Die zunehmende Komplexität bereitet Führungskräften oft Kopfzerbrechen

Online-Befragung des IFIDZ ergab: Führungskräfte sehen in der steigenden Vernetzung und Komplexität die größte Herausforderung im digitalen Zeitalter.

Führungskräfte haben eine Schlüsselfunktion in Unternehmen. Deshalb wollte das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt am Main, wissen: Was sind aus der Warte von Führungskräften die größten Herausforderungen im digitalen Zeitalter? Darum startete es eine „Leadership-Trend-Barometer“ genannte Online-Befragung von Führungskräften. Bei ihr konnten die Führungskräfte, die anonym an der Befragung teilnahmen, unter insgesamt elf vorgegebenen Antwortmöglichkeiten maximal drei auswählen. An der Online-Befragung nahmen 160 Führungskräfte teil.

Die Befragung ergab: Von den befragten Führungskräften erachten die meisten „die steigende Vernetzung/Komplexität“ als die größte Herausforderung (43 Prozent). Auf Platz 2 folgt „das nötige Einbinden der Mitarbeiter/die ‚Sinnvermittlung‘ an die Mitarbeiter“ (42 Prozent). Das ist laut Aussagen von Barbara Liebermeister, der Leiterin des IFIDZ, naheliegend, „denn wenn das Handlungs- und Marktumfeld komplexer wird, wird es auch schwieriger, den Mitarbeitern zu vermitteln, warum gewisse Dinge sinnvoll und zielführend sind“.

Auf Platz 3 der größten Herausforderungen folgt „der wachsende Change-/Innovationsbedarf“ (38 Prozent), gefolgt von dem veränderten Kommunikationsverhalten (32 Prozent). Nur 23 Prozent der Führungskräfte erachten jedoch, anders als von den Medien oft suggeriert, die Herausforderungen, die aus den „veränderten Bedürfnissen der jungen Mitarbeiter resultieren, als groß. Das liegt laut Liebermeister vermutlich auch daran, dass viele Mittelmanager heute bereits selbst „Digital Natives“ sind – also 35- oder 40-Jährige, die mit der neuen Informations- und Kommunikationstechnologie aufwuchsen. Ähnliches  gilt für „die zunehmende Team- und Projektarbeit“. Sie ist in den meisten Unternehmen heute eine eingeübte, gängige Praxis, die den Arbeitsalltag prägt. Deshalb stellt sie nur noch wenige Führungskräfte vor größere Herausforderungen (12 Prozent).

Das IFIDZ führt künftig unter dem Label „Leadership-Trend-Barometer“ drei Mal pro Jahr eine anonyme Online-Befragung von Führungskräften durch. Die nächste Online-Befragung startet Ende Mai. Führungskräfte, die hieran teilnehmen möchten, können dies auf der IFIDZ-Webseite tun. Dort gibt es auf der Startseite einen Button, der sie zu der Umfrage führt. 

Profilbild von Barbara Liebermeister
Barbara Liebermeister

Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, das Unternehmen dabei unterstützt, ihren Mitarbeitern die Kompetenzen zu vermitteln, die sie im digitalen Zeitalter brauchen (www.ifidz.de).  Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Managementberaterin ist auch eine gefragte Vortragsrednerin. Gerade ist im Gabal-Verlag ihr neues Buch erschienen mit dem Titel: „Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet“.

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