Wann man einen Berater ins Haus holen sollte - und wann nicht

In Zeiten, in denen man als Unternehmer möglichst flexibel bleiben muss, um am Markt Bestand zu haben, bietet sich die Hinzuziehung eines Beraters in bestimmten Situationen an. Allerdings gibt es auch Momente, in denen diese externe Hilfe eher kontraproduktiv wirkt.

Typische Situationen für einen Berater

Sinnvoll ist das Hinzuziehen eines Beraters, wenn eine bestimmte Aufgabe bevorsteht, für die die Kompetenz innerhalb des Unternehmens fehlt. So kann der Experte einerseits das passende Konzept entwickeln und andererseits die Angestellten unterweisen. Auch, wenn Engpässe auftreten, können Sie auf Hilfe von außen setzen.

Vielleicht haben Sie auch schon gewisse Änderungen in Ihrem Unternehmen angekündigt, die bei Ihren Angestellten nicht nur auf Gegenliebe stoßen? Dann kann ein Fachmann von außen dafür sorgen, dass diejenigen, die bereits hinter Ihnen stehen, den notwendigen Energieschub für die Umsetzung der neuen Pläne bekommen. Ein guter Berater sorgt außerdem dafür, dass die Veränderungen nach dem neuesten Kenntnisstand vorgenommen werden, und er bringt Objektivität mit sich. Letzteres kann nötig sein, wenn die Diskussionen im Vorfeld sehr scharf geworden sind.

Wann Sie besser auf Hilfe von außen verzichten

Grundsätzlich gilt, dass Sie alle Aufgaben, die Ihre Angestellten erledigen können, auch ihnen übertragen sollten. Steht eine Änderung im Betrieb an, sollten Sie erst unter den Kollegen erfragen, wer sich mit dem Thema auskennt. Ist jemand mit der entsprechenden Expertise dabei, ist es sinnvoller, dieser Person die Leitung eines Teams zu übertragen, das sich mit den notwendigen Schritten auseinandersetzt. Sonst haben Sie hohe Zusatzkosten, die sich vermeiden ließen, und die entsprechenden Mitarbeiter wären frustriert und fühlten sich übergangen.

Auf keinen Fall sollten Sie einen Berater hinzuziehen, um ihm die unangenehmen Aufgaben zu übertragen. Lassen Sie den externen Fachmann die Hiobsbotschaften überbringen, die mit einer notwendigen Veränderung im Unternehmen einhergehen, verlieren Sie den Respekt Ihrer Angestellten und stellen selbst Ihre Autorität infrage.

Beispiel lokales Marketing

Haben Sie sich entschlossen, vermehrt auf lokales Marketing zu setzen, sollten Sie zunächst abklären, ob einer Ihrer Mitarbeiter das Know-how und die zeitlichen Kapazitäten hat, um die entsprechenden Kampagnen für die verschiedenen Kanäle zu konzipieren. Fehlen die passenden Ressourcen, sollten Sie bei der Auswahl des Beraters nicht nur auf die fachliche Expertise achten: Hier kann es auch von Vorteil sein, wenn er seinen Sitz in der Nähe hat und seine Vernetzung vor Ort ausgezeichnet ist. So können Sie sichergehen, dass Ihr lokales Marketing in seinen Händen für das Unternehmen einen tatsächlichen Mehrwert bietet.