Mobile Recruiting – der Einstieg zum Durchstarten in der Personalgewinnung

Wenn es um das Thema Recruiting geht, gibt es eine Reihe von Ansätzen, die in der jüngsten Zeit besonders oft diskutiert wurden. Einer davon ist das Mobile Recruiting. Warum es für Unternehmen heute essentiell ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und niemand, der ernstlich daran interessiert ist, erfolgreich im Bereich des Personalmarketings aktiv zu sein, um Mobile Recruiting herumkommt, erfahren Sie hier.

Mobile Recruiting – keine Option, sondern Muss

Smartphones sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Wer heute von sich behauptet, kein Smartphone zu besitzen, gilt nachweislich als Exot. Die Durchdringung hat inzwischen mehr als 90 Prozent in der Altersgruppe zwischen 14 und 64 Jahren erreicht.

Dieser immense Technologiedurchsatz ist schon seit einiger Zeit ein Weckruf für die Personalmarketingszene: Neben Mobile Shopping, Mobile Gaming und Mobile Networking ist Mobile Recruiting die Catch Phrase der Branche. Dabei bedeutet Mobile Recruiting die Möglichkeit für Bewerber sich mobil – also mittels Smartphone oder Tablet – über Stellenangebote und Arbeitgeber zu informieren und die Bewerbung (im Idealfall über ein Bewerbungsformular) abzuschließen. Mobile Recruiting bildet also den gesamten Prozess der Bewerbung ab und spielt in der Personalwerbung eine wichtige Rolle.

Eine Studie u. a. in Kooperation mit der Hochschule RheinMain hat gezeigt, dass 77 Prozent der Befragten ihr Smartphone für die Stellensuche nutzen, aber nur 7 Prozent haben sich schlussendlich auch mobil beworben. Dabei finden 79 Prozent die mobile Bewerbung zeitgemäß und setzen diese Möglichkeit heute bei innovativen Arbeitgebern auch voraus (55 Prozent). Es ist also ganz klar, wohin der Weg führen muss. Aber warum bewerben sich so wenige mobil? Woran liegt das?

Angebot hinkt der Nachfrage hinterher

Die Schere zwischen „Können“ und „Machen“ resultiert ganz klar aus dem Angebot der Arbeitgeber: Viele Karriereseiten oder Portale von Personaldienstleistern sind nicht einmal für mobile Endgeräte optimiert. Von der Möglichkeit sich mobil über Bewerbungsformulare zu bewerben ganz zu schweigen.

Dabei bietet ein auf mobile Bedürfnisse zugeschnittener Bewerbungsprozess viele Vorteile für beide Seiten. Für Bewerber steht an erster Stelle die schnelle und einfache Verfügbarkeit von Informationen über Stellen, Arbeitgeber und ein hoffentlich unkomplizierter Bewerbungsprozess, der von jedem Ort (mit Netzabdeckung) möglich ist. Unternehmen können von minimierten Bewerbungszeiten und steigenden Bewerberzahlen profitieren. Denn je einfacher ein Bewerbungsprozess gestaltet ist, desto geringer ist die Zahl der Absprünge. Dieser Umstand und die Tatsache, dass Bewerber konkret und direkt angesprochen werden können (Regio-Targeting, Zielgruppenauswahl nach Qualifikationen und Interessen z. B. durch Social und Mobile Ads) tragen zu einer positiven Candidate Experience bei.

Mit einer mobil optimierten Karriereseite im Responsive Design ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Eine auch hier schon ausdifferenzierte Zielgruppenansprache z. B. nach Einstiegslevel oder Geschäftsbereichen bringt weitere Vorteile. Die Umsetzung eines komplett mobil durchführbaren Bewerbungsprozesses mit Bewerbungsformular und ggf. Bewerber Self Management Lösung ist die Krönung dieser Bemühungen.

Mobil auf sich aufmerksam machen

Oftmals vernachlässigt wird beim Thema Mobile Recruiting der Fakt der Stellenausschreibungen. Natürlich bedeutet mobil(e) in diesem Zusammenhang auch die Ausnutzung der Möglichkeiten auf Smartphone und Tablett sowie den hier von der Zielgruppe genutzten Apps und Portalen Werbung zu schalten. Job-Ads in den sozialen Netzwerken wie z. B. Facebook oder Instagram lassen sich ebenfalls für mobile Endgeräte optimieren. Es kann sogar die klassische „Desktop“ Variante* abgewählt werden. Auch im Falle der Social Ads hat man die Option, die Zielgruppe entsprechend der eigenen Bedürfnisse nach Interessen, Qualifikationen bzw. Regio-Faktor zu fokussieren. Ähnliches gilt für Werbung in Apps auf Smartphone & Co. Hier hat man diverse Selektionsmöglichkeiten, um die gewünschte Zielgruppe zu erreichen. Sogar Stellenportale bieten die Option der mobil optimierten Schaltungen für ihre Kunden an. Aber Achtung: Sobald man diesen Weg beschreitet, sollte zumindest die eigene Karriereseite soweit mobil konsumierbar sein, dass der potentielle Bewerber nicht schon bei der weiteren Recherche, weitergeleitet über die diversen Ads, frustriert aufgibt.

Fazit

Mobile Recruiting gehört in jeden guten Werkzeugkasten. Es beginnt bei der mobil optimierten Website, geht über die mobile Stellenbewerbung und endet beim mobil durchdachten Bewerberprozess. Immer mehr Stellensuchende setzen heute mobile Jobinformationsmöglichkeiten voraus und wünschen sich die mobile Bewerbung. Zurzeit können Unternehmen mit einem gut konzipierten mobilen Angebot bei Interessenten noch punkten. Schon bald gehört es zum Standard im Personalmarketing. Schon bei der Betrachtung der Employer Value Proposition und der dazugehörigen Zielgruppendefinition gehört die mobile Userinteraktion zur Diskussionsrunde. Wer diese Anpassung verschläft hat spätestens dann das Nachsehen.