5 Fehler, mit denen Chefs für schlechte Stimmung im Büro sorgen

Wenn im Unternehmen ein positives Arbeitsklima herrscht, sind Arbeitnehmer nachweislich produktiver. Auch ihre Fähigkeit, Fehler zu beheben und Probleme zu lösen, steigt proportional mit der Zufriedenheit im Job. Doch wie können Chefs für gute Stimmung im Büro sorgen? Zum Beispiel, indem sie die folgenden fünf Fehler vermeiden.

1. Fehler: Intransparenz

Chefs, die wichtige Informationen bewusst zurückhalten, Mitarbeiter nicht in künftige Vorhaben involvieren und deren Wünsche, Anmerkungen und Sorgen nicht ernst nehmen, schaffen garantiert schlechte Stimmung. Transparenz ist die tragende Säule einer guten Unternehmenskultur.

2. Fehler: Keine Konfliktkultur

Diese Transparenz sollte auch dann gelebt werden, wenn etwas im Unternehmen mal nicht ganz rund läuft. Denn eine fehlende Konfliktkultur ist oft der Auslöser für schlechte Stimmung. Laut der aktuellen Studie "Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg" der Personalberatung Rochus Mummert werden vor allem die Fehler der Chefs in Unternehmen tabuisiert. Ertragsstarke Unternehmen zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass gemeinsame Überzeugungen durchgängig in allen Hierarchien gelebt werden.

3. Fehler: Gute Arbeit ignorieren

49 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind laut der repräsentativen Studie "Jobzufriedenheit 2015" der ManpowerGroup unzufrieden mit ihrer Stelle. Zu den Hauptgründen für die schlechte Stimmung zählen zu wenig Gehalt und zu wenig Anerkennung. Wenn Sie also einen guten Mitarbeiter halten wollen, honorieren Sie seine Arbeit. Es muss nicht immer gleich eine Gehaltserhöhung sein. Entsprechendes Feedback und zusätzliche Anreize wie beispielsweise Sonderurlaub oder Gutscheine sorgen ebenfalls für das gute Gefühl von Wertschätzung.

4. Fehler: Leistungsträger vernachlässigen

Chefs schenken ihre Aufmerksamkeit oft am meisten den Mitarbeitern, die sich am lautesten beschweren – und vergessen darüber diejenigen, die ihre Arbeit ruhig und zuverlässig verrichten. Nehmen Sie sich auch für diese Mitarbeiter Zeit und schaffen Sie durch regelmäßige Feedbackgespräche gemeinsam neue Anreize.

5. Fehler: Die Work-Life-Balance nicht ernst nehmen

Sie erwarten, dass Ihre Mitarbeiter stets und ständig erreichbar sind? Das ist ein veraltetes Modell und sorgt für schlechte Stimmung. Der Trend geht in vielen Branchen hin zur sogenannten Work-Life-Choice. Mitarbeiter können verabredete Zeiten wählen, in denen sie nicht arbeiten, oder festlegen, wann sie erreichbar sind. Auch die Elternzeit oder die Pflege von Familienangehörigen sollte hier mit einbezogen werden.