedbackkultur reflektieren!

Auf jeden Fall gilt: Agieren Sie konstruktiv auf Bewertungen! Intern wie extern. Auch als Unternehmen können Sie dies bei kununu tun. Auch anonym – davon rate ich jedoch ab. Dieser Schuss kann schnell nach hinten losgehen. Als Arbeitgeber antworten Sie bitte öffentlich und erreichen dadurch Sympathiewerte.

Transparenz in der Arbeitswelt auch bei „Glassdoor“

Hereinspaziert durch die Glastür. Die Plattform Glassdoor hält ebenso wie kununu den Spiegel vor. Damit sind beide Kanäle nützlich aus verschiedenen Perspektiven: Sei es aus Bewerbersicht, mit der internen Brille oder auch zur Einschätzung eines Kunden oder Lieferanten.

Was ist der Unterschied zwischen kununu und Glassdoor?

Bei kununu können Sie unbegrenzt anonym bleiben – bei Glassdoor bleiben die komplett einsehbaren Suchergebnisse erst einmal beschränkt. Nach der Registrierung und Login können Sie dann aus dem Vollen schöpfen.

Sehr viel Transparenz herrscht über die Unternehmen bei Glassdoor über die Gehälter – dies aufgeschlüsselt nach einzelnen Positionen. Dies bietet natürlich den Jobsuchenden einen großen Vorteil bei der Bewerbung. Aber auch als Marktrecherche rentiert sich ein detaillierter Einblick bei der Konkurrenz.

Personalverantwortliche aufgemerkt!

Legen Sie sich als HR-Verantwortlicher einen Gratis-Account an. Damit können Sie Ihre Firma darstellen und auf bestehende Bewertungen eingehen.

Zur Sicherheit (und weil es so wichtig ist): Seien Sie einfach Sie selbst und bleiben Sie authentisch. Potentielle Widersprüche werden spätestens im persönlichen Gespräch enttarnt. Stellen Sie sowohl bei Glassdoor als auch bei kununu alles so dar, wie es in Ihrem Unternehmen wirklich ist.